{"id":1635,"date":"2018-09-27T13:02:53","date_gmt":"2018-09-27T11:02:53","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/konvertiten-werden-mit-dem-tod-bedroht-html\/"},"modified":"2023-02-23T10:32:42","modified_gmt":"2023-02-23T09:32:42","slug":"konvertiten-werden-mit-dem-tod-bedroht-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/konvertiten-werden-mit-dem-tod-bedroht-html\/","title":{"rendered":"Konvertiten werden mit dem Tod bedroht"},"content":{"rendered":"<p>Pakistan: Zum Christentum konvertierte Muslime werden mit dem Tod bedroht.&nbsp;<em style=\"font-size: 13.008px;\">Dies ist die Geschichte &nbsp;von Kainut, einem mutigen 20-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen, das als Muslima aufwuchs, mit einer christlichen Mutter und einem muslimischen Vater, und beschloss, katholisch zu werden. In der Folge leiden sie und ihre Familie unter Bedrohungen, Diskriminierung und Schlimmerem. Gem\u00e4\u00df islamischer Rechtsprechung kann ein Mensch, der den Islam verl\u00e4sst, ungestraft get\u00f6tet werden. Kainut, die nun Medizin studiert, erz\u00e4hlt der p\u00e4pstlichen Stiftung KIRCHE IN NOT von ihrem Leben und ihrer folgenschweren Entscheidung:&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>\u201cDie Geschichte meiner Mutter ist wie folgt: Als Sch\u00fclerin wurde sie von Muslimen entf\u00fchrt, die sie dazu zwangen, den Islam anzunehmen und meinen Vater zu heiraten. Es ist in meiner Provinz eine \u00fcbliche Praxis, hinduistische und christliche M\u00e4dchen zum Islam zwangszukonvertieren. Meine Mutter akzeptierte meinen Vater als ihren Ehemann und begann, mit ihm ein normales Leben zu f\u00fchren. Sie hatten vier Kinder \u2014ich bin die \u00c4lteste und habe zwei j\u00fcngere Br\u00fcder und eine j\u00fcngere Schwester.<\/p>\n<p>Trotzdem ging meine Mutter heimlich in die Kirche und oft ging ich mit ihr. Sie las zuhause in der Bibel. Es war klar, dass sie den Islam nicht angenommen hatte; in ihrem Herzen war sie Christin geblieben. Auch ich begann, in der Bibel zu lesen und regelm\u00e4\u00dfig mit meiner Mutter in die Kirche zu gehen. Einmal war ich in der Kirche und die Menschen stellten sich in einer Reihe auf, um die Kommunion zu empfangen. Ich stellt mich dazu, doch jemand sagte mir, dass ich nicht zur Kommunion gehen k\u00f6nne, da ich keine Christin sei. Ich brach daraufhin in Tr\u00e4nen aus.<\/p>\n<p>Ich sagte meiner Mutter, dass ich die Heilige Kommunion empfangen wolle, dass der Herr Jesus Christus auch mein Retter sei. Doch irgendwie bekam mein Vater dies mit und verbot uns, zur Kirche zu gehen. Ein Jahr lang gingen wir nicht mehr hin. Dann starb mein Vater. Meine Gro\u00dfeltern zwangen meine Mutter, einen Cousin meines Vaters zu heiraten, auch dies eine \u00fcbliche Praxis, da nach Ansicht der Muslime Frauen den Schutz durch einen Mann ben\u00f6tigen. Meine Mutter str\u00e4ubte sich, doch sie hatte keine Wahl und heiratete ihn. Ich war zu der Zeit 14.<\/p>\n<p>Dieser Mann war ebenfalls sehr streng, doch ich begann t\u00e4glich zuhause in der Bibel zu lesen. Mein Stiefvater versuchte oft, mich daran zu hindern, aber meine Mutter unterst\u00fctzte mich. Als ich die ganze Bibel durchgelesen hatte, sagte ich meiner Mutter, ich wolle Christin werden. Meine Mutter war sehr in Sorge, dass meine Gro\u00dfeltern oder andere Verwandte uns t\u00f6ten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Trotzdem ging ich mit meiner Mutter in die Kirche und bat einen Priester, mich zu taufen. Doch