{"id":1953,"date":"2020-01-16T08:08:43","date_gmt":"2020-01-16T07:08:43","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/ermordung-der-erzbischoefe-bestaetigt-html\/"},"modified":"2023-02-21T09:11:40","modified_gmt":"2023-02-21T08:11:40","slug":"ermordung-der-erzbischoefe-bestaetigt-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/ermordung-der-erzbischoefe-bestaetigt-html\/","title":{"rendered":"Ermordung der Erzbisch\u00f6fe best\u00e4tigt"},"content":{"rendered":"<p>Bereits im Dezember 2016 sollen die jahrelang als Geiseln gehaltenen Erzbisch\u00f6fe von Aleppo, der griechisch-orthodoxen Boulos Yazigi und der syrisch-orthodoxen Gregorios Yohanna Ibrahim von Milizion\u00e4ren ermordet worden sein. Die beiden Erzbisch\u00f6fe waren am 22. April 2013 im Gebiet zwischen der syrischen Metropole Aleppo und der Grenze zur T\u00fcrkei verschleppt worden. Eine Recherche unter Leitung des syrischen Wissenschaftlers Mansur Salib mit Wohnsitz in den USA, die auf der Plattform \u201emedium.com\u201c verbreitet wurde, unterst\u00fctzt diese These. Den Autoren zufolge haben Mitglieder der w\u00e4hrend des Syrienkonflikts sowohl von Saudi-Arabien als auch von den USA unterst\u00fctzten Nour al-Din al-Zenki-Bewegung die beiden Erzbisch\u00f6fe get\u00f6tet.<\/p>\n<p> Nach Angaben der Autoren der Recherche sollen die beiden Erzbisch\u00f6fe von Aleppo am 22. April 2013 an Bord eines Toyota-Kleinlastwagens verlassen haben, der vom Fahrer Fatha &#8218;Allah Kabboud gesteuert wurde, um gemeinsam die Freilassung von zwei Priestern zu erwirken. Der armenisch-katholische Priester Michael Kayyal und der griechisch-orthodoxe Geistliche Maher Mahfouz waren zuvor von Anti-Assad-Rebellen entf\u00fchrt worden, die damals die Gebiete \u00f6stlich der syrischen Metropole Aleppo kontrollierten. Die in Zivil gekleidet Bisch\u00f6fe sollen, nach einer Rekonstruktion der Autoren, dabei jedoch in eine Falle geraten sein, da die beiden entf\u00fchrten Priester Kayyal und Mahfouz nur als &#8222;K\u00f6der&#8220; benutzt worden sein sollen, um an die beiden Erzbisch\u00f6fe zu gelangen. Das Fahrzeug, in dem die beiden Erzbisch\u00f6fe von Aleppo unterwegs waren, wurde von den Entf\u00fchrern angehalten und der Fahrer Fatha Allah Kabboud, ein Katholik und Vater von drei Kindern, mit einem Kopfschuss get\u00f6tet. Zu der Entf\u00fchrung hatte sich keine Gruppe bekannt.<\/p>\n<p> In den folgenden Monaten und Jahren wurden Ger\u00fcchte \u00fcber ihre bevorstehende Freilassung mehrmals in Umlauf gebracht, erwiesen sich jedoch immer als unwahr. Wie aus der jetzt auf medium.com ver\u00f6ffentlichten Untersuchung hervorging soll auch der t\u00fcrkische Geheimdienst MIT an der Entf\u00fchrung beteiligt gewesen sein und man begr\u00fcndet dies mit der Behauptung, dass die Gebiete, in denen die Entf\u00fchrungen stattfanden zu dieser Zeit &#8222;Sammelbecken der ausl\u00e4ndische Geheimdienste&#8220; waren, die dort ohne die Unterst\u00fctzung &#8222;gew\u00f6hnlicher Terroristen&#8220; kaum h\u00e4tten operieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p> Die Geschichte des Verschwindens der beiden Erzbisch\u00f6fe war gepr\u00e4gt von irref\u00fchrenden und falschen und Informationen, wie die einige Tage nach ihrer Entf\u00fchrung verbreitete Notiz \u00fcber ihre angebliche Freilassung, nach der sie sich auf den Weg zur syrisch-orthodoxe Kathedrale in Aleppo befinden sollten, wo dann eine Vielzahl von Christen aus Aleppo vergeblich auf sie warteten.<\/p>\n<p> Die Recherche basiert auf bereits bekannte Nachrichten, enth\u00e4lt aber auch Annahmen, die ohne objektive Erkenntnisse aufgestellt wurden, einschlie\u00dflich der Vermutung, dass der den syrischen Oppositionsgruppen nahe stehende Christ George Sabra, in die Angelegenheit verwickelt sein soll oder die Hypothese, dass die Entf\u00fchrer darauf abzielen, die beiden Metropoliten zum Islam zu konvertieren, um \u00c4ngste und Verzweiflung unter den \u00f6rtlichen christlichen Gemeinschaften zu sch\u00fcren. <br \/> Der wichtigste Zeuge unter den in dem Bericht erw\u00e4hnten Personen scheint Yassir Muhdi zu sein, der als Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter der beiden Bisch\u00f6fe gewesen sein soll und von den syrischen Streitkr\u00e4ften gefangen genommen wurde. &#8222;Die offiziellen Ermittlungen&#8220;, best\u00e4tigt das Dossier, \u201esind noch nicht abgeschlossen, weil es nicht m\u00f6glich war, die sterblichen \u00dcberreste der beiden Geistlichen zu finden&#8220;. Unterdessen vermuten die Autoren, dass die beiden Erzbisch\u00f6fe gefoltert worden sein sollen und dass einer von ihnen im Jahr 2015 in einer der \u201eAntakya Devlet Hastanesi-Klinik\u201c in Antiochia in der t\u00fcrkischen Provinz Hatay behandelt wurde. Im letzten Teil der Untersuchung wird behauptet, die beiden Bisch\u00f6fe seien im Dezember 2016 an einem nicht n\u00e4her bezeichneten Ort get\u00f6tet und begraben worden, w\u00e4hrend Gebiete \u00f6stlich von Aleppo von der syrischen Armee zur\u00fcckerobert wurden.<\/p>\n<p> Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die auf medium.com ver\u00f6ffentlichte Umfrage hilfreich sein kann, um Einzelheiten der Entf\u00fchrungsdynamik zu Beginn der Ereignisse zu aufzukl\u00e4ren. In vielen Passagen scheint sie jedoch nicht ausreichend und endg\u00fcltige zu Aufkl\u00e4rung Schicksals der Erzbisch\u00f6fe Boulos Yazigi und Mar Gregorios Yohanna Ibrahim beitragen zu k\u00f6nnen. (Quelle: Fidesdienst, Foto: KIRCHE IN NOT)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits im Dezember 2016 sollen die jahrelang als Geiseln gehaltenen Erzbisch\u00f6fe von Aleppo, der griechisch-orthodoxen Boulos Yazigi und der syrisch-orthodoxen Gregorios Yohanna Ibrahim von Milizion\u00e4ren ermordet worden sein. Die beiden Erzbisch\u00f6fe waren am 22. April 2013 im Gebiet zwischen der syrischen Metropole Aleppo und der Grenze zur T\u00fcrkei verschleppt worden. 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