{"id":1747,"date":"2019-02-28T13:01:36","date_gmt":"2019-02-28T12:01:36","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/religionsfreiheit-wird-eingeschraenkt-html\/"},"modified":"2023-02-21T09:45:10","modified_gmt":"2023-02-21T08:45:10","slug":"religionsfreiheit-wird-eingeschraenkt-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/religionsfreiheit-wird-eingeschraenkt-html\/","title":{"rendered":"Religionsfreiheit wird eingeschr\u00e4nkt"},"content":{"rendered":"<p><span>Kubas neue Verfassung schr\u00e4nkt das Recht auf Religionsfreiheit ein, statt es als Menschenrecht gezielt zu f\u00f6rdern, warnte die Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker (GfbV) am Sonntag in G\u00f6ttingen. So forderten die Kirchen vergeblich Garantien f\u00fcr die freie Aus\u00fcbung des Glaubens und eine Einschr\u00e4nkung der Macht der staatlichen Religionsbeh\u00f6rde. Auch sollte sich der Staat dazu bekennen, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Religionsgemeinschaften einzumischen. Stattdessen betont das neue Grundgesetz die Kontrolle der Religion durch den Staat und bekr\u00e4ftigt die rechtlichen Verpflichtungen, denen die Glaubensgemeinschaften unterliegen. Bislang bestehende Verweise auf die Gewissensfreiheit jedes B\u00fcrgers wurden in der neuen Verfassung gestrichen.<\/span><\/p>\n<p><span>&#8222;Diese neue Verfassung bedeutet einen R\u00fcckschritt f\u00fcr alle Gl\u00e4ubigen in Kuba. Statt demokratischer \u00d6ffnung droht noch mehr Verfolgung&#8220;, erkl\u00e4rte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Sonntag in G\u00f6ttingen.&nbsp;Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger Kubas sind am heutigen Sonntag dazu aufgerufen, in einer Volksabstimmung \u00fcber die Annahme des neuen Grundgesetzes zu entscheiden.<\/span><\/p>\n<p><span>In den letzten Tagen vor dem Referendum hatten die Beh\u00f6rden massiven Druck auf Vertreter der Religionsgemeinschaften ausge\u00fcbt, \u00f6ffentlich f\u00fcr die Annahme der Reform zu werben. So wurden Pastoren eingesch\u00fcchtert und bedroht, die aus ihrer Ablehnung der neuen Verfassung keinen Hehl machten. Ein kritischer Pastor musste erleben, wie sein Haus eine Woche lang systematisch von Polizisten von der Au\u00dfenwelt abgeriegelt und ihm Haft angedroht wurde. Ein anderer Kirchenvertreter wurde wegen seiner Kritik zeitweilig vom Dienst suspendiert. Andere Repr\u00e4sentanten von Religionsgemeinschaften wurden von den Beh\u00f6rden als &#8222;Konterrevolution\u00e4re&#8220; beschimpft.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span>Die Religionsgemeinschaften hatten sich aktiv in den Reformprozess eingeschaltet und den Beh\u00f6rden 16 neue Verfassungsartikel unterbreitet. Doch keiner dieser Artikel wurde in das neue Grundgesetz&nbsp;aufgenommen. Neben der Verringerung des Schutzes der Glaubensfreiheit kritisieren die Kirchen vor allem die Streichung jedes Verweises auf die Gewissensfreiheit.<\/span><\/p>\n<p><span>Seit dem Jahr 2005 haben die Einschr\u00e4nkungen der Religionsfreiheit in Kuba deutlich zugenommen. So wurden in den Jahren 2015 \/ 2016 mehr als 1.000 Kirchen f\u00fcr illegal erkl\u00e4rt. Mehrere gr\u00f6\u00dfere Kirchen wurden daraufhin auch auf Anweisung der Beh\u00f6rden niedergerissen. Systematisch wurden im Jahr 2018 religi\u00f6se F\u00fchrer bedr\u00e4ngt&nbsp;oder Pastoren in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschr\u00e4nkt.<\/span><\/p>\n<p><span>In Kuba gelten rund 70 Prozent der Bev\u00f6lkerung als katholisch, f\u00fcnf Prozent sehen sich als protestantisch an. Viele traditionelle afrikanische Religionen haben Einfluss auf die christlichen Kirchen. Fast 25 Prozent der Bev\u00f6lkerung&nbsp;bezeichnen sich als Atheisten. (Quelle: GfbV\/EAD, Foto: Nigel Pacquette\/wikipedia)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kubas neue Verfassung schr\u00e4nkt das Recht auf Religionsfreiheit ein, statt es als Menschenrecht gezielt zu f\u00f6rdern, warnte die Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker (GfbV) am Sonntag in G\u00f6ttingen. So forderten die Kirchen vergeblich Garantien f\u00fcr die freie Aus\u00fcbung des Glaubens und eine Einschr\u00e4nkung der Macht der staatlichen Religionsbeh\u00f6rde. 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