{"id":1915,"date":"2019-10-22T12:24:48","date_gmt":"2019-10-22T10:24:48","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/jesuit-beklagt-christenverfolgung-html\/"},"modified":"2023-02-21T09:05:29","modified_gmt":"2023-02-21T08:05:29","slug":"jesuit-beklagt-christenverfolgung-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/jesuit-beklagt-christenverfolgung-html\/","title":{"rendered":"Jesuit beklagt Christenverfolgung"},"content":{"rendered":"<p><span>Der seit rund 60 Jahren in Asien t\u00e4tige Jesuit P. Aloisius Gutheinz hat die anhaltende Christenverfolgung in Teilen Chinas kritisiert. Die Katholische Kirche in dem rund 1,4 Millarden-Einwohner-Land ist gespalten in die papsttreue Untergrundkirche und die regierungstreue Seite. Ein Abkommen zwischen der chinesischen Regierung und dem Vatikan aus dem Jahr 2018 habe zwar in die richtige Richtung gef\u00fchrt, &#8222;leider m\u00f6chte der Pr\u00e4sident Chinas, Xi Jinping, zurzeit aber die ganze chinesische katholische Kirche total unabh\u00e4ngig machen von der gro\u00dfen Weltkirche&#8220;, sagte der Jesuitenpater in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift &#8222;allewelt&#8220;. Es brauche von chinesischer Seite mehr Respekt f\u00fcr rein religi\u00f6se Aktivit\u00e4ten, &#8222;sonst kann sich nichts ver\u00e4ndern&#8220;.<\/span><\/p>\n<p><span>Das Abkommen regle vor allem die Ernennung der Bisch\u00f6fe, das restliche kirchliche Leben der chinesischen Katholiken finde dort allerdings keine Erw\u00e4hnung. Wie frei eine katholische Gemeinde in China agieren k\u00f6nne, h\u00e4nge stark von ihrem Verh\u00e4ltnis zu den Regierungsbeh\u00f6rden und ihrem Standort ab. Immer wieder h\u00f6re er von Bisch\u00f6fen: &#8222;Das, was in Peking passiert, ist f\u00fcr uns weit weg. Es betrifft uns kaum.&#8220; P. Gutheinz selbst lebt in Taiwan, reist allerdings \u00f6fter nach China: &#8222;Mit meinem taiwanesischen Pass kann ich ohne gro\u00dfe Probleme einreisen. Allerdings sage ich nicht: Ich bin Priester oder Jesuit, sondern Sozialarbeiter oder Tourist. Die geheime Staatspolizei wei\u00df ohnehin, dass ich katholischer Priester bin und verfolgt alle meine Schritte.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span>Die Katholische Kirche sieht er in der Pflicht, die chinesische Bev\u00f6lkerung auf ihrem &#8222;Weg der Freiheit&#8220; zu unterst\u00fctzten und ihnen eine &#8222;gute Wertordnung&#8220; mitzugeben. &#8222;Ich darf auch Fr\u00fcchte unseres Einsatzes sehen. Die chinesische Regierung hat in den letzten Jahren viel investiert, um unsere Lepra-D\u00f6rfer zu modernisieren und den Betroffenen mehr Rechte zu geben. Das stimmt mich zuversichtlich&#8220;, so der Theologe im Magazin der P\u00e4pstlichen Missionswerke (Missio) in \u00d6sterreich.<\/span><\/p>\n<p><span>Pater Gutheinz wirkt seit 1961 vor allem in Taiwan. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung 2005 lehrte der Tiroler Systematische Theologie an der Fujen-Universit\u00e4t in Taipeh. Seine Aufgabe als Br\u00fcckenbauer zwischen dem christlichen Glauben und der chinesischen Kultur kommt in zahlreichen wissenschaftlichen Werken zum Ausdruck. Neben seiner Lehrt\u00e4tigkeit hat sich P. Gutheinz auf Taiwan und sp\u00e4ter auch in Festland-China intensiv um Leprakranke gek\u00fcmmert.<\/span><\/p>\n<p><span>Gutheinz war auch einer der Referenten beim diesj\u00e4hrigen Ordenstag der K\u00e4rntner Ordensgemeinschaften im Kloster Wernberg. Das Thema der Veranstaltung, die gemeinsam mit dem &#8222;Forum f\u00fcr Integration und Menschenrechte&#8220; durchgef\u00fchrt wurde, lautete &#8222;Friedenspotential in Buddhismus, Islam und Christentum&#8220;, wie die heimischen Ordensgemeinschaften berichteten. (Quelle: kathpress)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der seit rund 60 Jahren in Asien t\u00e4tige Jesuit P. Aloisius Gutheinz hat die anhaltende Christenverfolgung in Teilen Chinas kritisiert. Die Katholische Kirche in dem rund 1,4 Millarden-Einwohner-Land ist gespalten in die papsttreue Untergrundkirche und die regierungstreue Seite. 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