{"id":1567,"date":"2018-06-13T07:16:31","date_gmt":"2018-06-13T05:16:31","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/islamisierung-vollem-gange-html\/"},"modified":"2023-02-24T09:59:23","modified_gmt":"2023-02-24T08:59:23","slug":"islamisierung-vollem-gange-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/islamisierung-vollem-gange-html\/","title":{"rendered":"Islamisierung in vollem Gange"},"content":{"rendered":"<p><em style=\"font-size: 13.008px;\">W\u00e4hrend die Insel wenige Monate vor den&nbsp; Pr\u00e4sidentschaftswahlen eine schwere politische Krise durchlebt, wurde Erzbischof D\u00e9sir\u00e9 Tzarahazana, und der zugleich der Vorsitzende&nbsp; der Bischofskonferenz von Madagaskar ist, vom Papst zum Kardinal ernannt. <\/em><span style=\"font-size: 13.008px;\">Obgleich es schwierig ist, zuverl\u00e4ssige Statistiken zu finden, gibt der letzte \u201eBericht zur Religionsfreiheit weltweit\u201c die Anzahl der Christen auf der Insel mit 56 Prozent an. <\/span><em style=\"font-size: 13.008px;\">In einem von Am\u00e9lie de La Hougue gef\u00fchrten Interview im Rahmen seines Besuches bei der p\u00e4pstlichen Stiftung KIRCHE IN NOT sprach der Erzbischof \u00fcber die Lage in seinem Land.<\/em><\/p>\n<p><strong>Welches sind die St\u00e4rken der katholischen Kirche?<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind bereit, anzuprangern, was schlecht ist. Wir haben den Mut, uns zu \u00e4u\u00dfern und die Wahrheit zu sagen, ohne dabei zu \u00abpolitisieren\u00bb. Wir sind keine interessierte Partei wie andere Gruppierungen. So gibt es zum Beispiel protestantische Pastoren, die Minister des Pr\u00e4sidenten werden wollen. Ich kann versichern, dass die katholische Kirche in Madagaskar die einzige glaubw\u00fcrdige Institution ist.<\/p>\n<p><strong>Sind Sie auch von einer Islamisierung des Landes betroffen? <\/strong><\/p>\n<p>Ja, die zunehmende Islamisierung ist sp\u00fcrbar und sichtbar! Es ist eine Invasion. Mit Geld aus den Golfstaaten und Pakistan werden die Menschen \u00abgekauft\u00bb: Es gibt Jugendliche, die in Saudi-Arabien studieren und die dann, wenn sie nach Madagaskar zur\u00fcckkehren, das Amt eines Imams aus\u00fcben.&nbsp; Wir haben ein Treffen mit den Imamen vereinbart, um ihnen unsere Sorge mitzuteilen. Einer der Imame war ein ehemaliger Seminarist. Sicher, er sagte nicht, dass das Geld ihn angezogen habe, aber der Grund lag in der hier herrschenden Armut. Auf die Menschen wird Druck ausge\u00fcbt. Im Norden zum Beispiel gibt man den Frauen Geld, damit sie sich voll verschleiern, auf der Stra\u00dfe die Burka tragen; dies mit dem Ziel, die Ausbreitung des Islam im Land sichtbar zu machen.&nbsp; Sp\u00e4t abends ziehen diese Frauen dann wieder ihre \u00fcbliche Kleidung an.<\/p>\n<p>In meiner Di\u00f6zese werden \u00fcberall Moscheen gebaut, auch wenn es gar nicht so viele Muslime gibt. Es gibt jedoch ein Projekt mit dem Ziel, in Madagaskar mehr als 2.600 Moscheen zu bauen! &nbsp;Auch wird daf\u00fcr gesorgt, dass sehr viele Muslime aus der T\u00fcrkei hierher kommen, ein Ph\u00e4nomen, das uns sehr beunruhigt: Ein- oder zweimal die Woche bringt die Fluggesellschaft Turkish Airlines massenweise Muslime, die sich hier im Land niederlassen. Selbst mitten auf dem Land, so dass man nicht recht wei\u00df, was sie dort tun, aber sie richten sich dort ein und kehren nicht in ihr Heimatland zur\u00fcck.