{"id":1795,"date":"2019-05-14T12:11:57","date_gmt":"2019-05-14T10:11:57","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/wieder-ein-blutiger-sonntag-fuer-christen-html\/"},"modified":"2023-02-23T10:56:21","modified_gmt":"2023-02-23T09:56:21","slug":"wieder-ein-blutiger-sonntag-fuer-christen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wieder-ein-blutiger-sonntag-fuer-christen-html\/","title":{"rendered":"Wieder ein blutiger Sonntag f\u00fcr Christen"},"content":{"rendered":"<p><span>In Burkina Faso und Syrien insgesamt 11 Gemeindemitglieder get\u00f6tet.&nbsp;Das weltweite p\u00e4pstliche Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c trauert mit seinen Projektpartnern um die Todesopfer von zwei Gewaltakten: Am 12. Mai wurden bei einem Angriff auf die katholische Kirche in Dablo im Norden von Burkina Faso sechs Menschen get\u00f6tet. Im nordsyrischen Ort Al-Sekelbiya kamen am selben Tag beim Raketenbeschuss einen griechisch-orthodoxen Unterrichtsklasse vier Kinder und eine Katechetin ums Leben.<\/span><\/p>\n<p><strong>Burkina Faso: Sofort das Feuer er\u00f6ffnet<\/strong><\/p>\n<p><span>Unter den sechs Get\u00f6teten beim terroristischen Angriff in Burkina Faso befindet sich auch der 34-j\u00e4hjrige Priester Simeon Yampa, der gerade die heilige Messe feierte. \u201eKirche in Not\u201c steht in engem Kontakt mit der Gemeinde von Dablo. 2013 hatte das Hilfswerk den Bau des dortigen Pfarrhauses und Gemeindezentrums unterst\u00fctzt.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span>Lokale Ansprechpartner gaben gegen\u00fcber \u201eKirche in Not\u201c an, dass die Angreifer die Kapelle betraten, als gerade das \u201eGloria\u201c zu Beginn der heiligen Messe gesungen wurde. Sie er\u00f6ffneten sofort das Feuer. F\u00fcnf Menschen starben im Kugelhagel. Auch der Tabernakel wurde dreimal getroffen. Simeon Yampa wollte die Messdiener in der Sakristei in Sicherheit bringen. Dort entdeckten ihn die Angreifer und erschossen ihn. Die \u00fcberlebenden Gottesdienstbesucher wurden aufgefordert, Umh\u00e4nge-Kreuze und liturgische Gegenst\u00e4nde vor dem Altar abzulegen.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span>Den \u00f6rtlichen Quellen zufolge h\u00e4tten die Angreifer damit gedroht, wiederzukommen. Sollten bis dahin nicht alle Frauen verschleiert sein, w\u00fcrden sie get\u00f6tet. Anschlie\u00dfend lie\u00dfen die Terroristen die rund 120 Gottesdienstbesucher gehen und steckten die Kirche in Brand, ebenso ein Fahrzeug vor der Kirche und vor einem Gesundheitszentrum.<\/span><\/p>\n<p><span>In Burkina Faso sind rund ein Viertel der rund 19 Millionen Einwohner christlichen Glaubens, ebenfalls ein Viertel folgt der Natur-Religion des Animismus. Die Bev\u00f6lkerungsmehrheit ist muslimisch. Bislang galt das Zusammenleben der Religionen in dem Land als harmonisch. \u00dcber die Nachbarl\u00e4nder Mali und Niger gelangten islamistische Terrorgruppen ins Land. Sie ver\u00fcben seit einigen Jahren Anschl\u00e4ge auf alle Bev\u00f6lkerungsgruppen.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span>Nun scheinen vermehrt Christen im Visier der Islamisten zu stehen: So wurden seit Beginn des Jahres neben Simeon Yampa bereits zwei weitere Geistliche get\u00f6tet, so zum Beispiel Ende April der Pastor einer protestantischen Gemeinde im Norden des Landes zusammen mit seinen beiden S\u00f6hnen und drei weiteren Gl\u00e4ubigen. Ein spanischst\u00e4mmiger Salesianer-Missionar kam Mitte Februar bei einer Attacke auf eine Zollstation ums Leben. Ein weiterer katholischer Priester wurde an der Grenze zu Mali verschleppt; sein weiteres Schicksal ist unbekannt.<\/span><\/p>\n<p><strong>\u201eTerror richtet sich gezielt gegen den Glauben\u201c<\/strong><\/p>\n<p><span>\u201eDass wir nur drei Wochen nach den Oster-Anschl\u00e4gen auf Sri Lanka schon wieder die Opfer eines Terroranschlages beklagen m\u00fcssen, erf\u00fcllt uns mit tiefem Schmerz\u201c, erkl\u00e4rte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von \u201eKirche in Not\u201c \u00d6sterreich, Herbert Rechberger.