er war unsicher: \u2018Das ist ein gro\u00dfes Risiko. Es tut mir leid, aber ich kann dich nicht taufen\u2019, sagte er. Der Priester hatte Angst, dass meine Verwandten oder andere muslimische Fanatiker uns t\u00f6ten w\u00fcrden, wenn sie herausf\u00e4nden, dass er mich getauft hatte, und er wollte auch seine eigenen Gemeindemitglieder nicht in Gefahr bringen. Ich sagte ihm: \u2018Pater, ich bin bereit, f\u00fcr Christus zu sterben\u2026\u2019<\/p>\n<p>Dann begannen die Sommerferien und wir fuhren in eine andere Provinz, um meine Tante, die Schwester meiner Mutter, zu besuchen. Wir gingen mit ihr in die Kirche und wieder traf ich einen Priester und erz\u00e4hlte ihm von meinem Wunsch, Christin zu werden. Er war sehr nett und gab mir ein paar B\u00fccher zum Lesen mit. Wir verbrachten drei Monate im Haus meiner Tante und gingen t\u00e4glich in die Kirche. Und eines sonntags nach der Messe fragte mich der Priester: \u2018Mein Kind, bist du bereit f\u00fcr die Taufe? \u2019 Ich war sehr gl\u00fccklich und sagte Ja. Schlie\u00dflich empfingen im Jahr 2013 wir alle \u2013 meine beiden Br\u00fcder, meine Schwester und ich \u2013 das Sakrament der Taufe. Es war einfacher in der Kirche dort, denn wir waren weit weg von zuhause. &nbsp;<\/p>\n<p>Als wir wieder in unsere Heimatstadt zur\u00fcckkamen, hatte mein Stiefvater irgendwie herausgefunden, dass wir konvertiert waren, und bot meiner Mutter die Scheidung an, die sie freudigen Herzens akzeptierte. Meine Mutter fand eine Arbeitsstelle und mietete eine Wohnung; alles ging einen guten Gang. Wir gingen regelm\u00e4\u00dfig zur Kirche und mein geistlicher Begleiter kontaktierte den Priester, der mich getauft hatte, um sicherzugehen, dass ich die Heilige Kommunion empfangen durfte; alles war perfekt!<\/p>\n<p>Dann st\u00fcrmten eines Abends im Jahr 2016 auf einmal mein Ex-Stiefvater und seine Angeh\u00f6rigen in unsere Wohnung. Er sagte meiner Mutter, er k\u00e4me, um mich mitzunehmen, denn sie w\u00fcrden es nicht zulassen, dass ich einen christlichen Jungen heiratete. Stattdessen wollten sie mich einem 54-j\u00e4hrigen muslimischen Mann zur Frau geben \u2013 ich war gerade 18. Meine Mutter stritt mit ihm, rief unseren Priester und die Polizei. Als die Polizei kam, gingen sie weg.<\/p>\n<p>Ich berichtete meinem geistlichen Begleiter von der Begebenheit. Er brachte mich in einem von Ordensschwestern gef\u00fchrten Wohnheim unter, wo ich mich auf die Aufnahmepr\u00fcfung f\u00fcr die Universit\u00e4t vorbereitete. Ich m\u00f6chte gerne \u00c4rztin werden und der Menschheit dienen.<\/p>\n<p>Doch unsere Schwierigkeiten sind noch nicht vorbei. Im Oktober 2017 schossen meine muslimischen Verwandten auf einen meiner Br\u00fcder. Die Kugel verletzte seine Lungen und Rippen; er ist immer noch im Krankenhaus und k\u00e4mpft dort um sein Leben. Meine Familie erh\u00e4lt Morddrohungen und ich wei\u00df nicht, was uns in Zukunft geschehen wird \u2014doch unsere Hoffnung ist in unserem Herrn Jesus Christus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pakistan: Zum Christentum konvertierte Muslime werden mit dem Tod bedroht.&nbsp;Dies ist die Geschichte &nbsp;von Kainut, einem mutigen 20-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen, das als Muslima aufwuchs, mit einer christlichen Mutter und einem muslimischen Vater, und beschloss, katholisch zu werden. In der Folge leiden sie und ihre Familie unter Bedrohungen, Diskriminierung und Schlimmerem. 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