{"id":1667,"date":"2018-11-15T09:18:27","date_gmt":"2018-11-15T08:18:27","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/wiederaufbau-hat-begonnen-html\/"},"modified":"2023-02-23T11:36:26","modified_gmt":"2023-02-23T10:36:26","slug":"wiederaufbau-hat-begonnen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wiederaufbau-hat-begonnen-html\/","title":{"rendered":"Wiederaufbau hat begonnen"},"content":{"rendered":"<p id=\"content-1796\">\u201eMit unseren H\u00e4usern bekommen wir auch unser Leben zur\u00fcck\u201c &#8211; Im christlichen Viertel von Homs beginnt der Wiederaufbau.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">Die Altstadt von Homs war vor dem Krieg Heimat f\u00fcr die Christen. Dort befinden sich auch ihre Kirchen und Kathedralen \u2013 oder was davon nach den Jahren des Krieges noch \u00fcbrig ist. Die letzte Hochburg des sogenannten \u201eIslamischen Staates\u201c ist im Sommer 2017 gefallen. Unz\u00e4hlige Opfer und schwere Zerst\u00f6rungen waren die Folge der lang anhaltenden K\u00e4mpfe. Schwarze Steine \u2013 das traditionelle Baumaterial in den alten Vierteln von Homs \u2013 stapeln sich in den engen Gassen. Teilweise wuchern Gras und Geb\u00fcsch \u00fcber die Tr\u00fcmmer. Doch \u00fcber das Leid der Menschen ist l\u00e4ngst kein Gras gewachsen.<\/span><\/p>\n<p><strong>\u201eEin Wunder, dass wir noch leben\u201c<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir kauerten in unmittelbarer Entfernung, als unser Haus von Granaten getroffen wurde\u201c, erz\u00e4hlt Elias Ghattas. Sein Sohn Baschar (25) und seine Frau Lina waren bei ihm. \u201eUnser Sohn hat beim Angriff ein Auge verloren. Ich erlitt einen Nervenzusammenbruch\u201c, erz\u00e4hlt Lina mit leiser Stimme. \u201eEin Milit\u00e4rfahrzeug drang durch die Tr\u00fcmmer zu uns vor und brachte uns in Krankenhaus. Es ist ein Wunder, das wir noch leben.\u201c<\/p>\n<p>Dieses Wunder gilt auch f\u00fcr den \u00e4lteren Sohn Thamin. \u201eAls der Krieg begann, wurde er sofort zum Milit\u00e4r einberufen\u201c, sagt Elias. \u201eEr k\u00e4mpft seit sieben Jahren in der Armee, blieb seitdem Gott sei Dank unverletzt. Er ist nur selten zu Hause.\u201c Zu Hause \u2013 das sind seit der Bombardierung drei verschiedene Notunterk\u00fcnfte. Jetzt lebt die Familie nur rund 500 Meter entfernt von ihrem schwer besch\u00e4digten Haus, in einer kleinen Wohnung im vierten Stock. Der Wohnraum dient auch als Schlafzimmer, an der Wand gestapelte Matratzen zeugen davon. Die Wohnsituation ist f\u00fcr Elias eine Tortur. \u201eIch habe ein gebrochenes Bein, das nicht richtig zusammengewachsen ist. Jeden Tag ein paar Mal die Treppe zur Wohnung rauf und runter \u2013 das tut mir sehr weh.\u201c Der \u00c4rger \u00fcber die Situation ist ihm anzusehen. Aber eine andere Wohnung sei einfach nicht drin: \u201eDie Mieten steigen, denn der Wohnraum ist knapp.\u201c<\/p>\n<p><strong>Flucht kam nie infrage<\/strong><\/p>\n<p>Flucht, wie f\u00fcr so viele andere Einwohner von Homs, kam f\u00fcr die Familie trotz Gefahr und widriger Umst\u00e4nde nie infrage. \u201eW\u00e4hrend der IS-Besatzung blieben hier ungef\u00e4hr 40 Christen zur\u00fcck. Das waren haupts\u00e4chlich \u00e4ltere Menschen, die sich weigerten zu fliehen, und Kranke, die nicht wegkonnten\u201c, so Elias. Gebet und Gottvertrauen seien die beiden Kraftquellen gewesen, warum auch sie geblieben sind. \u201eUnsere Familie war der Kirche immer eng verbunden. Der Kontakt mit anderen Christen st\u00e4rkt uns.