{"id":1825,"date":"2019-06-06T11:01:25","date_gmt":"2019-06-06T09:01:25","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/un-gedenktag-fuer-relig-verfolgung-html\/"},"modified":"2023-02-21T09:17:12","modified_gmt":"2023-02-21T08:17:12","slug":"un-gedenktag-fuer-relig-verfolgung-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/un-gedenktag-fuer-relig-verfolgung-html\/","title":{"rendered":"UN-Gedenktag f\u00fcr &#8222;Religi\u00f6se Verfolgung&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><span>Das weltweite p\u00e4pstliche Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c begr\u00fc\u00dft die Entscheidung der Vollversammlung der Vereinten Nationen, wonach der 22. August als neuer \u201eInternationaler Gedenktag f\u00fcr Opfer von Gewalt wegen ihrer Religion oder ihres Glaubens\u201c begangen werden soll. <\/span><\/p>\n<p><span>\u201eDiese Entscheidung ist eine klare Botschaft und ein klarer Auftrag, dass die Vereinten Nationen, ihre Mitgliedsstaaten und die Zivilgesellschaft religi\u00f6s motivierte Gewalt nicht tolerieren k\u00f6nnen und werden\u201c, sagte Mark von Riedemann, Direktor f\u00fcr \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Belange der Religionsfreiheit in der internationalen Zentrale von \u201eKirche in Not\u201c in K\u00f6nigstein im Taunus. <\/span><\/p>\n<p><strong><span>Zunehmende Gewalt bis hin zum V\u00f6lkermord an religi\u00f6sen Minderheiten<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span>Die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft auf Meldungen \u00fcber religi\u00f6se Gewalt seien bislang zu sp\u00e4rlich und zu sp\u00e4t erfolgt. \u201eDie Entscheidung f\u00fcr den Gedenktag ist ein erster Schritt, um mehr Aufmerksamkeit auf religi\u00f6se Verfolgung zu lenken\u201c, erkl\u00e4rte von Riedemann. Internationale Berichte wie die Untersuchung des US-Au\u00dfenministeriums oder die Studie \u201eReligionsfreiheit weltweit\u201c von \u201eKirche in Not\u201c verzeichneten eine \u201edramatische Zunahme der Gewalt gegen Gl\u00e4ubige praktisch aller Glaubensrichtungen auf allen Kontinenten, wobei Christen am st\u00e4rksten verfolgt werden\u201c, f\u00fchrte von Riedemann aus. <\/span><\/p>\n<p><span>Allein in den vergangenen f\u00fcnf Jahren sei es zweimal zu einem V\u00f6lkermord an religi\u00f6sen Minderheiten gekommen, \u201ewie er in Syrien und im Irak vom ,Islamischen Staat\u02bb an Christen und anderen religi\u00f6sen Gruppen sowie von Milit\u00e4reinheiten an muslimischen Rohingyas in Myanmar ver\u00fcbt wurde\u201c, so von Riedemann. Hinzuk\u00e4men die anhaltenden \u201eorganisierten Gr\u00e4ueltaten\u201c, die sich vermehrt gegen Christen auf dem afrikanischen Kontinent richten. <\/span><\/p>\n<p><strong><span>Auftakt f\u00fcr Prozess zu internationalem Aktionsplan gegen religi\u00f6se Gewalt<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span>Der neue Gedenktag k\u00f6nne deshalb nur ein erster symbolischer Schritt sein, so Riedemann. \u201eKirche in Not\u201c setzt sich zusammen mit anderen Organisationen und politischen Akteuren f\u00fcr die Einrichtung einer UN-Plattform ein, auf der Informationen zu antireligi\u00f6ser Gewalt schneller verbreitet werden k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p><span>Am Ende m\u00fcsse ein internationaler Aktionsplan stehen, um religi\u00f6se Verfolgung einzud\u00e4mmen \u201eoder um zu verhindern, dass sie zu noch gr\u00f6\u00dferen Gr\u00e4ueltaten wie V\u00f6lkermord eskalieren\u201c, erkl\u00e4rte von Riedemann. Bislang fehle es dazu an politischen wie organisatorischen M\u00f6glichkeiten. \u201eUnser Schweigen zur religi\u00f6sen Verfolgung ist unsere Schande.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>Der neue \u201eInternationale Gedenktag f\u00fcr Opfer von Gewalt wegen ihrer Religion oder ihres Glaubens\u201c wurde bei der UN-Vollversammlung am 28. Mai verabschiedet. Der Vorschlag war von Polen eingebracht worden. Die USA, Kanada, Brasilien, \u00c4gypten, Irak, Jordanien, Nigeria und Pakistan hatten die Initiative unterst\u00fctzt. <\/span><\/p>\n<p><span>Die Idee zum neuen Gedenktag geht auf die polnische Anw\u00e4ltin Ewelina Ochab zur\u00fcck, einer international anerkannten Expertin f\u00fcr Religionsfreiheit. Bei einer im Herbst 2017 von \u201eKirche in Not\u201c veranstalteten Konferenz in Rom zur Lage der Christen im Irak stellte Ochab ihre Idee vor, durch einen UN-Gedenktag die weltweite Aufmerksamkeit auf Verletzungen der Religionsfreiheit zu lenken. \u201eKirche in Not\u201c hatte sie auf diesem Weg ermutigt.<\/span><\/p>\n<p><em><span>Der Bericht von \u201eKirche in Not\u201c \u00fcber die Situation der Religionsfreiheit in 196 L\u00e4ndern findet sich unter: <span><a href=\"http:\/\/icm-tracking.meltwater.com\/link.php?DynEngagement=true&amp;H=I%2BqMhXDuIS2RujNbavWSOKShOr7Ezi73JeGvxlkJ09Qb0kDpZZQFeIsS5%2BUZI5baw8rBaNfv%2FcYriNVT9lHJB0szOa2bgL9i%2FrTL5xEmK6X20fh6bQkcYQ%3D%3D&amp;G=0&amp;R=http%3A%2F%2Fwww.religionsfreiheit-weltweit.at&amp;I=20190606105121.0000047c0ecc%40mail6-46-ussnn1&amp;X=MHwxMDQ2NzU4OjVjZjhmMDIzOTUyZjZhNDQ4YmExNmM2ODsxfDEwNDY3NTk6dHJ1ZTs%3D&amp;S=AZb7JA7zj5FMdIH3ulCQuXFnEmkmULKWA-3jiawEvEE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.religionsfreiheit-weltweit.at<\/a><a href=\"http:\/\/icm-tracking.meltwater.com\/link.php?DynEngagement=true&amp;H=I%2BqMhXDuIS2RujNbavWSOKShOr7Ezi73JeGvxlkJ09Qb0kDpZZQFeIsS5%2BUZI5baw8rBaNfv%2FcYriNVT9lHJB0szOa2bgL9i%2FrTL5xEmK6X20fh6bQkcYQ%3D%3D&amp;G=0&amp;R=http%3A%2F%2Fwww.religionsfreiheit-weltweit.at&amp;I=20190606105121.0000047c0ecc%40mail6-46-ussnn1&amp;X=MHwxMDQ2NzU4OjVjZjhmMDIzOTUyZjZhNDQ4YmExNmM2ODsxfDEwNDY3NTk6dHJ1ZTs%3D&amp;S=AZb7JA7zj5FMdIH3ulCQuXFnEmkmULKWA-3jiawEvEE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span><br \/> <\/span><\/a><\/span><\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das weltweite p\u00e4pstliche Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c begr\u00fc\u00dft die Entscheidung der Vollversammlung der Vereinten Nationen, wonach der 22. 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