{"id":1641,"date":"2018-10-08T11:55:45","date_gmt":"2018-10-08T09:55:45","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/pastoren-verhaftet-und-vertrieben-html\/"},"modified":"2023-02-22T09:01:25","modified_gmt":"2023-02-22T08:01:25","slug":"pastoren-verhaftet-und-vertrieben-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/pastoren-verhaftet-und-vertrieben-html\/","title":{"rendered":"Pastoren verhaftet und vertrieben"},"content":{"rendered":"<p>Im Nordosten Myanmars hat die paramilit\u00e4rische Organisation United Wa State Army (UWSA) damit begonnen, eine massive Kampagne gegen Christen zu fahren. In den vergangenen Wochen wurden 92 Pastoren gefangen genommen, 41 Bibelsch\u00fcler dazu gezwungen, in die Dienste der Armee zu treten, mehrere Kirchen geschlossen oder zerst\u00f6rt und Priester verh\u00f6rt und vertrieben.<\/p>\n<p><strong>\u201eUntersuchungen\u201c von Kirchen und Pastoren<\/strong><\/p>\n<p>Die UWSA k\u00e4mpft als milit\u00e4rischer Arm der United Wa State Party (UWSP) f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit eines eigenen Staats der Wa-Ethnie. Anfang September hat sie laut Berichten \u00fcber Facebook angek\u00fcndigt, alle Kirchen, Missionare und christlichen Lehrer in dem selbsternannten autonomen Gebiet der Wa zu \u201euntersuchen\u201c. Dabei sollen alle Kirchen zerst\u00f6rt werden, die gebaut wurden, nachdem die UWSP 1989 aus der Kommunistischen Partei Myanmars hervorging. Ausgenommen ist lediglich eine Kirche, die mit Erlaubnis der Regierung errichtet wurde. Auch in Zukunft sollen keine Kirchen gebaut werden und ausl\u00e4ndische Gemeindearbeiter aus der Region ausgewiesen werden.<\/p>\n<p>Ein Pastor, der Sprecher der baptistischen Gemeinden in der Region ist, sagte, 52 Kirchen seien geschlossen und drei Kirchen sogar zerst\u00f6rt worden. Die katholische Nachrichtenagentur UCAN berichtet, alle baptistischen Schulen seien geschlossen worden. Die Miliz habe au\u00dferdem eine Gruppe katholischer Geistlicher und Lehrer der Region verwiesen. Bereits im September erkl\u00e4rte ein Sprecher der UWSA: \u201eDie milit\u00e4rische F\u00fchrung der Wa glaubt, dass sich religi\u00f6se Extremisten im Wa-Gebiet befinden, einschlie\u00dflich Missionare, die keine offizielle Erlaubnis haben, und Mitglieder des Klerus, die au\u00dferhalb des Gesetzes arbeiten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Bekehrungen zum christlichen Glauben sollen verhindert werden<\/strong><\/p>\n<p>Pastoren aus Myanmar sch\u00e4tzten die Bem\u00fchungen der UWSA gegen\u00fcber dem Nachrichtendienst Radio Free Asia (RFA) als Versuch ein, Menschen davon abzuhalten, den christlichen Glauben anzunehmen. Reverend Soe Naing sagte RFA: \u201eWir h\u00f6ren davon, dass die UWSA Geistliche befragt, ob sie Entwicklungsarbeit betreiben oder versuchen, Menschen zur Konversion zu bewegen. Sie untersuchen, ob Kirchen f\u00fcr eine christliche Gemeinschaft da sind oder ob sie gebaut werden, um Menschen zu missionieren.\u201c<\/p>\n<p>Nach der Ank\u00fcndigung und den ersten Aktionen der UWSA deutet viel darauf hin, dass sich die Lage der Christen im Nordosten Myanmars weiter verschlechtern k\u00f6nnte. Christen machen etwa acht Prozent der Bev\u00f6lkerung des Landes aus. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors rangiert Myanmar aktuell auf Rang 24 unter den L\u00e4ndern, in denen Christen weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt werden. (<em style=\"font-size: 13.008px;\">Quellen: Open Doors, World Watch Monitor, Radio Free Asia, UCAN)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Nordosten Myanmars hat die paramilit\u00e4rische Organisation United Wa State Army (UWSA) damit begonnen, eine massive Kampagne gegen Christen zu fahren. 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