{"id":1893,"date":"2019-09-18T12:23:57","date_gmt":"2019-09-18T10:23:57","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/christen-werden-dorf-fuer-dorf-vertrieben-html\/"},"modified":"2023-02-21T09:07:33","modified_gmt":"2023-02-21T08:07:33","slug":"christen-werden-dorf-fuer-dorf-vertrieben-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/christen-werden-dorf-fuer-dorf-vertrieben-html\/","title":{"rendered":"Christen werden Dorf f\u00fcr Dorf vertrieben"},"content":{"rendered":"<p>Christen werden Dorf f\u00fcr Dorf im n\u00f6rdlichen Burkina Faso angegriffen, vertrieben und get\u00f6tet.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">Laut KIRCHE IN NOT-nahen Quellen wird die christliche Bev\u00f6lkerung im Norden Burkina Fasos von muslimischen Extremisten ausgerottet und aus ihrer Heimat vertrieben. Hitt\u00e9 und Rounga waren die letzten D\u00f6rfer, die verlassen wurden, nachdem Terroristen ein Ultimatum gesetzt hatten: Die Bewohner mussten entweder konvertieren oder ihre H\u00e4user aufgeben.<\/span><\/p>\n<p>\u201eDas ist kein Einzelfall, sondern Teil des Plans der Dschihadisten, die Terror verbreiten, Mitglieder der christlichen Gemeinschaften t\u00f6ten und anschlie\u00dfend die Hinterbliebenen mit der Drohung &nbsp;vertreiben, nach drei Tagen wiederzukommen und dann keinen Christen oder Katechumenen mehr vorfinden zu wollen,\u201c so die Informationsquelle.<\/p>\n<p>Toulf\u00e9 war die erste angegriffene Gemeinde. Ende Mai t\u00f6teten Dschihadisten dort w\u00e4hrend des Gottesdienstes f\u00fcnf Menschen, darunter einen Katecheten. Au\u00dferdem verwundeten sie einen zweiten Katecheten. \u201eVon Toufl\u00e9 aus r\u00fcckten die Extremisten in den Ort Babo vor, der ebenfalls ein Ultimatum erhielt. Viele flohen. Diejenigen, die dort&nbsp; blieben, wurden Zeugen der Ermordung dreier Menschen durch die Terroristen, darunter Jean-Paul, der die verbliebene Gemeinde leitete und Gebetsgruppen organisierte.\u201c<\/p>\n<p>Der letzte Ort, der bedroht wurde, ist Hitt\u00e9. \u201eAnfang September kamen 16 M\u00e4nner ins Dorf und warteten auf die Bewohner, die vom Feld zur\u00fcckkehrten. W\u00e4hrend die einen die Christen in die Kirche zwangen und ihnen drohten, innerhalb von drei Tagen ihre H\u00e4user zu verlassen, verbrannten die anderen alles, was sie auf ihrem Weg fanden. In Hitt\u00e9 leben nun keine Christen oder Katechumenen mehr\u201c, best\u00e4tigen die Quellen.&nbsp; Anschlie\u00dfend r\u00fcckten die bewaffneten M\u00e4nner nach Rounga vor, das ebenfalls evakuiert ist.<\/p>\n<p>Allein aus diesen beiden Orten seien fast 2.000 Menschen geflohen. Sie wurden in einer Grundschule in Ouindigui aufgenommen.<\/p>\n<p>Eine weitere nahegelegene Stadt, die seit Beginn der Verfolgungen Menschen aufgenommen hat, ist Titao, wo fast 7.000 Vertriebene sowie Opfer von Gewalt und Verfolgung Zuflucht gefunden haben. Hier hat die katholische Kirche [durch die Caritas] die soziale und pastorale Hilfe, die Betreuung von Kranken und Alten sowie die Begleitung der traumatisierten Bev\u00f6lkerung in die Hand genommen.&nbsp; \u201eDie Situation ist schwer zu bew\u00e4ltigen, hat aber die Solidarit\u00e4t der \u00fcbrigen Bev\u00f6lkerung von Titao &#8211; einschlie\u00dflich der Muslime &#8211; hervorgebracht, die die Sicht der radikalen Extremisten nicht teilt und aktiv mit Nahrung und Wasser hilft, damit die Ortsgemeinde die Grundbed\u00fcrfnisse der Fl\u00fcchtlinge befriedigen kann.