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span>Damit best\u00e4tige sich der erschreckende Trend, auf den das Hilfswerk wiederholt hinweise: \u201eEs sind nicht nur politische oder wirtschaftliche Faktoren, die Christen zur Zielscheibe des Hasses und der Gewalt machen. Der Terror richtet sich immer gezielter gegen den Glauben und das pastorale Wirken der Kirche. Es ist h\u00f6chste Zeit, beim ,Kampf gegen den Terror\u201b auch diese Perspektive miteinzubeziehen.\u201c&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><strong>Syrien: Kinder get\u00f6tet und verletzt<\/strong><\/p>\n<p><span>Ebenfalls am 12. Mai erreichte \u201eKirche in Not\u201c die Nachricht, dass am Sonntagmorgen im nordsyrischen Ort Al-Sekelbiya nahe der Stadt Hama vier Kinder und eine Katechetin der griechisch-orthodoxen Gemeinde durch eine Rakete get\u00f6tet wurden. Die Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren befanden sich gerade im Religionsunterricht. Zahlreiche weitere Kinder wurden teilweise schwer verletzt. Die Hintergr\u00fcnde der Attacke sind bislang unklar. Offen ist auch, ob es sich um einen gezielten Beschuss handelt. Die Regionen Hama und Idlib sind aktuell Schauplatz einer erbitterten milit\u00e4rischen Offensive im Syrienkrieg.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span>Lokale Kirchenvertreter bezeichneten die get\u00f6teten Kinder und die Katechetin als \u201eM\u00e4rtyrer\u201c. \u201eAuch wenn die Umst\u00e4nde viele Fragen offen lassen, zeigt dieser Tod der unschuldigen Kinder einmal mehr: Dieser Krieg kennt keine Gewinner\u201c, erkl\u00e4rte Rechberger. \u201eDie Menschen in Syrien leiden unermesslich. Die christliche Minderheit hat zudem viel zu wenige politische F\u00fcrsprecher, weder national noch international. Den Angeh\u00f6rigen, die ohnehin schon alles verloren haben, wurde jetzt auch noch das Liebste genommen \u2013 wie so vielen Familien in diesem brutalen Krieg.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>Mit beiden Schaupl\u00e4tzen \u2013 in Syrien wie in Burkina Faso \u2013 verbinde \u201eKirche in Not\u201c eine intensive Beziehung der Hilfe und des Gebetes. \u201eSo unterschiedlich beide Ereignisse auch sind: Der 12. Mai war wieder ein blutiger Sonntag f\u00fcr die Christen. Dass es nach lateinischer Tradition der ,Sonntag des Guten Hirten\u201b war, kann den Angeh\u00f6rigen in allem Schmerz ein Zeichen der Hoffnung sein: Der gute Hirte kennt die Seinen. Er wird seine Herde nicht verlassen, weder in Burkina Faso und Syrien noch in vielen L\u00e4ndern der Welt, in denen Christen in Bedr\u00e4ngnis sind.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>Ausf\u00fchrliche Informationen \u00fcber Verletzungen der Religionsfreiheit weltweit finden sich unter:<\/span><a href=\"http:\/\/www.religionsfreiheit-weltweit.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&nbsp;<span style=\"text-decoration: underline;\">www.religionsfreiheit-weltweit.at<\/span><\/a><\/p>\n<p><em>\u201eKirche in Not\u201c steht verfolgten und notleidenden Christen in 149 L\u00e4ndern helfend zur Seite. Um auch weiterhin helfen zu k\u00f6nnen, bittet das katholische Hilfswerk um Spenden \u2013 entweder online unter:&nbsp;<span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/Wie_Sie_helfen\/Spenden\/\">www.kircheinnot.at<\/a><\/span>&nbsp;oder auf folgendes Konto:&nbsp;<\/p>\n<p>Empf\u00e4nger: KIRCHE IN NOT<br \/>IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600<br \/>BIC: GIBAATWWXXX<br \/>Verwendungszweck: Verfolgte Christen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Burkina Faso und Syrien insgesamt 11 Gemeindemitglieder get\u00f6tet.&nbsp;Das weltweite p\u00e4pstliche Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c trauert mit seinen Projektpartnern um die Todesopfer von zwei Gewaltakten: Am 12. Mai wurden bei einem Angriff auf die katholische Kirche in Dablo im Norden von Burkina Faso sechs Menschen get\u00f6tet. 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