{"id":1761,"date":"2019-03-24T23:00:00","date_gmt":"2019-03-24T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/ausschreitungen-gegen-christen-html-0\/"},"modified":"2023-02-21T09:44:15","modified_gmt":"2023-02-21T08:44:15","slug":"ausschreitungen-gegen-christen-html-0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/ausschreitungen-gegen-christen-html-0\/","title":{"rendered":"Ausschreitungen gegen Christen"},"content":{"rendered":"<p>In Alaba, circa 220 Kilometer s\u00fcdlich der \u00e4thiopischen Hauptstadt Addis Abeba, ist es am 9. und 10. Februar zu massiven Ausschreitungen gegen Christen gekommen. Ein Mob von Muslimen besch\u00e4digte dabei 13 Kirchengeb\u00e4ude schwer, 26 Christen mussten in Krankenh\u00e4user eingeliefert werden. Ausl\u00f6ser der \u00dcbergriffe war nach Angaben lokaler Quellen der Aufruf eines Imams zur Gewalt gegen Christen. Wenige Tage nach dem Vorfall besuchten Mitarbeiter von Open Doors die Christen und machten sich ein Bild von der Situation.<\/p>\n<p><strong>\u201eAlaba geh\u00f6rt dem Islam\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der Angriff begann am Samstag, den 9. Februar, gegen 10 Uhr, als sich eine gro\u00dfe Gruppe von Muslimen in Alaba versammelte. Als Waffen trugen sie St\u00f6cke, Steine und Brandbeschleuniger bei sich. Zeugen gaben an, die Menge habe \u201eAllahu Akubar\u201c (Allah ist gr\u00f6\u00dfer) und \u201eAlaba geh\u00f6rt dem Islam\u201c gerufen. Der Mob zog von Kirche zu Kirche und zerst\u00f6rte Geb\u00e4ude und Einrichtungsgegenst\u00e4nde. 26 Christen, darunter vier Gemeindearbeiter, wurden bei dem Versuch verletzt, ihre Kirchengeb\u00e4ude zu sch\u00fctzen. Sie mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Angreifer besch\u00e4digten oder zerst\u00f6rten 13 Geb\u00e4ude, 14 Motorr\u00e4der und eine unbekannte Anzahl von Fahrr\u00e4dern verschiedener Gemeinden sowie Bibeln und M\u00f6bel.<\/p>\n<p><strong>\u201eFake News\u201c als Ausl\u00f6ser, Polizisten in der Beobachterrolle<\/strong><\/p>\n<p>Quellen erkl\u00e4rten gegen\u00fcber Open Doors, der Angriff sei durch den Aufruf eines islamischen Predigers ausgel\u00f6st worden. Er habe am vorausgegangenen Freitag (8. Februar) die Muslime dazu angestachelt, \u00f6rtliche Christen anzugreifen. Dabei habe er auf kursierende Berichte verwiesen, denen zufolge Christen in einer nahegelegenen Stadt eine Moschee niedergebrannt und einen Imam ermordet h\u00e4tten. Die Berichte erwiesen sich sp\u00e4ter als gegenstandslos. Nach Einsch\u00e4tzung der Christen in Alaba dienten diese Ger\u00fcchte jedoch nur als Vorwand f\u00fcr den Angriff. Der eigentliche Grund sei die wachsende Wut \u00fcber ihr Engagement bei der Verbreitung des Evangeliums in Alaba. Die Einwohner der Stadt sind zum gr\u00f6\u00dften Teil Muslime.<\/p>\n<p>Besonders schockiert \u00e4u\u00dferten sich die Christen aus Alaba \u00fcber die Unt\u00e4tigkeit der \u00f6rtlichen Polizei. Zeugenaussagen zufolge h\u00e4tten Polizeibeamte \u201eeinfach herumgestanden\u201c und das Chaos drei Stunden lang beobachtet. Erst als Beamte der Bundespolizei aus Awasa und Wolayita Sodo eintrafen, stellten diese die Ordnung wieder her. Nach dem Vorfall verhaftete die Bundespolizei \u00fcber 100 Verd\u00e4chtige. Unter ihnen waren auch die Polizeikommandanten der Stadt und des Distrikts, m\u00f6glicherweise weil sie die Angriffe nicht unterbunden hatten. Alle sind inzwischen wieder auf freiem Fu\u00df. (Quelle: Open Doors, Bild: TUBS\/wikipedia)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Alaba, circa 220 Kilometer s\u00fcdlich der \u00e4thiopischen Hauptstadt Addis Abeba, ist es am 9. und 10. Februar zu massiven Ausschreitungen gegen Christen gekommen. Ein Mob von Muslimen besch\u00e4digte dabei 13 Kirchengeb\u00e4ude schwer, 26 Christen mussten in Krankenh\u00e4user eingeliefert werden. 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