<\/p>\n<p>Die lokalen Beh\u00f6rden in Titao sind von der schmerzlichen und dramatischen Situation in der Region bewegt. Allerdings \u201ereagieren Verantwortliche auf Berichte lediglich mit Schweigen.\u201c<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem sei die mangelnde Zusammenarbeit der Ordnungskr\u00e4fte, sowohl der Gendarmerie als auch der Polizei, bei der Bergung von Leichen ermordeter Christen, stellen die KIRCHE IN NOT &#8211; Quellen fest: \u201eSie helfen kaum dabei, die Leichen zur\u00fcckzubekommen, damit sie w\u00fcrdig begraben werden. Sie sagen, es sei nicht sicher. Deshalb gestaltet es sich als sehr schwierig. Mitunter haben Sicherheitskr\u00e4fte ihre Zustimmung verweigert. In einem Fall mussten die T\u00f6chter von Verstorbenen all ihren Mut zusammennehmen und mit einem Dreirad losfahren, um die Leichen ihrer V\u00e4ter zu holen und zu begraben. Auch in Babo war es nicht einfach: &nbsp;Verwandte mussten mit Motorr\u00e4dern fahren, um die Leichen wie R\u00e4uber in der Nacht abzuholen. Da bereits der Verwesungsprozess begonnen hatte, hatten viele Menschen danach gesundheitliche Probleme. Das ist unmenschlich.\u201c<\/p>\n<p>Die herangezogenen Quellen weisen darauf hin, dass nicht alle Fulani (Peuls) gebrandmarkt werden sollten, obwohl die Mehrheit der Terroristen zu dieser Gruppe geh\u00f6re Au\u00dferdem stecke hinter den Angreifern eine gr\u00f6\u00dfere Kraft: \u201eJemand dr\u00e4ngt diese Menschen dazu, sich zu bewaffnen, und gibt ihnen Waffen, um ihre Br\u00fcder zu t\u00f6ten, mit denen sie lange Zeit zusammenlebten. Denn obwohl es Ausl\u00e4nder unter den Terroristen gibt, sind die Mehrheit keine Fremden. Es sind Fulani, die lange Zeit in der Gegend lebten. Ihre Familien sind bekannt, und \u00fcber Nacht sind sie zu Feinden der Bev\u00f6lkerung geworden. Diese Menschen werden manipuliert.\u201c<\/p>\n<p>Der erste Verantwortliche f\u00fcr die Krise und die Zunahme der Gewalt im Land sei jedoch au\u00dferhalb zu finden: \u201eDiese Waffen werden nicht in Burkina Faso hergestellt. Wir wissen, dass die Waffen von internationalen Unternehmen stammen, f\u00fcr die nur der eigene Profit z\u00e4hlt. Diejenigen, die die Waffen liefern, kennen nicht den Wert der Menschheit, den Wert des Menschen. Wir fordern das Vernichten der Waffen. Dann erst wird Friede nach Burkina zur\u00fcckkehren.\u201c<\/p>\n<p>Es m\u00fcsse sich sofort um Frieden bem\u00fcht werden, sonst drohen Vergeltungsma\u00dfnahmen, erkl\u00e4ren die Quellen. Denn die Menschen wissen: \u201eDas ist derjenige, der meinen Vater oder meinen Bruder get\u00f6tet hat. Es ist sehr schwierig. Nach so viel Barbarei ist man eher unempfindlich f\u00fcr den Frieden. Au\u00dferdem haben die Menschen alles verloren &#8211; auch die Ernte, was zu einer Hungersnot f\u00fchren wird. Die Situation ist kritisch. \u201eBitte beten Sie daf\u00fcr, dass Gott die Herzen ber\u00fchrt und der Friede zur\u00fcckkehrt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christen werden Dorf f\u00fcr Dorf im n\u00f6rdlichen Burkina Faso angegriffen, vertrieben und get\u00f6tet.&nbsp;Laut KIRCHE IN NOT-nahen Quellen wird die christliche Bev\u00f6lkerung im Norden Burkina Fasos von muslimischen Extremisten ausgerottet und aus ihrer Heimat vertrieben. 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