{"id":1371,"date":"2017-09-20T07:58:44","date_gmt":"2017-09-20T05:58:44","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/christen-werden-auch-verfolgt-html\/"},"modified":"2023-02-27T16:10:37","modified_gmt":"2023-02-27T15:10:37","slug":"christen-werden-auch-verfolgt-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/christen-werden-auch-verfolgt-html\/","title":{"rendered":"Christen werden auch verfolgt"},"content":{"rendered":"<p>Alle Weltnachrichten sind auf die Muslime in Myanmar gerichtet. Es konzentriert sich alles um Myanmars Rohingya-Muslime. Werden die Christen in diesem Land nicht mehr verfolgt? Die Christen leiden schreckliche Verfolgung und Gewalt in den H\u00e4nden der Milit\u00e4rs, aber im Gegensatz zu den Rohingya werden sie von der Weltpresse weitgehend ignoriert.<\/p>\n<p>Vor einigen Monaten hat die US-Kommission f\u00fcr Internationale Religionsfreiheit einen Bericht \u00fcber die Verfolgung von Christen in Myanmar in Auftrag gegeben. Christliche Minderheiten in Myanmar: Es ist schockierend zu lesen. Es gibt gro\u00dfe Gewalt und Einsch\u00fcchterung der Christen durch die Armee. Um nur einen kurzen Abschnitt dieses Berichts zu zitieren: &#8222;Das Milit\u00e4r nimmt routinem\u00e4\u00dfig Kirchen ein und ruft ganze Gemeinden zum Verh\u00f6r auf. Die Tatmadal, so nennt man die burmesische Armee, entweihten, besch\u00e4digten und zerst\u00f6rten Kirchen. Es geschehen bis heute schwere Menschenrechtsverletzungen mit nahezu v\u00f6lliger Straflosigkeit, einschlie\u00dflich sexueller Gewalt in Verbindungen mit Folter. Betroffen sind haupts\u00e4chlich Pastoren, Kirchenangestellte und Zivilisten. Bis heute sind etwa 120.000 Menschen gezwungen worden zu fliehen.<\/p>\n<p>Die \u00fcberwiegend christlichen Volksgruppen sind die Karen-Leute, die vorwiegend im Osten an der Grenze zu Thailand leben, dann sind es die Kachin und Naga, die haupts\u00e4chlich im Norden leben, und die Kinn, die vor allem im S\u00fcdwesten leben.<\/p>\n<p>Doch jetzt entsteht eine neue Bedrohung f\u00fcr Christen als direkte Folge der Rohingya-Krise. Im vergangenen Oktober starteten islamische Militanten aus einer neu gegr\u00fcndeten Aufstandsgruppe namens Harakah al Yaqin eine Reihe von Angriffen auf Polizeiposten im Rakhine-Staat. Harakah al Yaqin wurde von einer Gruppe von Rohingya-Emigranten mit Sitz in Saudi-Arabien gegr\u00fcndet und stellt daher eine gef\u00e4hrliche Neuentwicklung dar. Die Armee antwortete dementsprechend so dass Zehntausende der Rohingya nach Bangladesch flohen. Am 25. August koordinierte Harakah al Yaqin Angriffe auf eine Armee-Basis und einen Polizeiposten im Norden von Myanmars Rakhine-Staat. Als Reaktion darauf startete die Myanmar-Armee, was sie als &#8222;Clearance-Operationen&#8220; gegen Rohingya nennt Vergeltung f\u00fcr ihre schrecklichen Gr\u00e4ueltaten.<\/p>\n<p>Nun fordert Al Qaida die Dschihadisten auf, in die Region zu dringen, um f\u00fcr die Rohingya-Muslime zu k\u00e4mpfen. Das ist kein passiver Vorschlag. Es ist in der Tat fast genau das, was vor ein paar Monaten in den s\u00fcdlichen Philippinen geschah, als der islamische Staat (IS) &#8211; Dschihadisten aus ganz S\u00fcdostasien in die Stadt Marawi eindrangen und t\u00f6teten wobei auch Christen get\u00f6tet wurden.<\/p>\n<p>Als die IS die Milit\u00e4rkontrolle in Syrien und im Irak verliert, so die Aussage von Barnabasfund, sieht sich Al Qaida als Chance, seinen Anspruch, in der globalen Dschihadisten-Bewegung zu f\u00fchren bzw. wiederzuerlangen. Deshalb hat Al Qaida vor einigen Tagen eine Erkl\u00e4rung abgegeben, die Dschihadisten im benachbarten Bangladesch und Indien sowie Pakistan und den Philippinen verbreitet, dass sie eine &#8222;Scharia-Verpflichtung&#8220; h\u00e4tten, nach Myanmar zu gehen und f\u00fcr die Rohingya zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Wie wirkt sich das auf die Christen in Myanmar aus, die bereits schreckliche Verfolgung und Gewalt aus dem milit\u00e4risch buddhistischen Staat erleiden? Die Angriffe, die die islamischen Militanten aus Harakah al Yaqin vor drei Wochen durchf\u00fchrten, waren aus dem Norden des Rakine-Staates. Dieser liegt direkt neben dem Kinn-Staat. Einer dieser Angriffe in der Stadt Maungdaw war nur etwa 30 Meilen entfernt. Wenn, wie es jetzt scheint, ausl\u00e4ndische Dschihadisten ankommen und einen \u00f6rtlichen muslimischen Aufstand in einen Al-Qaida-Kampf verkn\u00fcpften und in einen Dschihad-Kampf verwandeln, wie es in den Philippinen gerade geschehen ist, gibt es eine sehr reale Gefahr, dass die Dschihadisten den Kinn-Staat angreifen werden.<\/p>\n<p>Wenn sie das tun, wird das f\u00fcr die Christen eine unm\u00f6gliche gef\u00e4hrliche Situation bedeuten und sie werden schreckliche Gewalt in den H\u00e4nden der Myanmar-Armee erleiden und von Dschihadisten angegriffen werden. Mit anderen Worten, es gibt die sehr wirkliche Aussicht auf Christen in diesem Teil von Myanmar mit einer humanit\u00e4ren Katastrophe, die noch schlimmer sein wird als die schreckliche Gewalt, die derzeit von Rohingya Muslimen erlitten wird. (Quelle: Barnabasfund, Bild: TUBS)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Weltnachrichten sind auf die Muslime in Myanmar gerichtet. 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