&nbsp; Die Bev\u00f6lkerung ist arm, aber f\u00fcr 22 Millionen Einwohner ist das Land riesig, so dass es f\u00fcr alle gen\u00fcgend Platz gibt.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sehen Sie die Gefahr eines radikalen Islam? <\/strong><\/p>\n<p>Zurzeit bemerkt man noch nicht viel davon, aber wer wei\u00df, was die Zukunft bringen wird. Sie fangen an, sich hier niederzulassen und in dem Ma\u00dfe, in dem die Anzahl an Fundamentalisten zunimmt, fragt man sich: Wann werden sie sich zeigen, wie sie wirklich sind, und dies beunruhigt uns in der Tat.<\/p>\n<p>Auf den Komoren, also&nbsp; in unserer N\u00e4he, lebt ein gro\u00dfer Teil der Bev\u00f6lkerung einen radikalen Islam und auch diese Leute ziehen in gro\u00dfer Anzahl auf das Festland nach Madagaskar, vor allem in&nbsp; Mahajanga. Dort heiraten sie einheimische Frauen. Die aus diesen Ehen hervorgehenden Kinder werden im Sinne eines radikalen Islam erzogen.<\/p>\n<p><strong>Wie reagiert die Regierung hierauf? <\/strong><\/p>\n<p>Wir haben uns bei zahlreichen Gelegenheiten versammelt, um sie zu alarmieren und ihnen diese Situation zu erkl\u00e4ren. Sie tun aber nichts, es gibt nur Heuchelei und wir fragen uns, ob wir nicht Rufer in der W\u00fcste sind \u2026 Oft treffen wir auf politische F\u00fchrer, auch hochrangige, um ihnen zu erkl\u00e4ren, was nicht funktioniert, wie, zum Beispiel, der Landraub. Einen Teil unseres Landes hat uns ein Krimineller geraubt, den die ganze Welt kennt. Sie haben ihn aber nicht nur nicht davon abgehalten, sondern er hat sogar den Gerichtsprozess gewonnen (!). Wir werden wirklich von korrupten Leuten regiert\u2026<\/p>\n<p><strong>Die Pr\u00e4sidentschaftswahlen finden im November dieses Jahres statt?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist alles etwas kompliziert. Wir wissen noch nicht, was passieren und in welche Richtung es sich entwickeln wird. Wir beten aber zu Gott, dass alles gut gehen und der Heilige Geist uns f\u00fchren m\u00f6ge, damit wir einem Chaos entkommen.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Letztes Jahr waren mehrere Angriffe auf katholische Kl\u00f6ster zu verzeichnen.&nbsp; Was ist daraus geworden? <\/strong><\/p>\n<p>Nach solchen Angriffen kehrt zun\u00e4chst Ruhe ein, dann gibt es erneut welche, leider besteht dieses Ph\u00e4nomen der Unsicherheit weiterhin und ist zu beklagen, sowohl in den St\u00e4dten als auch auf dem Land. Die Menschen haben wegen dieser Unsicherheit Angst, zur Arbeit zu gehen. Und aufgrund der Ungerechtigkeit nehmen die Leute hier das Recht selbst in die Hand. Zurzeit herrscht hier also die \u00abSelbstjustiz\u00bb&#8230;Wie Sie sehen, m\u00fcssen wir uns vielen Herausforderungen stellen, um unser Land in Ordnung zu bringen.<\/p>\n<p><strong>Vor welcher besonderen Herausforderung steht die Kirche in Ihrem Land? <\/strong><\/p>\n<p>Vor der Notwendigkeit, die Evangelisierung zu vertiefen. Ich stelle mir die folgende Frage: Warum befinden wir uns in einer derart kritischen Situation, w\u00e4hrend zugleich die Zahl der Christen zunimmt und unsere politischen F\u00fchrer mehrheitlich Christen sind? Wenn wir wirklich Christen w\u00e4ren, w\u00fcrden wir uns in einer anderen Lage befinden. Daher meine Frage: Wie tief ist unser Glaube? Rein von der Anzahl her stimmt es, aber dies ist nicht das Wesentliche. Wenn jemand seinen Glauben bezeugt, aber am n\u00e4chsten Tag seinen Nachbarn beraubt oder sich nicht f\u00fcr das Leben anderer interessiert, so handelt es sich um einen Glauben, der nicht in F\u00fclle gelebt wird.