{"id":1571,"date":"2018-06-20T11:50:16","date_gmt":"2018-06-20T09:50:16","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/kirchen-befuerchten-beschlagnahme-html\/"},"modified":"2023-02-23T12:19:17","modified_gmt":"2023-02-23T11:19:17","slug":"kirchen-befuerchten-beschlagnahme-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/kirchen-befuerchten-beschlagnahme-html\/","title":{"rendered":"Kirchen bef\u00fcrchten Beschlagnahme"},"content":{"rendered":"<p>Der Gesetzentwurf, der eine Beschlagnahme von Kircheneigentum in Israel erm\u00f6glichen k\u00f6nnte, sei &#8222;ein systematischer und beispielloser Angriff gegen Christen&#8220; im Heiligen Land. Er versto\u00dfe gegen &#8222;die elementarsten Rechte\u201c und untergrabe \u201edas empfindliche Beziehungsgeflecht&#8220;, das \u00fcber Jahrzehnte zwischen den christlichen Gemeinschaften vor Ort und dem j\u00fcdischen Staat aufgebaut wurde. Dies schreiben die Vertreter der f\u00fcr die Verwaltung des Grabeskirche zust\u00e4ndigen Kirchen in einem Brief an Benjamin Netanyahu, in dem sie den israelischen Ministerpr\u00e4sidenten darum bitten, das Gesetz zu blockieren, da man sich ansonsten gezwungen sehe, \u201eauf die gleiche Weise zu handeln&#8220;. Der Brief tr\u00e4gt die Unterschriften des griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem Theophilos III., des armenisch-apostolischen Patriarchen Nurhan Manougian und des Kustos im Heiligen Land, Pater Francis Patton OFM.<\/p>\n<p>Das Schreiben der drei christlichen Religionsvertreter l\u00e4sst die Kontroverse mit der israelischen Regierung wieder aufleben, die Ende Februar zur einer dreit\u00e4gigen Schlie\u00dfung der Grabeskirche im Zeichen des Protests (25. bis 27. Februar) gef\u00fchrt hatte. Zuvor hatte eine Kommission sich mit dem strittigen Thema der kirchlichen Immobilien befasst, die f\u00fcr eine lange Zeit &#8211; bis zu 99 Jahre \u2013 vermietet und der Nationalen J\u00fcdischen Stiftung zur Verf\u00fcgung gestellt worden waren und die dann von den Kirchen zur Bew\u00e4ltigung der eigenen Schulden, an gro\u00dfe private Eigentumsgruppen verkauft worden waren. Das israelische Parlament hatte sich seit einiger Zeit mit der M\u00f6glichkeit befasst diese Immobilien zu beschlagnahmen, um m\u00f6gliche Eigentumskonflikte zu vermeiden, vor allem um die der bestehenden Mieterinteressen zu sch\u00fctzen. Das israelische Parlament arbeitet seither an einer Gesetzesvorlage, die die Enteignung dieser Grundst\u00fccke durch den Staat Israel m\u00f6glich machen k\u00f6nnte. I m Februar hatten die Vertreter der Ortskirchen die Proteste ausgesetzt, nachdem die israelische Regierung versprochen hatte, Verhandlungen mit den betroffenen kirchlichen Parteien \u00fcber das strittige Thema aufzunehmen. Jetzt berichten die drei Unterzeichner des Briefes an Netanjahu, dass man aus den Medien erfahren habe, dass die von ihnen angefochtene Gesetzesvorlage nicht archiviert wurde, sondern dem Ministerrat bald zur Genehmigung vorgelegt werden soll.<\/p>\n<p> Die israelische Parlamentarierin Rachel Azaria, die den Gesetzentwurf eingebracht hatte, antwortete unterdessen auf das Schreiben der Kirchenvertreter, und bekr\u00e4ftigte, es gehe nur darum die Mieter zu sch\u00fctzen, die in H\u00e4usern wohnen, die auf Kirchengrundst\u00fccken gebaut wurden und nicht um m\u00f6gliche Spekulationen. Die Abgeordnete betont auch, dass der neue Entwurf des Gesetzes allgemeine Garantien f\u00fcr den Schutz f\u00fcr private Hauseigent\u00fcmer bieten soll, deren Haus auf potenziell strittigen Grundst\u00fccken gebaut wurde und enthalte keine spezifische Hinweise auf kirchliche G\u00fcter. (Quelle: Fidesdienst, Foto: Berthold Werner\/wikipedia)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gesetzentwurf, der eine Beschlagnahme von Kircheneigentum in Israel erm\u00f6glichen k\u00f6nnte, sei &#8222;ein systematischer und beispielloser Angriff gegen Christen&#8220; im Heiligen Land. Er versto\u00dfe gegen &#8222;die elementarsten Rechte\u201c und untergrabe \u201edas empfindliche Beziehungsgeflecht&#8220;, das \u00fcber Jahrzehnte zwischen den christlichen Gemeinschaften vor Ort und dem j\u00fcdischen Staat aufgebaut wurde. 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