{"id":1379,"date":"2017-10-03T11:44:13","date_gmt":"2017-10-03T09:44:13","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/relig-minderheiten-leben-angst-html\/"},"modified":"2023-02-23T10:53:11","modified_gmt":"2023-02-23T09:53:11","slug":"relig-minderheiten-leben-angst-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/relig-minderheiten-leben-angst-html\/","title":{"rendered":"Relig. Minderheiten leben in Angst"},"content":{"rendered":"<p>Der Christ Washaal Masih und sein hinduistische Kollege Bhola Ram, die beide bei einer Geb\u00e4udereinigungsfirma in Behawalnagar im S\u00fcden Pakistans arbeiten, wurden wegen Blasphemie festgenommen, weil sie angeblich Seiten des Koran verbrannt haben sollen. Wie die christliche \u201cLegal Evangelical Association Development\u201d (LEAD) sind im staatlichen Krankenhaus in Behawalnagar besch\u00e4ftigt und wurden angeklagt, nachdem ein Polizeibeamter, der einen Anruf von einem Journalisten erhalten haben soll, der wiederum mitteilte, dass die beiden bei der Beseitigung von Dokumenten auch einige Seiten mit Versen aus dem Koran verbrannt haben sollen, am vergangenen 27. September 2017 in am angeblichen Tatort auf zahlreiche Menschen stie\u00df, die weitere Details zu dem Fall lieferten. Daraufhin wurden die beiden festgenommen und angeklagt. <\/p>\n<p> \u201cDie Anwendung des Blasphemiegesetzes ist komplex: in diesem Fall reichte die Aussage von zwei angeblichen Zeugen, damit Anklage erhoben wurde. Doch es gibt keine weiteren Beweise. Deshalb leben religi\u00f6se Minderheiten in st\u00e4ndiger Angst und verheimlichen ihren Glauben, um eine Anklage wegen Blasphemie zu vermeiden\u201d, so der christliche Anwalt Sardar Mushtaq Gill, Vorsitzender von \u201cLEAD\u201d. \u201cDer Missbrauch des Gesetzes ist Praxis geworden, wenn es um private Streitfragen geht. Erst vor kurzem wurde der Christ Nadeem James in einen Blasphemie-Fall verwickelt, weil er eine muslimische Frau geheiratet hatte. Wir m\u00fcssen dieses Ungerechte Gesetz \u00e4ndern\u201c, hei\u00dft es in einem Appell der Organisation. <\/p>\n<p> In den vergangenen 12 Jahren \u201chat sich die Situation f\u00fcr religi\u00f6se Minderheiten in Pakistan zugespitzt\u201d. F\u00fcr eine Abschaffung des Gesetzes gebe es viele Gr\u00fcnde: es ist nicht vereinbar mit den grundlegenden Menschenrechten; es gef\u00e4hrdet die Sicherheit aller B\u00fcrger jeder Religion; es missachtet grundlegende B\u00fcrgerrechte, im Hinblick auf Festnahme und Untersuchungshaft und das Recht auf einen Prozess; es verst\u00f6\u00dft gegen die Religions- und Meinungsfreiheit; untergr\u00e4bt den Rechtsstaat und das Recht auf Gleichheit; befeuert religi\u00f6sen Fanatismus und gef\u00e4hrdet das Zusammenleben der Religionsgemeinschaften in Pakistan. \u201cIn vielen F\u00e4llen wird ein B\u00fcrger, auch wenn er nur wegen Blasphemie verklagt wurde, der Gefahr einer willk\u00fcrlichen Hinrichtung durch gewaltbereite Islamisten ausgesetzt\u201d, hei\u00dft es in der Verlautbarung der Organisation weiter, die beklagt, dass solche Taten unbestraft bleiben. (Quelle: Fidesdienst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Christ Washaal Masih und sein hinduistische Kollege Bhola Ram, die beide bei einer Geb\u00e4udereinigungsfirma in Behawalnagar im S\u00fcden Pakistans arbeiten, wurden wegen Blasphemie festgenommen, weil sie angeblich Seiten des Koran verbrannt haben sollen. 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