{"id":1921,"date":"2019-11-11T10:42:57","date_gmt":"2019-11-11T09:42:57","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/neuer-bericht-christenverfolgung-html\/"},"modified":"2023-02-22T08:52:58","modified_gmt":"2023-02-22T07:52:58","slug":"neuer-bericht-christenverfolgung-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/neuer-bericht-christenverfolgung-html\/","title":{"rendered":"Neuer Bericht Christenverfolgung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13.008px;\">Der Countdown bis zum Ende des Christentums in Teilen des Nahen Osten tickt immer lauter \u2013 und kann nur gestoppt werden, wenn die internationale Gemeinschaft jetzt handelt. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Bericht \u201eVerfolgt und vergessen?\u201c von \u201eKirche in Not\u201c. Er wurde vom britischen Nationalb\u00fcro des weltweiten p\u00e4pstlichen Hilfswerks erstellt und liegt nun in deutscher \u00dcbersetzung vor.<\/span><\/p>\n<p><span>Der Bericht umfasst den Zeitraum von 2017 bis 2019 und stellt die Entwicklung der Christenverfolgung in zahlreichen Weltregionen vor. Was die Entwicklung f\u00fcr die einzelnen Christen bedeutet, wird anhand zahlreicher Fallbeispiele und kurzer L\u00e4nderberichte illustriert.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Zahl der Christen im Irak um bis zu 90 Prozent gesunken<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span>Ein zentraler Befund von \u201eVerfolgt und Vergessen?\u201c: In den L\u00e4ndern des Nahen Ostens ist nach dem milit\u00e4rischen Sieg \u00fcber den sogenannten \u201eIslamischen Staat\u201c der V\u00f6lkermord an Christen und anderen Minderheiten gestoppt. Allerdings h\u00e4lt der Exodus der Christen aus der Region weiterhin an \u2013 die Angst vor einem Wiederaufflammen des Terrors ist zu gro\u00df. Die j\u00fcngsten Meldungen aus dem Nordosten Syriens zeigen, wie real diese Angst ist.<\/span><\/p>\n<p><span>Vor dem Jahr 2003 gab es im Irak noch rund 1,5 Millionen Christen. Bis Mitte 2019 ist die Zahl auf deutlich unter 150 000 gefallen \u2013 ein R\u00fcckgang von bis zu 90 Prozent innerhalb nur einer Generation. Auch in Syrien ist die Anzahl der Christen seit Beginn des Krieges im Jahr 2011 um zwei Drittel zur\u00fcckgegangen.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Mehr Aufmerksamkeit, aber Hilfen stocken<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span>Der Bericht von \u201eKirche in Not\u201c hebt hervor, dass die Welt\u00f6ffentlichkeit in den vergangenen Jahren dem Thema Christenverfolgung mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat. Ursachen waren neben dem Genozid im Irak unter anderem das Schicksal von Asia Bibi in Pakistan. Die Christin war wegen angeblicher Blasphemie zum Tod verurteilt und nach Jahren der Einzelhaft im Oktober 2018 freigesprochen worden.<\/span><\/p>\n<p><span>Die f\u00fcr Christen wie andere religi\u00f6se Minderheiten erforderlichen Hilfen wurden von der internationalen Gemeinschaft jedoch zu wenig gew\u00e4hrt, so der Bericht. F\u00fcr den Wiederaufbau im Irak seien zum Beispiel von den USA umfangreiche Mittel zugesagt worden, die Auszahlung jedoch stockte. \u201eKirche in Not\u201c und weitere Organisationen setzen sich f\u00fcr die Wiederbesiedelung christlicher D\u00f6rfer in der Ninive-Ebene ein. Dort ist mittlerweile rund die H\u00e4lfte der ehemaligen Bewohner zur\u00fcckgekehrt.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>Asien ist neuer \u201eHotspot\u201c der Christenverfolgung<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span>\u201eVerfolgt und Vergessen?