{"id":1681,"date":"2018-11-30T09:40:40","date_gmt":"2018-11-30T08:40:40","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/blasphemievorwuerfe-187-christen-haft-html\/"},"modified":"2023-02-23T10:32:07","modified_gmt":"2023-02-23T09:32:07","slug":"blasphemievorwuerfe-187-christen-haft-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/blasphemievorwuerfe-187-christen-haft-html\/","title":{"rendered":"Blasphemievorw\u00fcrfe: 187 Christen in Haft"},"content":{"rendered":"<p><span>In Pakistan befinden sich kirchlichen Angaben zufolge zahlreiche Christen wegen Blasphemie-Vorw\u00fcrfen in Haft. &#8222;Es gibt 187 Christen, die im Gef\u00e4ngnis sitzen, weil sie der Gottesl\u00e4sterung beschuldigt werden&#8220;, sagte der Leiter des Friedenszentrums in Lahore, der Dominikanerpater James Channan, bei einem Besuch in Deutschland. Darunter sei ein katholisches Ehepaar, dem &#8211; wie zuvor der pakistanischen Christin Asia Bibi &#8211; die Todesstrafe drohe.<\/span><\/p>\n<p><span>Es handele sich um Safqat und Shagufta Bibi, die mit Asia Bibi nicht verwandt seien. Die Eheleute bef\u00e4nden sich &#8222;in zwei unterschiedlichen Gef\u00e4ngnissen im Todestrakt&#8220;, sagte Channan. Sie w\u00fcrden beschuldigt, blasphemische SMS-Kurznachrichten gesendet beziehungsweise weitergeleitet zu haben. Das Ehepaar weise die Anschuldigung als falsch zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p><span>&#8222;Sie brauchen Hilfe, um aus dem Gef\u00e4ngnis entlassen zu werden&#8220;, so Channan. Er \u00e4u\u00dferte sich anl\u00e4sslich der Pr\u00e4sentation des 14. Berichts zur Religionsfreiheit, den die p\u00e4pstliche Stiftung &#8222;Kirche in Not&#8220; am Mittwoch vorstellte.<\/span><\/p>\n<p><span>Laut dem Bericht, der in der vergangenen Woche bereits bei einer Pressekonferenz in Rom pr\u00e4sentiert wurde, leben 61 Prozent aller Menschen in L\u00e4ndern, die Religionsfreiheit nicht respektieren. Dies betreffe nicht nur Christen. &#8222;Wo Christen unterdr\u00fcckt und verfolgt werden, werden fast immer auch andere Religionsgemeinschaften unterdr\u00fcckt und verfolgt&#8220;, sagte Berthold Pelster, Menschenrechtsexperte von &#8222;Kirche in Not&#8220; Deutschland bei dem Medientermin in Frankfurt. Dies gelte etwa f\u00fcr China, Indien und Pakistan, wo &#8222;unter dem Missbrauch der Blasphemie-Gesetze nicht nur Christen, sondern auch Muslime leiden&#8220;.<\/span><\/p>\n<p><span>In Pakistan seien 96 Prozent der Bev\u00f6lkerung Muslime und 1,8 Prozent Christen, hie\u00df es. Obwohl Pakistan ein islamischer Staat sei, garantiere die Verfassung die Religionsfreiheit, betonte Pater Channan. Trotz der Minderheitensituation h\u00e4tten Christen auch Rechte. Sie k\u00f6nnten Bibeln oder den Katechismus ver\u00f6ffentlichen, Kirchen bauen und private Fernsehsender betreiben. Es gebe seit 50 Jahren verschiedene Dialog-Initiativen zwischen Christen und Muslimen, um dem islamistischen Extremismus entgegenzuwirken. Ein Beispiel sei das 2010 gegr\u00fcndete Friedenszentrum in Lahore.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p>Mehr Infos \u00fcber die Situation der Christen und der Religionsfreiheit in Pakistan unter: <span style=\"text-decoration: underline; color: #ffffff;\"><strong><a href=\"http:\/\/religious-freedom-report.org\/de\/report-de\/?report=1811\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #ffffff; text-decoration: underline;\">www.religionsfreiheit-weltweit.at<\/span><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Pakistan befinden sich kirchlichen Angaben zufolge zahlreiche Christen wegen Blasphemie-Vorw\u00fcrfen in Haft. &#8222;Es gibt 187 Christen, die im Gef\u00e4ngnis sitzen, weil sie der Gottesl\u00e4sterung beschuldigt werden&#8220;, sagte der Leiter des Friedenszentrums in Lahore, der Dominikanerpater James Channan, bei einem Besuch in Deutschland. 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