{"id":1939,"date":"2019-12-03T08:06:44","date_gmt":"2019-12-03T07:06:44","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/blutiger-beginn-der-adventszeit-html\/"},"modified":"2023-02-21T09:12:47","modified_gmt":"2023-02-21T08:12:47","slug":"blutiger-beginn-der-adventszeit-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/blutiger-beginn-der-adventszeit-html\/","title":{"rendered":"Blutiger Beginn der Adventszeit"},"content":{"rendered":"<p>Das internationale katholische Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c ist entsetzt \u00fcber einen erneuten Anschlag auf eine christliche Kirche in Burkina Faso. Wieder wurden Christen an einem zeitlich neuralgischen Punkt, n\u00e4mlich zu Beginn des Kirchenjahres, getroffen. Was schon bei den schrecklichen Osteranschl\u00e4gen im April 2019 auf Sri Lanka passiert ist, setzt sich fort: Terroristen w\u00e4hlen bewusst Tage und Orte, die Christen heilig sind.<\/p>\n<p>Medienangaben zufolge haben Angreifer am ersten Adventssonntag einen Gottesdienst im Ort Hantoukoura im Osten des Landes gest\u00fcrmt. 14 Gl\u00e4ubige seien dabei get\u00f6tet worden, so lokale Beh\u00f6rden. \u201eVatican News\u201c zufolge habe der Anschlag der protestantischen Gemeinde gegolten. Auch der Pastor und Kinder seien unter den Ermordeten. Der Ort Hantoukoura befindet sich in der Provinz Komondjari nahe der Grenze zu Niger.<\/p>\n<p><strong>Rufen nach internationalem Eingreifen verhallte bislang ungeh\u00f6rt<\/strong><\/p>\n<p>\u201eBurkina Faso wird nun seit vier Jahren mit Terror \u00fcberzogen\u201c, erkl\u00e4rte Herbert Rechberger, Nationaldirektor von &#8222;Kirche in Not&#8220; &#8211; \u00d6sterreich. \u201eDie Projektpartner von ,Kirche in Not\u1ffe richten immer wieder Appelle an die internationale Gemeinschaft, die Gewaltwelle zu beenden und den Strom von Waffen und Terrorfinanzierung aus dem Ausland einzud\u00e4mmen. Nichts ist passiert, und die Christen in Burkina Faso bezahlen weiter mit ihrem Leben.\u201c<\/p>\n<p>Das zu Ende gehende Jahr war eines der bislang blutigsten f\u00fcr die Christen Burkina Fasos. Im Mai 2019 hatten Attent\u00e4ter einen katholischen Sonntagsgottesdienst in der Gemeinde Dablo gest\u00fcrmt und dabei den Gemeindepriester und weitere Gl\u00e4ubige get\u00f6tet. Ein spanischst\u00e4mmiger Salesianer-Missionar kam Mitte Februar bei einer Attacke auf eine Zollstation ums Leben. Ein weiterer katholischer Priester wurde an der Grenze zu Mali verschleppt. Ende April hatte bereits ein Anschlag auf eine protestantische Gemeinde im Norden des Landes stattgefunden.<\/p>\n<p><strong>\u201eDie n\u00e4chste humanit\u00e4re Katastrophe in Westafrika ist l\u00e4ngst da\u201c<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEs gibt noch eine Vielzahl weiterer \u00dcbergriffe, bei denen die Christen drangsaliert und aus ihren D\u00f6rfern vertrieben wurden\u201c, betonte Rechberger. \u201eDie n\u00e4chste humanit\u00e4re Katastrophe im Westafrika ist l\u00e4ngst da. Die Welt\u00f6ffentlichkeit kann die Augen nicht l\u00e4nger verschlie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p>Als Urheber der Gewaltakte werden von den lokalen Beh\u00f6rden und Kirchenvertretern islamistische S\u00f6ldnerbanden benannt, die seit 2015 \u00fcber die Nachbarl\u00e4nder vordringen. Die anhaltenden Attacken auf Christen dienten als Vorwand, um das Land zu spalten, so die lokalen Partner von \u201eKirche in Not\u201c. Bislang habe das Zusammenleben der Religionen ohne gr\u00f6\u00dfere Zwischenf\u00e4lle funktioniert. In Burkina Faso sind rund ein Viertel der Bev\u00f6lkerung Christen, \u00fcber die H\u00e4lfte muslimisch, etwa 20 Prozent geh\u00f6ren Stammesreligionen an, so der Bericht \u201eReligionsfreiheit weltweit\u201c von \u201eKirche in Not\u201c.<\/p>\n<p>Der erneute Angriff sei ein Weckruf, betonte Rechberger: \u201eWir haben es in der Hand, die Friedensarbeit und den pastoralen Einsatz der Kirche zu st\u00e4rken, damit die Menschen in einem Advent der Angst und der Trauer die Solidarit\u00e4t von Christen auf der ganzen Welt sp\u00fcren.\u201c<\/p>\n<p><em>Weitere Informationen zur Lage in Burkina Faso liefert der Bericht \u201eReligionsfreiheit weltweit\u201c von \u201eKirche in Not\u201c:&nbsp;<\/em><a href=\"https:\/\/religious-freedom-report.org\/de\/pdf_de\/?pais=1779\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>https:\/\/religious-freedom-report.org\/de\/pdf_de\/?pais=1779<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das internationale katholische Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c ist entsetzt \u00fcber einen erneuten Anschlag auf eine christliche Kirche in Burkina Faso. 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