{"id":1453,"date":"2018-01-18T15:28:33","date_gmt":"2018-01-18T14:28:33","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/134-angriffe-auf-kirchen-mit-4-toten-html\/"},"modified":"2023-02-24T09:55:51","modified_gmt":"2023-02-24T08:55:51","slug":"134-angriffe-auf-kirchen-mit-4-toten-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/134-angriffe-auf-kirchen-mit-4-toten-html\/","title":{"rendered":"134 Angriffe auf Kirchen mit 4 Toten"},"content":{"rendered":"<p>Die Armee und Polizei der Demokratischen Republik Kongo (DRC) werden beschuldigt, bei Angriffen auf mehr als 130 Kirchen des Landes mindestens vier Menschen get\u00f6tet und weitere Personen verletzt zu haben. Berichten zufolge wurden bei dem letzten Vorfall am Freitag (12. J\u00e4nner) zwei Personen verletzt, als Sicherheitskr\u00e4fte bei der Kathedrale von Kinshasa Tr\u00e4nengas einsetzten.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">Pater Apollinaire Cikongo, Sekret\u00e4r der katholischen Bischofskonferenz in der Kirchenprovinz Kananga, die acht Di\u00f6zesen im Zentrum der Demokratischen Republik Kongo umfasst: \u201cIn der Kathedrale von Kinshasa wurde gerade ein Gedenkgottesdienst f\u00fcr mindestens vier Personen gefeiert, die am&nbsp; 31. Dezember get\u00f6tet wurden.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span>Der katholischen Hilfsorganisation&nbsp; KIRCHE IN NOT (ACN) gegen\u00fcber erkl\u00e4rte Pater Apollinaire: \u201cNach dieser heiligen Messe setzten Armee und Polizei erneut Tr\u00e4nengas ein, wodurch zwei Menschen verletzt wurden.\u201d&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">Kirchenf\u00fchrer haben DRC-Sicherheitskr\u00e4fte f\u00fcr Angriffe auf&nbsp; 134 Kirchen und Kapellen in der Hauptstadt und in mehreren Provinzen des Landes an Silvester verantwortlich gemacht. Unter anderem werden die Soldaten und Polizei beschuldigt, scharf geschossen zu haben, als Gl\u00e4ubige nach dem Gottesdienst die Kirche St. Dominikus von Limete verlie\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p><span>Jean Nkongolo, Pfarrvikar der Kirche St. Dominikus, wirft der Polizei und der Armee vor, ohne Grund angegriffen zu haben. Als er sie aufforderte, nicht weiter auf die Gemeindemitglieder zu schie\u00dfen, habe man ihn mit einem Gummigeschoss ins Gesicht geschossen und verletzt.&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">Neben den Gummigeschossen setzten die Sicherheitskr\u00e4fte auch Elektroschockpistolen&nbsp; und Tr\u00e4nengas&nbsp; ein. Wie berichtet, wurde dabei eine Frau beinahe get\u00f6tet. Vier weitere Gemeindemitglieder wurden w\u00e4hrend dieser Angriffe durch Gummigeschosse verletzt.&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">\u201cUnsere Gemeindemitglieder suchen jeden Sonntag nach der heiligen Messe die auf dem Kirchengel\u00e4nde gelegene Mariengrotte auf, um das&nbsp; \u00abSalve Regina\u00bb zu beten und den Segen zu empfangen\u201c, erz\u00e4hlt Pater Apollinaire, \u201egerade in diesem Moment wurden die Gl\u00e4ubigen von den Sicherheitskr\u00e4ften mit Gummigeschossen und Tr\u00e4nengas angegriffen.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span>Von dem verletzten Pfarrvikar Nkongolo erfuhr Pater Appolinaire,&nbsp; \u201edass ein Polizist mit einem Gummigeschoss direkt&nbsp; auf seine Augen zielte, aber \u2013 Gott sei Dank \u2013 reagierte Pfarrer Nkongolo schnell und drehte seinen Kopf zur Seite. So aber traf das Geschoss ihn seitlich im Gesicht.\u201d&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">Pater Nkongolo bemerkte kurz danach eine&nbsp; schwer verletzte Frau, hob sie vom Boden auf und trug sie in die Kirche: \u201cDiese Frau wurde von einem scharfen Schuss in den Kopf getroffen. Alle haben gedacht, sie sei tot, aber sie hatte \u00fcberlebt.\u201d Sie wurde in ein Krankenhaus transportiert und nach letzten Meldungen ist ihr Zustand stabil.<\/span><\/p>\n<p><span>Nach dem Gottesdienst, habe die Gemeinde zuerst entschieden, nicht an einem friedlichen Protestmarsch teilzunehmen, der von gl\u00e4ubigen Laien organisiert wurde, da Pr\u00e4sident Joseph Kabila sein Versprechen, zur\u00fcckzutreten und nicht eine dritte Amtszeit anzutreten, gebrochen hatte.&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">Als Reaktion auf diese Angriffe und nach dem letzteren Angriff auf die Kathedrale von Kinshasa hat das Laien-Koordinations-Komitee wieder zu einer weiteren friedlichen Demonstration f\u00fcr Sonntag (21. J\u00e4nner) aufgerufen. \u201eUnser Marsch wird nicht aufh\u00f6ren, bis unsere Rechte respektiert werden und unsere W\u00fcrde nicht wiederhergestellt wird\u201c, steht in der Meldung.&nbsp; (Bild: TUBS)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Armee und Polizei der Demokratischen Republik Kongo (DRC) werden beschuldigt, bei Angriffen auf mehr als 130 Kirchen des Landes mindestens vier Menschen get\u00f6tet und weitere Personen verletzt zu haben. Berichten zufolge wurden bei dem letzten Vorfall am Freitag (12. 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