{"id":1783,"date":"2019-04-29T08:36:40","date_gmt":"2019-04-29T08:36:40","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/2019-eines-der-blutigsten-jahre-html\/"},"modified":"2022-12-06T15:32:55","modified_gmt":"2022-12-06T15:32:55","slug":"2019-eines-der-blutigsten-jahre-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/2019-eines-der-blutigsten-jahre-html\/","title":{"rendered":"2019: eines der blutigsten Jahre"},"content":{"rendered":"<p>\u201eSchon jetzt eines der blutigsten Jahre f\u00fcr Christen\u201c.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">KIRCHE IN NOT (ACN) zeigt sich besorgt angesichts der zunehmenden Attacken auf Christen weltweit. \u201eDie brutalen Bombenanschl\u00e4ge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka am Ostersonntagmorgen zeigen: 2019 ist schon jetzt eines der blutigsten Jahre f\u00fcr Christen\u201c, erkl\u00e4rt der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sident von KIRCHE IN NOT, Dr. Thomas Heine-Geldern.<\/span><\/p>\n<p> Allein in den ersten vier Monaten des Jahres hat das Hilfswerk, das sich f\u00fcr verfolgte und notleidende Christen in \u00fcber 140 L\u00e4ndern einsetzt, unter anderem von folgenden antireligi\u00f6sen \u00dcbergriffen erfahren und dar\u00fcber berichtet:&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Attacken islamistischer S\u00e9l\u00e9ka-Truppen auf eine Missionsstation im Bistum Bangassou in der Zentralafrikanischen Republik zum Jahreswechsel mit dutzenden Todesopfern und rund 20 000 Menschen, die vor der Gewalt gefl\u00fcchtet sind;<\/li>\n<li>der islamistische Anschlag auf die Kathedrale von Jolo im S\u00fcden der Philippinen mit 20 Get\u00f6teten und rund 90 Verletzten Ende Januar;&nbsp;<\/li>\n<li>Angriffe von Angeh\u00f6rigen des mehrheitlich muslimischen Stammes Nomadenstammes der Fulani auf christliche Dorfbewohner im nigerianischen Bundesstaat Kaduna Mitte M\u00e4rz mit \u00fcber 130 Toten;&nbsp;<\/li>\n<li>\u00dcbergriffe extremistischer Hindu-Nationalisten auf eine katholische Schule im indischen Bundesstaat Tamil Nadu Ende M\u00e4rz, bei der es zu einer regelrechten Jagd auf die dort t\u00e4tigen Ordensfrauen kam.&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n<p> <strong>Christen als Leidtragende globaler Entwicklungen<\/strong><\/p>\n<p> \u201eDie Anschl\u00e4ge auf Sri Lanka sind der blutige H\u00f6hepunkt einer Entwicklung, die nun schon seit Jahren anh\u00e4lt: Die Christenverfolgung kennt keine Grenzen. Sie kennt keine Pause, erst recht nicht an den h\u00f6chsten christlichen Festtagen. Sie kennt kein Erbarmen mit unschuldigen Menschen, die oft zu S\u00fcndenb\u00f6cken f\u00fcr weltweite Entwicklungen gemacht werden\u201c, erkl\u00e4rt Heine-Geldern. Nach den Anschl\u00e4gen auf Sri Lanka hatte die Terrormiliz \u201eIslamischer Staat\u201c die Taten f\u00fcr sich reklamiert. Sicherheitsbeh\u00f6rden hegen die Vermutung, dass die Bombenanschl\u00e4ge als Vergeltung f\u00fcr das Massaker im neuseel\u00e4ndischen Christchurch organisiert worden sein k\u00f6nnten. Mitte M\u00e4rz hatte dort ein 28-j\u00e4hriger Mann in zwei Moscheen 49 Menschen get\u00f6tet.<\/p>\n<p> \u201eKirche in Not\u201c weist auch darauf hin, dass die islamistische Bedrohung im Nahen Osten weiter anh\u00e4lt, ebenso wie die Gewalt durch \u201eBoko Haram\u201c im Norden Nigerias. \u201eZu sagen, der IS sei milit\u00e4risch besiegt und dadurch nicht mehr existent, ist ein Irrglaube \u2013 denn die Ideologie lebt, die Anh\u00e4nger leben, die Kontaktkan\u00e4le scheinen zu funktionieren. Unsere Projektpartner im Nahen Osten sind weiterhin in h\u00f6chster Sorge\u201c, erkl\u00e4rt Heine-Geldern.