{"id":1623,"date":"2018-09-13T12:56:39","date_gmt":"2018-09-13T10:56:39","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/vierzehn-christen-ermordet-html\/"},"modified":"2023-02-23T11:58:32","modified_gmt":"2023-02-23T10:58:32","slug":"vierzehn-christen-ermordet-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/vierzehn-christen-ermordet-html\/","title":{"rendered":"Vierzehn Christen ermordet"},"content":{"rendered":"<p>Am Abend des 6. September haben Mitglieder der ehemaligen, mehrheitlich islamischen Seleka im Nordosten der Zentralafrikanische Republik 14 Christen get\u00f6tet. Die meisten der Opfer sind Frauen und Kinder. Sie befanden sich mutma\u00dflich auf dem R\u00fcckweg von der Feldarbeit in ihre derzeitige Unterkunft, ein gro\u00dfes Fl\u00fcchtlingslager nahe der Provinzhauptstadt Bria.<\/p>\n<p>Wir h\u00f6rten davon, dass sie umgebracht wurden. Aber niemand hatte den Mut, sofort nach ihren Leichen zu suchen. Erst heute Morgen zogen einige Jugendliche los und holten sie\u201c, erkl\u00e4rte ein Gemeindeleiter am Morgen nach der Tat gegen\u00fcber Open Doors. Die Leichen der beiden M\u00e4nner wiesen Schusswunden auf, w\u00e4hrend die Frauen und Kinder offenbar an Schnittverletzungen starben. Mindestens eine der Frauen war schwanger. \u201eAll diese Frauen ermordet! Es ist schrecklich\u201c, klagt Gedeon, einer der im Lager lebenden Christen.<\/p>\n<p><strong>Christen f\u00e4lschlich beschuldigt und verfolgt<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten der 50.000 Bewohner des Fl\u00fcchtlingscamps \u201ePK3\u201c sind Christen sowie Anh\u00e4nger traditioneller Religionen. Trotz der j\u00fcngsten Friedengespr\u00e4che gilt die Sicherheitslage weiterhin als angespannt. Christen in Bria werden von mindestens vier Nachfolgeorganisationen der Ende 2013 offiziell aufgel\u00f6sten Seleka unter Druck gesetzt. \u201eSie wollen hier keine Christen sehen\u201c, erkl\u00e4rte ein lokaler Gemeindeleiter. \u201eSie sagen, dass alle Christen zu den Anti-Balaka geh\u00f6ren; wenn man erwischt wird, ist man erledigt. Sie behaupten f\u00e4lschlicherweise, dass sogar Kirchenf\u00fchrer Leiter der Anti-Balaka sind.\u201c<\/p>\n<p>Zum Hintergrund: Truppen der Seleka-Miliz st\u00fcrzten 2013 die Regierung und ver\u00fcbten zahlreiche Gr\u00e4ueltaten an der \u00fcberwiegend christlichen Bev\u00f6lkerung. Unter anderem als Reaktion darauf entstand die \u201eAnti-Balaka\u201c, eine Art B\u00fcrgerwehr, deren f\u00e4lschliche Einordnung als \u201echristlich\u201c sich hartn\u00e4ckig h\u00e4lt. Pastoren und Kirchenleiter werden nicht m\u00fcde, sich von dem brutalen Vorgehen dieser Gruppe zu distanzieren.<\/p>\n<p><strong>\u201eWir verlassen uns allein auf Gebete\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Christen in Bria leben zurzeit in Angst: \u201eChristen gehen nie in die Stadt. Wenn sie das tun, werden sie bedroht, verhaftet und zur Zahlung von Geldbu\u00dfen aufgefordert, bevor sie freigelassen werden. [\u2026] Alle Stra\u00dfen sind verbarrikadiert, und wenn du dich hinauswagst, gehst du auf eigene Gefahr. Wir Christen k\u00f6nnen nichts tun, wir haben kein Essen, keine Zuflucht. Wir verlassen uns allein auf Gebete. Bitte betet f\u00fcr uns!\u201c (Quelle: Open Doors, Bild: TUBS)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Abend des 6. September haben Mitglieder der ehemaligen, mehrheitlich islamischen Seleka im Nordosten der Zentralafrikanische Republik 14 Christen get\u00f6tet. Die meisten der Opfer sind Frauen und Kinder. 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