{"id":1863,"date":"2019-07-25T08:39:43","date_gmt":"2019-07-25T06:39:43","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/kathedrale-wieder-offen-nach-anschlag-html\/"},"modified":"2023-02-23T12:28:41","modified_gmt":"2023-02-23T11:28:41","slug":"kathedrale-wieder-offen-nach-anschlag-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/kathedrale-wieder-offen-nach-anschlag-html\/","title":{"rendered":"Kathedrale wieder offen nach Anschlag"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13.008px;\">KIRCHE IN NOT&nbsp;unterst\u00fctzt Renovierungsarbeiten auf Jolo.&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">\u201eKIRCHE IN NOT war die erste Organisation, die nach dem Bombenanschlag vor Ort war, und wir haben zugesagt, zu helfen\u201c, erkl\u00e4rte der Direktor von&nbsp;KIRCHE IN NOT Philippinen, Jonathan Luciano, anl\u00e4sslich der Mitte Juli erfolgten Wieder\u00f6ffnung der Kathedrale in Jolo auf der gleichnamigen Insel im S\u00fcden der Philippinen. Das weltweite p\u00e4pstliche Hilfswerk unterh\u00e4lt seit 2016 ein Nationalb\u00fcro in dem s\u00fcdostasiatischen Land.<\/span><\/p>\n<p>In der Kathedrale \u201eUnsere Liebe Frau vom Berg Karmel\u201c auf Jolo waren am 27. Januar 2019 zwei Bomben explodiert: eine w\u00e4hrend der Sonntagsmesse, eine weitere wenig sp\u00e4ter auf dem Parkplatz vor der Kirche. 20 Menschen verloren ihr Leben, \u00fcber 100 Personen wurden verletzt. Auch das Kirchengeb\u00e4ude wurde schwer besch\u00e4digt. Die islamistische Terrororganisation Abu Sajaf hatte sich zu dem Anschlag bekannt.<\/p>\n<p><strong>Nur ein halbes Jahr nach dem Attentat ist die Kirche wieder ge\u00f6ffnet<\/strong><\/p>\n<p>Ein halbes Jahr sp\u00e4ter wurde die schwer besch\u00e4digte Kathedrale wieder eingeweiht \u2013 auch wenn die Sicherheitslage nach wie vor sehr angespannt ist, wie Jonathan Luciano beobachten konnte: \u201ePolizei und Milit\u00e4r hatten den ganzen Stadtbezirk abgeriegelt, in dem sich die Kathedrale befindet. Doch das Gotteshaus selbst war voll. Besonders bewegend war, die Familien der Get\u00f6teten und die \u00dcberlebenden der Explosionen dort zu sehen.\u201c<\/p>\n<p>Die Feier leiteten der Apostolische Nuntius auf den Philippinen, Erzbischof Gabriele Caccia, sowie Orlando Kardinal Quevedo, emeritierter Erzbischof von Cotabato. \u201eDer Nuntius versicherte den Menschen, dass die christliche Gemeinschaft bei ihnen ist: Sie werden nicht vergessen oder vernachl\u00e4ssigt\u201c, berichtete Luciano. \u201eDas zeige sich durch die finanzielle Hilfe und die Solidarit\u00e4t im Gebet auf der ganzen Welt.\u201c<\/p>\n<p>KIRCHE IN NOT&nbsp;unterst\u00fctzt neben anderen Organisationen den Wiederaufbau ma\u00dfgeblich und tr\u00e4gt zur Finanzierung des Kirchendachs und der -decke bei. Doch es gehe nicht nur um den Aufbau der Geb\u00e4ude, betonte Luciano: \u201eWir waren zwei Wochen nach dem Anschlag vor Ort. Mit anderen Organisationen und den kirchlichen Mitarbeitern waren wir uns einig, wie wir auf die Krise reagieren sollten: Zuerst die christliche Gemeinschaft und dann die eigentliche Kirche wiederaufbauen.\u201c<\/p>\n<p>Deshalb stehen auch Rehabilitierungsprogramme f\u00fcr Terroropfer und deren Familien sowie interreligi\u00f6se Initiativen auf der F\u00f6rderliste von KIRCHE IN NOT. So zum Beispiel auf der benachbarten Hauptinsel Marawi, wo es im Jahr 2017 zu schweren islamistischen \u00dcbergriffen kam.<\/p>\n<p><strong>S\u00fcden der Philippinen mehrheitlich muslimisch: Dialog unabdingbar<\/strong><\/p>\n<p>Anders als der \u00fcberwiegende Teil das Landes ist der S\u00fcden der Philippinen mehrheitlich muslimisch gepr\u00e4gt. Muslimische Milizen k\u00e4mpfen seit Jahrzehnten f\u00fcr eine Autonomie. Diese wurde nach jahrzehntelangem Ringen weitgehend erreicht, indem die Regierung in Manila eine weitgehend autonome Region Bangsamoro erm\u00f6glichte. Die in der Folge durchgef\u00fchrte Volksabstimmung Ende Januar 2019 fand weitgehend Zustimmung \u2013 bis auf Jolo, das als Heimat der Terroreinheit Abu Sajaf gilt. Die Anschl\u00e4ge auf die Kathedrale wurden als Reaktion auf die Abstimmung gesehen.<\/p>\n<p>Dennoch stand die feierliche Wiederer\u00f6ffnung ganz unter dem Zeichen der Vers\u00f6hnung, berichtete Luciano. So habe der muslimische Gouverneur von Jolo am Ende der Messe ein Gru\u00dfwort gesprochen und betont, dass nach der Wiederer\u00f6ffnung der zerst\u00f6rten Kirche auch der Dialog zwischen Christen und Muslimen wiederaufgenommen werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Auch der Direktor des philippinischen Zweigs von \u201eKirche in Not\u201c warnt davor, dass sich die Zahl radikaler Muslime weiter erh\u00f6hen k\u00f6nnte, wenn die Kirche den Dialog nicht weiterf\u00fchre: \u201eWir m\u00fcssen die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen st\u00e4rken. Wir k\u00f6nnen harmonisch zusammenleben. Das ist eine wichtige Botschaft f\u00fcr unsere Wohlt\u00e4ter. Ich hoffe, dass die Ereignisse von Jolo sie bewegen, verfolgten Christen auf den Philippinen zu helfen.\u201c<\/p>\n<p><em>Um die Arbeit und das Leben der Kirche auf den Philippinen weiter unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen, bittet&nbsp;KIRCHE IN NOT um Spenden \u2013 online unter:&nbsp;<span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/Wie_Sie_helfen\/Spenden\/\">www.kircheinnot.at<\/a><\/span>&nbsp;oder auf folgendes Konto:<br \/><\/em><br \/><em>Empf\u00e4nger: KIRCHE IN NOT<br \/>IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600<br \/>Verwendungszweck: Philippinen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIRCHE IN NOT&nbsp;unterst\u00fctzt Renovierungsarbeiten auf Jolo.&nbsp;\u201eKIRCHE IN NOT war die erste Organisation, die nach dem Bombenanschlag vor Ort war, und wir haben zugesagt, zu helfen\u201c, erkl\u00e4rte der Direktor von&nbsp;KIRCHE IN NOT Philippinen, Jonathan Luciano, anl\u00e4sslich der Mitte Juli erfolgten Wieder\u00f6ffnung der Kathedrale in Jolo auf der gleichnamigen Insel im S\u00fcden der Philippinen. 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