{"id":161,"date":"2013-06-07T09:38:56","date_gmt":"2013-06-07T09:38:56","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/verbot-fuer-christen-sich-zu-versammeln-html\/"},"modified":"2022-12-06T15:34:00","modified_gmt":"2022-12-06T15:34:00","slug":"verbot-fuer-christen-sich-zu-versammeln-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/verbot-fuer-christen-sich-zu-versammeln-html\/","title":{"rendered":"Verbot f\u00fcr Christen sich zu versammeln"},"content":{"rendered":"<p><span>Das kleine Land am Persischen Golf hat die geringste Analphabetenrate der arabischen Welt und beheimatet die Nachrichtenagentur Al Jazeera. Von den etwa 1,8 Millionen Einwohnern sind etwa 90.000 Christen. Und die leiden zum Teil nicht unerheblich unter Verfolgung.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><strong>Keine Versammlungsfreiheit f\u00fcr die christlichen Arbeitsmigranten<\/strong><br \/><span>Die meisten Christen in Katar sind Arbeitsmigranten aus L\u00e4ndern wie den Philippinen, Bangladesh, Indien, Sri Lanka und Pakistan. Viele von ihnen leben in sogenannten &#8222;Arbeitslagern&#8220;. Sie arbeiten von fr\u00fchmorgens bis sp\u00e4t in die Nacht, manchmal sieben Tage die Woche. Nach der Arbeit kehren sie in ihre Arbeitslager zur\u00fcck, wo sie essen und schlafen. Die Arbeitsbedingungen sind sehr hart. Auf den Baustellen, wo viele arbeiten, herrscht im Sommer eine unertr\u00e4gliche Hitze. 50 Grad Celsius und mehr sind keine Seltenheit. Immer wieder sterben Arbeiter an Hitzschlag oder vor Ersch\u00f6pfung. Christliche Aktivit\u00e4ten in den Arbeitslagern sind verboten, Zusammenk\u00fcnfte m\u00fcssen im Geheimen stattfinden. Migrantinnen, die in Privath\u00e4usern arbeiten, stehen oft in der Gefahr, sexuell missbraucht zu werden. Auch andere Formen von Gewalt und k\u00f6rperlicher Misshandlung sind nicht ungew\u00f6hnlich. Das Leben einer Frau z\u00e4hlt nicht viel. Ihre soziale Stellung ist schwach. Frauen sind abh\u00e4ngig von der Willk\u00fcr ihrer m\u00e4nnlichen muslimischen Vorgesetzten.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><strong>Einheimischen Christen droht die Todesstrafe<\/strong><br \/><span>Es gibt nur sehr wenige einheimische Christen und die meisten von ihnen versuchen, ihren Glauben geheim zu halten. Immerhin muss man in Katar mit der Todesstrafe rechnen, wenn man sich vom Islam abwendet und zum Christentum konvertiert. Selbst wenn die Strafe seit vielen Jahren nicht mehr vollstreckt wurde, ist der Druck von Seiten der Familie auf die Konvertiten enorm.&nbsp;<\/span><span>Das folgende Zitat eines Christen aus Katar zeigt, wie gef\u00e4hrlich es hier f\u00fcr einen Muslim ist, Christ zu werden. Befragt nach den m\u00f6glichen Konsequenzen f\u00fcr einen solchen &#8222;Abgefallenen&#8220;, schildert er: &#8222;Wenn er 10 Jahre alt ist, wird sein Vater ihm Verse aus dem Koran zeigen. Wenn er 15 Jahre alt ist, wird sein Vater mit ihm in eine Moschee gehen, um ihn den Islam zu lehren. Wenn er 20 Jahre alt ist, wird einer seiner Cousins ihn t\u00f6ten oder die Familie wird jemanden bezahlen, der ihn f\u00fcr sie t\u00f6tet.&#8220; Immer wieder gibt es Berichte von ehemaligen Muslimen, die von ihrer Familie oder von Arbeitskollegen k\u00f6rperlich misshandelt werden. Aus Angst versuchen viele Christen, ihren Glauben geheim zu halten.<\/span><\/p>\n<p><span><strong>Christliche Kirchen nur f\u00fcr Besucher<br \/><\/strong><span>Das kleine Land am Persischen Golf hat die geringste Analphabetenrate der arabischen Welt und beheimatet die Nachrichtenagentur Al Jazeera. Katar ist bestrebt, der \u00fcbrigen Welt ein gutes Bild von sich zu zeigen. Im Jahr 2022 soll hier die Fussballweltmeisterschaft stattfinden. Das Land m\u00f6chte eine logistische Drehscheibe zwischen dem Westen und dem Nahen Osten sein. So war es das einzige arabische Land, das sich an den alliierten Luftangriffen auf Libyen beteiligt hat. Derzeit baut man eine dritte christliche Kirche im Land. Doch erstens ist auch dieses Geb\u00e4ude zu klein f\u00fcr die christliche Gemeinschaft im Land&nbsp;und zweitens sind alle Kirchen nur f\u00fcr Besucher aus dem Ausland gedacht. (Quelle: Open Doors, Bild: TUBS)<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das kleine Land am Persischen Golf hat die geringste Analphabetenrate der arabischen Welt und beheimatet die Nachrichtenagentur Al Jazeera. Von den etwa 1,8 Millionen Einwohnern sind etwa 90.000 Christen. 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