{"id":1951,"date":"2020-01-14T08:10:36","date_gmt":"2020-01-14T07:10:36","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/priesterseminaristen-entfuehrt-html\/"},"modified":"2023-02-21T09:11:50","modified_gmt":"2023-02-21T08:11:50","slug":"priesterseminaristen-entfuehrt-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/priesterseminaristen-entfuehrt-html\/","title":{"rendered":"Priesterseminaristen entf\u00fchrt"},"content":{"rendered":"<p>KIRCHE IN NOT reagiert best\u00fcrzt auf die Nachricht \u00fcber die Entf\u00fchrung von vier jungen Priesteramtskandidaten in Nigeria. Nach lokalen Quellen ereignete sich der Vorfall bereits am 8. Januar 2020 im Priesterseminar \u201eGood Shepherd\u201c (Guter Hirte) in der nordnigerianischen Stadt Kaduna.<\/p>\n<p>Kurz nach 22:30 Uhr \u00fcberwanden die Entf\u00fchrer den Zaun um den Wohntrakt der Seminaristen und drangen in das Geb\u00e4ude ein. Sie schossen um sich, entwendeten Wertsachen und brachten vier Seminaristen in ihre Gewalt. Bei den Entf\u00fchrten handelt es sich um die Priesteramtskandidaten Pius Kanwai (19 Jahre), Peter Umenukor (23 Jahre), Stephen Amos (23 Jahre) und Michael Nnadi (18 Jahre). Sie stammen aus verschiedenen nordnigerianischen Di\u00f6zesen und befanden sich am Beginn ihres Studiums. Seit der Entf\u00fchrung gibt es kein Lebenszeichen von ihnen, ihr Aufenthaltsort ist unbekannt. Auch \u00fcber die Identit\u00e4t und die Hintergr\u00fcnde der Entf\u00fchrer liegen bislang keine Informationen vor.<\/p>\n<p><strong>Kriminelle n\u00fctzen unsichere Lage aus<\/strong><\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzungen von \u201eKirche in Not\u201c scheint die Entf\u00fchrung keinen direkten religi\u00f6sen Hintergrund zu haben. Die Sicherheitslage im sogenannten \u201eMiddle Belt\u201c Nigerias, zu dem auch Kaduna geh\u00f6rt, ist ohnehin wegen zahlreicher \u00dcbergriffe von Angeh\u00f6rigen des Nomadenstammes der Fulani auf mehrheitlich christliche D\u00f6rfer prek\u00e4r. Unz\u00e4hlige Menschen sind auf der Flucht. Im Nordosten des Landes treibt weiterhin die islamistische Terrorgruppe \u201eBoko Haram\u201c ihr Unwesen.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sident von \u201eKirche in Not\u201c, Dr. Thomas Heine-Geldern, zeigte sich entsetzt \u00fcber die Entf\u00fchrung: \u201eDie Entf\u00fchrung unschuldiger junger Priesteramtskandidaten ist ein grausamer Akt. Wir appellieren an das Gewissen der Entf\u00fchrer, die jungen M\u00e4nner freizulassen. Wir bitten gleichzeitig die \u00d6ffentlichkeit, sich unseren Gebeten anzuschlie\u00dfen, damit die vier Seminaristen bald unverletzt freikommen.\u201c Heine-Geldern erinnerte auch an die Familien der Entf\u00fchrten und die \u00fcbrigen rund 270 Studenten und Lehrer des Priesterseminars von Kaduna. \u201eSie machen eine schreckliche Zeit durch. Nigerias Christen gehen seit Jahren durch die H\u00f6lle, aber ihr Glaube wankt nicht\u201c, sagte Heine-Geldern.<\/p>\n<p>Die Regierung Nigerias m\u00fcsse dringend etwas unternehmen, um Leben und Eigentum der Menschen zu sch\u00fctzen. Sonst k\u00f6nne eine neue Eskalation drohen, so Heine-Geldern. \u201eDie Entf\u00fchrungen und Morde erinnern mich an die Situation im Irak vor der Invasion der Truppen des sogenannten ,Islamischen Staates\u1ffe. Schon damals wurden dort Christen entf\u00fchrt, beraubt und umgebracht, weil es keinerlei staatlichen Schutz gab. Dieses Schicksal muss den Christen Nigerias erspart bleiben. Die Regierung muss handeln, bevor es zu sp\u00e4t ist.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KIRCHE IN NOT reagiert best\u00fcrzt auf die Nachricht \u00fcber die Entf\u00fchrung von vier jungen Priesteramtskandidaten in Nigeria. Nach lokalen Quellen ereignete sich der Vorfall bereits am 8. Januar 2020 im Priesterseminar \u201eGood Shepherd\u201c (Guter Hirte) in der nordnigerianischen Stadt Kaduna. 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