\u201c arbeitet ebenfalls heraus, dass sich in zahlreichen asiatischen L\u00e4ndern die Situation f\u00fcr Christen und anderer religi\u00f6se Minderheiten deutlich versch\u00e4rft hat. Die Anschl\u00e4ge am Ostersonntag auf Sri Lanka mit \u00fcber 250 Toten und mehr als 500 Verletzen haben dies gezeigt.<\/span><\/p>\n<p><span>Neben islamistischen Gruppen sind ein zunehmender Nationalismus und autorit\u00e4re Regime f\u00fcr das gewaltsame Vorgehen gegen\u00fcber Christen verantwortlich. In Indien sind allein 2017 \u00fcber 450 antichristliche \u00dcberf\u00e4lle gemeldet worden, die meist auf das Konto von nationalistischen Hindus gehen. Auch in China hat sich trotz eines vorl\u00e4ufigen \u00dcbereinkommens mit dem Vatikan Lage f\u00fcr Gl\u00e4ubige versch\u00e4rft. Die kommunistische Regierung geht rigoros gegen religi\u00f6se Aktivit\u00e4ten vor, die nicht staatlich genehmigt sind.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>In Afrika geht Verfolgung auch von Regierungen aus<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span>Die meisten verfolgten Christen leben auf dem afrikanischen Kontinent, so der Bericht von \u201eKirche in Not\u201c. In Nigeria h\u00e4lt der Terror von Boko Haram weiter an, auch spielten im Landkonflikt mit mehrheitlich muslimischen Fulani-Nomaden religi\u00f6se Gewalt eine zunehmende Rolle. So seien allein in Nigeria im Jahr 2018 \u00fcber 3700 Christen get\u00f6tet worden, ermittelt der Bericht.<\/span><\/p>\n<p><span>In anderen Teilen Afrikas geht die Bedrohung f\u00fcr Christen vom Staat aus: So hat das Regime in Eritrea im Sommer 2019 die verbleibenden Krankenh\u00e4user und Gesundheitseinrichtungen in kirchlicher Tr\u00e4gerschaft geschlossen. Im Sudan habe die Regierung zahlreiche Kirchen angreifen und niederbrennen lassen.<\/span><\/p>\n<p><strong><span>\u201eWir haben es in der Hand\u201c<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span>\u201eDer neue Bericht ,Verfolgt und vergessen\u1ffe zeigt einmal mehr: Die Lage f\u00fcr Christen weltweit ist ernst. Die Verletzungen des Grundrechts auf Religionsfreiheit nehmen weiter zu\u201c, erkl\u00e4rte Herbert Rechberger, Nationaldirektor von \u201eKirche in Not\u201c \u00d6sterreich.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span>\u201eDer Bericht zeigt auch: Proteste und tatkr\u00e4ftige Hilfe machen einen Unterschied f\u00fcr verfolgte Christen\u201c, sagte Rechberger weiter. \u201eWir haben es in der Hand, in welchem Ma\u00dfe verfolgte Christen Hilfe erfahren. Deshalb wird sich ,Kirche in Not\u1ffe weiterhin mit aller Energie f\u00fcr sie einsetzen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>Der illustrierte Bericht \u201eVerfolgt und vergessen?\u201c umfasst 51 Seiten im Format DIN A5. Er ist bei \u201eKirche in Not\u201c bestellbar<\/span><span>:<\/span><\/p>\n<p><span>KIRCHE IN NOT<br \/>Hernalser Hauptstr. 55\/1\/8<br \/>1170 Wien<\/span><\/p>\n<p><span>Telefon: 01 \/ 405 25 53<br \/><\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">E-Mail:&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\"><a href=\"mailto:kin@kircheinnot.at\">kin@kircheinnot.at<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Countdown bis zum Ende des Christentums in Teilen des Nahen Osten tickt immer lauter \u2013 und kann nur gestoppt werden, wenn die internationale Gemeinschaft jetzt handelt. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Bericht \u201eVerfolgt und vergessen?\u201c von \u201eKirche in Not\u201c. 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