{"id":1919,"date":"2019-11-05T12:14:37","date_gmt":"2019-11-05T11:14:37","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/erneute-angriffe-von-islamisten-html\/"},"modified":"2023-02-21T09:05:14","modified_gmt":"2023-02-21T08:05:14","slug":"erneute-angriffe-von-islamisten-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/erneute-angriffe-von-islamisten-html\/","title":{"rendered":"Erneute Angriffe von Islamisten"},"content":{"rendered":"<p>Wachsender Einfluss von Extremisten treibt immer mehr Christen in die Flucht.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">Zwei Angriffe mutma\u00dflich islamistischer K\u00e4mpfer am vergangenen Wochenende haben die Lage in Burkina Faso weiter versch\u00e4rft. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, wurden bei \u00dcberf\u00e4llen auf zwei D\u00f6rfer im Norden des westafrikanischen Landes mindestens 19 Menschen get\u00f6tet. Bewaffnete K\u00e4mpfer st\u00fcrmten den Ort Pobe Mengao in der Provinz Soum und t\u00f6teten mindestens 16 Menschen; in Rounga in der Provinz Loroum wurden drei Menschen ermordet. Die Angriffe zeigen den weiter zunehmenden Einfluss islamischer Extremisten, der besonders auch die Christen bedroht.<\/span><\/p>\n<p><strong>Seit Januar mindestens 27 Christen ermordet<\/strong><\/p>\n<p>Im Nordosten Burkina Fasos haben extremistische Gruppen eine Art islamischen Staat etabliert. Sie wenden sich gegen staatliche Sicherheitskr\u00e4fte und Institutionen, aber auch gezielt gegen Christen. So drangen am 27. Juni bewaffnete K\u00e4mpfer in das Dorf Bani nahe Bourzanga im Norden Burkina Fasos ein und zwangen die Dorfbewohner, sich auf den Boden zu legen. Vier Dorfbewohner, die ein Kreuz trugen, wurden anhand dessen von den Extremisten als Christen identifiziert und get\u00f6tet. Die Namen der Opfer sind David und Philippe Zoungrana, Th\u00e9ophile Ouedraogo und Ernest Kassoaga. Seit Januar 2019 wurden mindestens 27 Christen gezielt ermordet. Zuerst wurden einzelne Pastoren und Priester get\u00f6tet: am 15. Februar der Priester Antonio Cesar Fernandez (72), am 19. Februar Pastor Jean Sawadogo (54), der seine Frau und sieben Kinder hinterl\u00e4sst, und am 23. April Elie Zor\u00e9, der Leiter der Assemblies-of-God-Gemeinde in Bouloutou. Im April ver\u00fcbten islamische Extremisten den&nbsp;ersten \u00dcberfall&nbsp;auf eine Kirche in Burkina Faso, worauf&nbsp;weitere Angriffe&nbsp;auf Kirchengeb\u00e4ude folgten. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Pastoren, die mit ihren Familien entf\u00fchrt wurden. Zahlreiche Christen wurden aus D\u00f6rfern im Norden Burkina Fasos vertrieben, mehrere Kirchen wurden aus Sicherheitsgr\u00fcnden geschlossen. Bischof Laurent Birfuor\u00e9 Dabir\u00e9, der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz in Burkina Faso und Niger, f\u00fcrchtet angesichts der Angriffe und Vertreibungen um das Fortbestehen christlicher Gemeinden in der Region: \u201eWenn die Welt weiterhin nichts tut, wird es hier bald keine Christen mehr geben.\u201c<\/p>\n<p><strong>Extremismus auf dem Vormarsch<\/strong><\/p>\n<p>Burkina Faso ist mehrheitlich muslimisch gepr\u00e4gt, etwa 25 % der Bev\u00f6lkerung sind Christen. Lange Zeit waren die Beziehungen zwischen Muslimen und Christen in Burkina Faso friedlich, das Land ist bislang nicht auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors gef\u00fchrt. Seit Mitte 2018 jedoch gewinnen islamisch-extremistische Gruppen an Einfluss und gehen auch gewaltsam gegen Christen vor. (Quellen: Open Doors, AP, Catholic News Service, Bild: Open Doors)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wachsender Einfluss von Extremisten treibt immer mehr Christen in die Flucht.&nbsp;Zwei Angriffe mutma\u00dflich islamistischer K\u00e4mpfer am vergangenen Wochenende haben die Lage in Burkina Faso weiter versch\u00e4rft. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, wurden bei \u00dcberf\u00e4llen auf zwei D\u00f6rfer im Norden des westafrikanischen Landes mindestens 19 Menschen get\u00f6tet. 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