\u201c<\/p>\n<p>Nun ist dieser Kontakt mit der Kirche zum Beginn f\u00fcr eine neue Zukunft geworden. Denn das Haus der Familie Ghattas ist das erste in der Gemeinde, das wiederaufgebaut wird. Weitere sollen schnell folgen. Eine Gruppe von Bauingenieuren hat in einem ersten Schritt die Sch\u00e4den erfasst, Kosten und Arbeitsaufwand sorgf\u00e4ltig ermittelt. Das Geld f\u00fcr die hundert ersten H\u00e4user ist erst einmal gesichert \u2013 es kommt vom weltweiten p\u00e4pstlichen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c.<\/p>\n<p><strong>\u201eWir Christen geh\u00f6ren zu Syrien\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der Wiederaufbau geht gut voran, wie Hassib Makhoul erz\u00e4hlt. Er ist der verantwortliche Ingenieur. \u201eWir arbeiten seit einem Monat an diesem Haus. Elektrik und Wasser funktionieren schon wieder. Fassade und Eingangsbereich sind so gut wie fertig.\u201c Der Anfang sei gemacht. \u201eEs ist beeindruckend, was die Wohlt\u00e4ter von ,Kirche in Not\u1ffe f\u00fcr uns tun.\u201c<\/p>\n<p>Der junge Baschar packt bei den Renovierungsarbeiten mit an, zeigt seinem Vater jeden Tag die Fortschritte. Vom Dach des Hauses aus blicken die beiden auf ihr Stadtviertel. \u201eAb der n\u00e4chsten Stra\u00dfe beginnt eine Gegend, die noch immer Milit\u00e4rzone ist\u201c, sagt Baschar. \u201eWir sind froh, dass wir schon bald zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. Mit den H\u00e4usern bekommen wir auch wieder unser Leben zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Der junge Mann tr\u00e4umt von einem eigenen kleinen Reparaturladen, um den Lebensunterhalt f\u00fcr sich und seine Eltern bestreiten zu k\u00f6nnen. Auch er hat nie an Auswanderung gedacht. Denn die sei teuer und gef\u00e4hrlich. \u201eUnd ich kann doch meinen Bruder Thamin, der bei der Armee ist, nicht im Stich lassen.\u201c Seine Sehnsucht gehe nur in eine Richtung: \u201eFrieden, endlich Frieden f\u00fcr Syrien. Ich denke nicht an Politik. Ich denke nur daran, was f\u00fcr alle B\u00fcrger das Beste ist: eine Entwicklung, die es uns erm\u00f6glicht, unsere Heimat wiederaufzubauen. Dabei wollen wir Christen mithelfen, denn wir geh\u00f6ren zu Syrien.\u201c<\/p>\n<p><em>Seit Kriegsbeginn hat KIRCHE IN NOT die notleidenden Christen in Syrien mit mehr als 25 Millionen Euro unterst\u00fctzt. Mehr Infos unter:&nbsp;<span style=\"color: #ffffff;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.syrien.kircheinnot.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #ffffff;\">www.syrien.kircheinnot.at<\/span><\/a><\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p><em>Um den Wiederaufbau in Syrien weiter voranzutreiben und der Bev\u00f6lkerung materiell wie pastoral beistehen zu k\u00f6nnen, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden \u2013 entweder&nbsp;<span style=\"color: #ffffff;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/Wie_Sie_helfen\/Spenden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #ffffff;\">hier online<\/span><\/a><\/strong><\/span>&nbsp;oder auf folgendes Spendenkonto:<\/em><\/p>\n<p><em>Empf\u00e4nger: KIRCHE IN NOT&nbsp;<br \/>IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600&nbsp;<br \/>BIC: GIBAATWWXXX&nbsp;<br \/>Verwendungszweck: Christen in Syrien<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eMit unseren H\u00e4usern bekommen wir auch unser Leben zur\u00fcck\u201c &#8211; Im christlichen Viertel von Homs beginnt der Wiederaufbau.&nbsp;Die Altstadt von Homs war vor dem Krieg Heimat f\u00fcr die Christen. 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