{"id":1473,"date":"2018-02-20T09:22:31","date_gmt":"2018-02-20T09:22:31","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/watu-wote-fuer-oscars-nominiert-html\/"},"modified":"2022-12-06T15:33:01","modified_gmt":"2022-12-06T15:33:01","slug":"watu-wote-fuer-oscars-nominiert-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/watu-wote-fuer-oscars-nominiert-html\/","title":{"rendered":"\u201cWATU WOTE\u201d f\u00fcr Oscars nominiert"},"content":{"rendered":"<p><span><span>\u201cKIRCHE IN NOT hat diesen Traum m\u00f6glich gemacht\u201d, bekr\u00e4ftigt Produzent Tobias Rosen.&nbsp;<\/span>Der Film \u2018Watu Wote: All of us\u2019 wurde f\u00fcr den Oscar in der Kategorie \u201eBester Kurzspielfilm\u201c nominiert.&nbsp; Die 22 min\u00fctige Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit und erz\u00e4hlt, was Passagieren auf einer Busfahrt nach Mandera, einer kleinen Stadt im Nordosten von Kenia, an der Grenze zu Somalia, im Dezember 2015 widerfahren ist.&nbsp; Die Terrorgruppe al-Shabaab hatte den Bus angegriffen. Sie versuchte, dabei nach einem Muster vorzugehen, das sie bereits ein Jahr zuvor (im November 2014) durchgef\u00fchrte hatte. Damals wurden christliche&nbsp; Passagiere von den Muslimen getrennt und ermordet. Es gab ein Massaker mit 28 Toten. Diesmal jedoch weigerten sich die muslimischen Passagiere, der Aufforderung der Angreifer zu folgen, Christen unter ihnen zu identifizieren. So wurden die Christen gerettet.<\/span><\/p>\n<p><span>Im Gespr\u00e4ch mit der internationalen Hilfsorganisation&nbsp; KIRCHE IN NOT (ACN), einer der Sponsoren des Filmes, erkl\u00e4rt der Produzent Tobias Rosen, dass die Idee zum Drehbuch auf&nbsp; einen \u201ckurzen Zeitungsartikel&nbsp; zur\u00fcckgeht, eine Randnotiz neben den Hauptnachrichten\u201c. Daraus entstand diese \u201eunglaubliche Geschichte der Drehbuchautorin Julia Drache, die zeigt, wie Solidarit\u00e4t zwischen Menschen und die Handlung jedes Einzelnen, den Verlauf der Geschichte \u00e4ndern k\u00f6nnen\u201d.<\/span><\/p>\n<p><span>In vielen Teilen dieser Welt und besonders von Afrika, versuchen gewaltt\u00e4tige und radikale islamistische Gruppen, zwischen Muslimen und Christen Misstrauen zu sch\u00fcren. In Kenia haben das Massaker der&nbsp; Djihadistengruppe Al-Shabaab an der katholischen Universit\u00e4t von Garissa, bei dem mehr als 150 Studenten ums Leben kamen,&nbsp; oder der Angriff auf das Einkaufszentrum Westgate in Nairobi merkliche Spuren hinterlassen. Dieses Klima des Misstrauens und der Furcht, \u201cdem sie gew\u00f6hnlich ausgesetzt sind\u201d, wird in dem Kurzfilm widergespiegelt, dessen Hauptdarstellerin eine junge Christin ist, die schon bei einem Angriff von Djihadisten ihren Mann und ein Kind verlor.<\/span><\/p>\n<p><span>\u201cF\u00fcr uns war die Authentizit\u00e4t des Filmes sehr wichtig, sodass wir ein Filmteam in Kenia suchten. Das Team und die Schauspieler stammten aus Kenia und Somalia, Muslime und Christen. Unter den Kenianern fanden sich Vertreter aller St\u00e4mme. Dies war wichtig, da es ein Thema ist, das uns alle betrifft\u201d, erkl\u00e4rt der 34 j\u00e4hrigen Deutsche, wobei er sich auf den Titel des Kurzspielfilms (\u201call of us \/wir alle\u201d) bezieht.<\/span><\/p>\n<p><span>\u201cIn der Tat wurden alle unsere Kollegen aus Afrika von dieser Gewalt und ihren Folgen heimgesucht; zum Beispiel unter den Muslimen: Einige hatten ein Familienmitglied verloren, das ermordet oder durch Attentate schwer verletzt worden war, w\u00e4hrend andere Verwandte hatten, die&nbsp; ihr Zuhause verlie\u00dfen, um sich Al-Shabaab anzuschlie\u00dfen. Dies ist ein Dilemma, das die Gesellschaft zerrei\u00dft,\u201d erkl\u00e4rt Rosen.