{"id":1831,"date":"2019-06-14T07:25:36","date_gmt":"2019-06-14T05:25:36","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/von-koptischem-christ-fehlt-jede-spur-html\/"},"modified":"2023-02-21T09:16:36","modified_gmt":"2023-02-21T08:16:36","slug":"von-koptischem-christ-fehlt-jede-spur-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/von-koptischem-christ-fehlt-jede-spur-html\/","title":{"rendered":"Von koptischem Christ fehlt jede Spur"},"content":{"rendered":"<p>\u00c4gyptens Christen kommen nicht zur Ruhe. Trotz einer vorsichtigen politischen Entspannung sind \u00dcbergriffe und Entf\u00fchrungen keine Seltenheit. So auch im Fall des 55-j\u00e4hrigen Adeeb Nakhla. Er wurde im Januar auf der n\u00f6rdlichen Sinai-Halbinsel verschleppt. Seitdem gibt es von ihm kein Lebenszeichen. Ein Verwandter Nakhlas, der aus Sicherheitsgr\u00fcnden anonym bleiben m\u00f6chte, erz\u00e4hlte dem weltweiten p\u00e4pstlichen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c seine Geschichte.<\/p>\n<p>Am 17. Januar brach Nakhla von seinem derzeitigen Wohnort Ismailia, 130 Kilometer nord\u00f6stlich von Kairo, zu einem Verwandtenbesuch auf. Mit einer Reisegruppe wollte er nach Al-Arisch, einem K\u00fcstenort unweit der Grenze zu Israel. Islamistische Milizen stoppten den Bus. Sie lie\u00dfen sich die P\u00e4sse zeigen \u2013 auf ihnen ist auch die Religionszugeh\u00f6rigkeit vermerkt. Als sie feststellen, dass Nakhla koptischer Christ ist, zwangen sie ihn, aus dem Fahrzeug auszusteigen und mitzukommen. Danach verliert sich seine Spur.<\/p>\n<p><strong>Morddrohungen wurden wahr<\/strong><\/p>\n<p>Nakhla war wie dutzende christliche Familien 2017 aus Al-Arisch geflohen. Sie hatten Morddrohungen erhalten. Wer blieb, wurde umgebracht. \u201eWir haben Al-Arisch verlassen, nachdem die Terroristen bereits sieben christliche Nachbarn get\u00f6tet hatten\u201c, erz\u00e4hlt der Verwandte von Nakhla. Unter den Opfern h\u00e4tten sich auch Vater und Sohn einer Familie befunden. Die Terroristen t\u00f6teten sie und z\u00fcndeten anschlie\u00dfend das Wohnhaus an. \u201eDie Ehefrau und Mutter der beiden M\u00e4nner wurde gezwungen, dabei zuzusehen. Sie ist schwer traumatisiert.\u201c<\/p>\n<p>Die christlichen Familien fanden Zuflucht in Ismailia. Nach gut einem Jahr kehrten die meisten Vertrieben in ihre Heimat zur\u00fcck, schlie\u00dflich hatten sie Arbeitsstellen und Besitz zur\u00fcckgelassen. \u201eIn Ismailia hatten wir keine Arbeit. Wir lebten von der Unterst\u00fctzung der Kirche\u201c, erz\u00e4hlt der anonyme Gespr\u00e4chspartner. In ihrer Heimat Al-Arisch habe sich die Sicherheitslage mittlerweile etwas gebessert. \u201eDank des energischen Vorgehens der \u00e4gyptischen Armee f\u00fchlen wir uns sicherer. Auf den Fernstra\u00dfen ist es jedoch noch immer gef\u00e4hrlich.\u201c<\/p>\n<p><strong>Verbindungen zum IS?<\/strong><\/p>\n<p>Das wurde auch Adeeb Nakhla zum Verh\u00e4ngnis. Er war nicht mit seiner Familie in die Heimat zur\u00fcckgekehrt, da er als einer der wenigen in Ismailia Arbeit gefunden hatte. Regelm\u00e4\u00dfig besuchte er seine Angeh\u00f6rigen \u2013 bis zu jenem verh\u00e4ngnisvollen Tag Mitte Januar. Sein Verwandter berichtet: \u201eLaut dem Fahrer des Kleinbusses seien die Milizen wie IS-K\u00e4mpfer gekleidet gewesen. Unsere gr\u00f6\u00dfte Angst ist, dass Adeeb misshandelt und get\u00f6tet wird, wie es mit vielen anderen Kopten passiert ist.\u201c<\/p>\n<p><em>In \u00c4gypten sind rund acht Prozent der gut 93 Millionen Einwohner Christen. Die meisten von ihnen geh\u00f6ren der koptisch-orthodoxen Kirche an. Weitere Infos zur Lage in \u00c4gypten liefert der Bericht \u201eReligionsfreiheit weltweit\u201c von \u201eKirche in Not\u201c:&nbsp;<a href=\"https:\/\/religious-freedom-report.org\/de\/report-de\/?report=1766\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/religious-freedom-report.org\/de\/report-de\/?report=1766<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>\u201eKirche in Not\u201c steht der christlichen Minderheit in \u00c4gypten bei. Das Hilfswerk f\u00f6rdert unter anderem das Leben christlicher Gemeinden, Ferienfreizeiten f\u00fcr Jugendliche und die religi\u00f6se Bildung. Auch unterst\u00fctzt \u201eKirche in Not\u201c den oft schwierigen Bau und Unterhalt kirchlicher Geb\u00e4ude oder finanziert Fahrzeuge, damit Pfarrangeh\u00f6rige und Seelsorger in weit voneinander entfernte Gebiete gelangen k\u00f6nnen. Um weiterhin helfen zu k\u00f6nnen, bittet \u201eKirche in Not\u201c um Spenden \u2013 <a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/Wie_Sie_helfen\/Spenden\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">online unter: <\/a><\/em><a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/Wie_Sie_helfen\/Spenden\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener\"><em>www.kircheinnot.at<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c4gyptens Christen kommen nicht zur Ruhe. Trotz einer vorsichtigen politischen Entspannung sind \u00dcbergriffe und Entf\u00fchrungen keine Seltenheit. So auch im Fall des 55-j\u00e4hrigen Adeeb Nakhla. Er wurde im Januar auf der n\u00f6rdlichen Sinai-Halbinsel verschleppt. Seitdem gibt es von ihm kein Lebenszeichen. 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