&nbsp;<\/p>\n<p> <strong>Religion oft als politische Waffe benutzt, um L\u00e4nder ins Chaos zu st\u00fcrzen<\/strong><\/p>\n<p> In j\u00fcngster Zeit kommt auch die Sorge der Stiftung \u00fcber die Situation in L\u00e4ndern auf dem amerikanischen Kontinent wie Mexiko, Nicaragua und Venezuela hinzu. Dort kommt es infolge politischer Turbulenzen immer wieder zu \u00dcbergriffen auf Bisch\u00f6fe und Priester. \u201eHier handelt es sich um eine Mischung aus politischer Ideologie und dem Vorwurf, die Kirche w\u00fcrde sich unberechtigt einmischen, weil sie zum Widerstand gegen autorit\u00e4re Regierungen oder Korruption aufruft. Dadurch wird sie zur Zielscheibe f\u00fcr Aggression und Gewalt\u201c, so Heine-Geldern.<\/p>\n<p> In vielen Teilen der Welt werde Religion als politische Waffe benutzt, um L\u00e4nder aus dem Gleichgewicht zu bringen und ins Chaos zu st\u00fcrzen. Das sei gerade wieder in Sri Lanka zu erleben. Dort bem\u00fche sich die Kirche intensiv darum, dass aus dem Schmerz \u00fcber die Gewalttaten keine Gewaltspirale entsteht. \u201eDas gesellschaftliche Gleichgewicht beruht zu einem gro\u00dfen Teil auf dem friedlichen Miteinander der verschiedenen Religionen. Daf\u00fcr setzen sich zahlreiche unserer Projektpartner ein\u201c, sagt Heine-Geldern.&nbsp;<br \/> Nur selten gelangen christenfeindliche \u00dcbergriffe in das Licht der \u00d6ffentlichkeit. So wurde die lebensbedrohliche Lage der christlichen Minderheit in Pakistan erst durch das Schicksal der wegen angeblicher Blasphemie zum Tod verurteilten und in letzter Instanz freigesprochenen Mutter Asia Bibi weltweit bekannt. \u201eKirche in Not\u201c hatte sich zusammen mit anderen Organisationen f\u00fcr ihre Freilassung eingesetzt. Doch noch immer ist das Schicksal von Asia Bibi ungewiss.&nbsp;<\/p>\n<p> <strong>Religi\u00f6ser und politischer Extremismus: Hauptursachen der Verfolgung&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p> Extremistischer Islamismus, \u00fcbersteigerter Nationalismus und autorit\u00e4re Ideologien bleiben die Haupttriebfedern der Verfolgung von Christen und anderen religi\u00f6sen Minderheiten. So arbeitet es auch der Report \u201eReligionsfreiheit weltweit\u201c (Religious Freedom Report) heraus, den KIRCHE IN NOT im November 2018 in der aktuellen Fassung vorgestellt hat und der die Situation in 196 L\u00e4ndern beleuchtet. \u201eWir registrieren mit gro\u00dfer Sorge, dass alle drei Entwicklungen leider nicht abnehmen \u2013 ganz im Gegenteil. Das ist aktuell unter anderem in afrikanischen Staaten wie Burkina Faso, Niger und Benin zu beobachten. Dort nimmt die Feindseligkeit auf Missionsstationen, Priester und Ordensschwestern dramatisch zu. Die Menschen haben immer mehr Angst\u201c, stellt Heine-Geldern fest.&nbsp;<\/p>\n<p> Es gelte, diese bittere Entwicklung beim Namen zu nennen. \u201eEs ist Sache der Regierungen und der UNO, Frieden zu stiften, Religionsfreiheit zu garantieren und antireligi\u00f6se \u00dcbergriffe abzuwehren\u201c, sagt Heine-Geldern. Von Seiten der kirchlichen Kr\u00e4fte gelte es, den verfolgten Christen durch Gebet und tatkr\u00e4ftige Hilfe beizustehen sowie ihnen Stimme und Gesicht zu geben, so Heine-Geldern. \u201eDaf\u00fcr macht sich KIRCHE IN NOT seit \u00fcber 70 Jahren stark. Das ist angesichts der steigenden Gewalt gegen Christen jede Unterst\u00fctzung und Anstrengung wert.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSchon jetzt eines der blutigsten Jahre f\u00fcr Christen\u201c.&nbsp;KIRCHE IN NOT (ACN) zeigt sich besorgt angesichts der zunehmenden Attacken auf Christen weltweit. \u201eDie brutalen Bombenanschl\u00e4ge auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka am Ostersonntagmorgen zeigen: 2019 ist schon jetzt eines der blutigsten Jahre f\u00fcr Christen\u201c, erkl\u00e4rt der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sident von KIRCHE IN NOT, Dr. Thomas Heine-Geldern. 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