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie gen\u00fcgend Priester, die f\u00fcr die von Ihnen zuvor genannte Evangelisierung missionarisch t\u00e4tig sein k\u00f6nnten? <\/strong><\/p>\n<p>In meiner Di\u00f6zese (Toamasina) habe ich nicht gen\u00fcgend Priester, weshalb ich Missionare um Hilfe bitte. Wir bem\u00fchen uns, allen eine gute Ausbildung zu geben, angefangen bei&nbsp; den Seminaristen. Die Anzahl der Seminaristen nimmt zu,&nbsp; aber wegen der herrschenden extremen Armut m\u00fcssen wir uns immer fragen,&nbsp; ob es sich um echte Berufungen handelt oder ob sich dahinter das Bed\u00fcrfnis nach materieller Sicherheit verbirgt. Man muss deshalb gut unterscheiden. Au\u00dferdem gibt es wegen der Armut auch nicht die Stra\u00dfen und Kommunikationsmittel, \u00fcber die wir die Bev\u00f6lkerung jeder Ortschaft erreichen k\u00f6nnten, alles ist sehr schwierig. Unser Ziel ist es, \u00fcber einen Radiosender zu verf\u00fcgen, der jeden Ort unserer Di\u00f6zese erreichen kann, damit das Wort Gottes und der Kirche von allen Familien geh\u00f6rt werden kann. Und warum nicht auch einen Fernsehsender!<\/p>\n<p><strong>Herr Erzbischof, k\u00f6nnten Sie uns etwas \u00fcber die Fortbildungskurse f\u00fcr Ausbilder der gr\u00f6\u00dferen Priesterseminare sagen, die im Rahmen eines von KIRCHE IN NOT unterst\u00fctzten Projektes jeden Sommer in Rom stattfinden?<\/strong><\/p>\n<p>Dies ist wirklich eine hilfreiche Initiative, wof\u00fcr wir von Herzen danken!&nbsp; Wir sind damit sehr zufrieden und von dem Nutzen dieser Schulung \u00fcberzeugt. Wir danken Ihnen daf\u00fcr und gratulieren Ihnen zu dieser Initiative. Ich kann bezeugen, dass es eine Initiative ist, die es wert ist, dass sie fortgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p><strong>Glauben Sie, dass Papst Franziskus Madagaskar, wie im M\u00e4rz vorgeschlagen, besuchen wird? Was f\u00fcr eine Botschaft erwarten Sie sich vom Papst?<\/strong><\/p>\n<p>Ich kann es nicht ganz sicher versprechen, aber ich hoffe es. Er wei\u00df, wie sehr wir uns dies w\u00fcnschen und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er uns im n\u00e4chsten Jahr besuchen wird. Es gibt viele Botschaften, die wir gerne h\u00f6ren w\u00fcrden. Vor allem aber, dass er hervorhebt, wie wichtig es ist, gerecht zu sein, die Korruption einzud\u00e4mmen, das Land gut zu regieren\u2026damit alle versuchen, gute B\u00fcrger und Christen zu sein.<\/p>\n<p><strong>M\u00f6chten Sie sich nun an unsere Wohlt\u00e4ter wenden? <\/strong><\/p>\n<p>Die Situation in Madagaskar ist wirklich kritisch und nun treten wir in eine neue Krise ein. Deshalb brauchen wir zurzeit ganz besonders Ihre Unterst\u00fctzung. Dar\u00fcber hinaus danke ich allen Wohlt\u00e4tern f\u00fcr ihre Initiativen und Gebete. Bitte, beten Sie daf\u00fcr, dass es hier zu Ver\u00e4nderungen kommt, die im Einklang mit dem Evangelium stehen und bitte beten Sie auch f\u00fcr mich. Tausend Dank.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die Insel wenige Monate vor den&nbsp; Pr\u00e4sidentschaftswahlen eine schwere politische Krise durchlebt, wurde Erzbischof D\u00e9sir\u00e9 Tzarahazana, und der zugleich der Vorsitzende&nbsp; der Bischofskonferenz von Madagaskar ist, vom Papst zum Kardinal ernannt. 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