{"id":1695,"date":"2018-12-17T14:54:13","date_gmt":"2018-12-17T13:54:13","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/fulani-eine-unbeachtete-tragoedie-html\/"},"modified":"2023-02-22T09:10:53","modified_gmt":"2023-02-22T08:10:53","slug":"fulani-eine-unbeachtete-tragoedie-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/fulani-eine-unbeachtete-tragoedie-html\/","title":{"rendered":"Fulani: Eine unbeachtete Trag\u00f6die"},"content":{"rendered":"<p>Der Norden Nigerias leidet nicht nur unter den Angriffen der Terrorgruppe Boko Haram. Zur schrecklichen Lage tragen ebenfalls die blutigen Anschl\u00e4ge der Fulani-Hirten auf die Christen im sogenannten Mittelg\u00fcrtel (Middle Belt) des Landes bei.<strong><em>&nbsp;<\/em><\/strong>\u201eEs handelt sich um eine Zeitbombe, die die gesamte Region zu verw\u00fcsten droht\u201c, so Bischof William Amove Avenya von Gboko im Gespr\u00e4ch mit der P\u00e4pstlichen Stiftung <em>KIRCHE IN NOT<\/em>. In seinem Bistum im mehrheitlich christlichen Staat Benue seien&nbsp; die Fulani \u201ebis an die Z\u00e4hne bewaffnet\u201c. Sie w\u00fcrden \u201eSchwangere und Kinder t\u00f6ten und unsere Bauernh\u00f6fe zerst\u00f6ren\u201c. Die christlichen Bauern w\u00fcrden Opfer gewaltt\u00e4tiger Angriffe seitens der mit zahlreichen Waffen ausgestatteten muslimischen Nomaden aus der Sahelzone. Sie h\u00e4tten seit 2010 tausende Tote verursacht und seien au\u00dferdem f\u00fcr die Vertreibung unz\u00e4hliger Menschen verantwortlich. \u201eIm Jahre 2018 haben die Fulani viel mehr Opfer gefordert als Boko Haram. Aber es geschieht nichts dagegen\u201c, sagt der Bischof.<\/p>\n<p>Laut Bischof Avenya ergreifen die Beh\u00f6rden keine geeigneten Ma\u00dfnahmen, um dieser Gewalt ein Ende zu setzen. Er prangert ihr Schweigen und das der Medien an. Im Rahmen seiner Reise nach Europa aus Anlass der Vorstellung des von der P\u00e4pstlichen Stiftung KIRCHE IN NOT herausgegebenen <em>Berichts Religionsfreiheit weltweit <\/em>traf Bischof Avenya mit Politikern in Br\u00fcssel zusammen. Diese&nbsp; seien \u201eoffensichtlich wenig informiert \u00fcber die Lage im Land und \u00fcber die Bedrohung, die von den Fulani ausgeht\u201c gewesen. Da die Fulani mit f\u00fcr einfache Hirten eher ungew\u00f6hnlichen Waffen ausgestattet seien, m\u00fcsse \u201edie Frage erlaubt sein, wer dahinter steckt.\u201c<\/p>\n<p>Bereits im Juni richtete Bischof Avenya einen ersch\u00fctternden Aufruf an die internationale Gemeinschaft. Er bat sie eindringlich darum, \u201emit dem Einschreiten nicht abzuwarten, bis es zu einem Genozid kommt.\u201c Dar\u00fcber hinaus bat&nbsp; die nigerianische Bischofskonferenz den Pr\u00e4sidenten der Republik Muhammadu Buhari mehrfach darum, die Sicherheit seines Volkes wirklich zu garantieren. Andernfalls solle er zur\u00fccktreten. Diese Bitte wurde ignoriert. Die Gewalt besteht weiterhin, und&nbsp; Muhammadu Buhari will bei der im kommenden Februar stattfindenden Wahl erneut antreten.<\/p>\n<p>Bischof Avenya erkl\u00e4rt: \u201eIn der Zwischenzeit behandelt die Kirche die Wunden der Menschen. Wir verlieren nicht die Hoffnung, aber wir brauchen Hilfe.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Norden Nigerias leidet nicht nur unter den Angriffen der Terrorgruppe Boko Haram. 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