<\/span><\/p>\n<p><span>\u201cDie Aufnahmen in der W\u00fcste von Magadi, unter der erbarmungslosen Sonne, wo es weder Zelte, noch Toiletten oder dergleichen gab, war eine der schwersten Momente. Auch das Wasser war sehr knapp. Ich denke, es gab wohl kaum jemanden im Team der nicht ans Aufgeben gedacht hat. Es waren f\u00fcnf endlose Tage; es war sehr hart\u201c erinnert sich der Filmmacher. Aber zugleich&nbsp; \u201ez\u00e4hlen sie zu den bewegendsten f\u00fcr mich\u201c, als \u201eauf einmal, im selben Moment als wir mit den Dreharbeiten fertig waren, die Somalier unseres Filmteams zu tanzen begannen. Kurz darauf schlossen die Kenianer sich an. Dann wir. Diese Szene von Christen und Muslimen, Kenianern und Somaliern, die zusammen unter der gl\u00fchenden Sonne tanzten, wird mir immer im Ged\u00e4chtnis bleiben.\u201d&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span>Das Leiden aber auch der Glaube, dass Zusammenhalten etwas \u00e4ndern kann, ist die Kernbotschaft des Filmes. Der Film unter der Regie von Katja Benrath und der Kameraf\u00fchrung von Felix Striegel wurde 2016 zum Ausbildungsabschluss an der deutschen Filmhochschule Hamburg Media School &#8211; unter anderen mit Unterst\u00fctzung von KIRCHE IN NOT &#8211; produziert. Die Hilfsorganisation ist f\u00fcr ihren Einsatz f\u00fcr verfolgte Christen, die Verteidigung der Religionsfreiheit und Vers\u00f6hnung bekannt. Deshalb hatte sich Rosen, der \u201cdie Arbeit von KIRCHE IN NOT schon seit langem kennt und verfolgt\u201c sich an die Stiftung gewandt. \u201cIch suchte einen passenden Partner zu diesem Thema, da ich einen beeindruckenden, vor allem aber einen authentischen Film produzieren wollte\u201d, erl\u00e4utert&nbsp; Rosen. \u201cKIRCHE IN NOT hat mich dabei sehr unterst\u00fctzt und war f\u00fcr diesen Film wirklich ein Segen. Dieses Projekt, bei dem es viele Zwischenf\u00e4lle gab, und bei dem wir mit vielen Schwierigkeiten k\u00e4mpfen mussten, w\u00e4re ohne diese Hilfe nicht vorangekommen.\u201d<\/span><\/p>\n<p><span>\u2018Watu Wote \u2013 All of us\u2019 hat in Filmfestivals schon mehr als 60 Preise gewonnen, einschlie\u00dflich des Gold Student Academy Award, die Oscars der Filmstudenten und die Nominierung f\u00fcr die Oscars, die w\u00e4hrend der neunzigsten Oscar-Zeremonie, in der Nacht vom 4. auf den 5. M\u00e4rz in Los \u00c1ngeles, verliehen werden. \u00dcberdies wurde er als&nbsp; Bester Afrikanischer Film beim Filmfestival von Sansibar und Durban ausgezeichnet. \u201cF\u00fcr mich pers\u00f6nlich war dies ganz besonders erfreulich, da es eine Anerkennung des afrikanischen Kontinentes f\u00fcr die Authentizit\u00e4t darstellt, die wir angestrebt haben. Die Geschichte war f\u00fcr uns eine, die in ihrer Universalit\u00e4t und Aktualit\u00e4t eine Aussage trifft, die zeitgerechter kaum sein kann\u201c, so Rosen.<\/span><\/p>\n<p><span>TRAILER \u2018WATU WOTE &#8211;&nbsp; All of us\u2019: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?time_continue=1&amp;v=im59CZGHLKw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?time_continue=1&amp;v=im59CZGHLKw<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cKIRCHE IN NOT hat diesen Traum m\u00f6glich gemacht\u201d, bekr\u00e4ftigt Produzent Tobias Rosen.&nbsp;Der Film \u2018Watu Wote: All of us\u2019 wurde f\u00fcr den Oscar in der Kategorie \u201eBester Kurzspielfilm\u201c nominiert.&nbsp; Die 22 min\u00fctige Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit und erz\u00e4hlt, was Passagieren auf einer Busfahrt nach Mandera, einer kleinen Stadt im Nordosten von Kenia, an der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1472,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[4,8],"class_list":["post-1473","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized","tag-christenverfolgung","tag-islamisierung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1473"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1473\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3190,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1473\/revisions\/3190"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1472"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}