{"id":1991,"date":"2020-03-27T16:53:20","date_gmt":"2020-03-27T15:53:20","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/dschihadistische-gruppen-mosambik-html\/"},"modified":"2023-02-21T09:02:20","modified_gmt":"2023-02-21T08:02:20","slug":"dschihadistische-gruppen-mosambik-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/dschihadistische-gruppen-mosambik-html\/","title":{"rendered":"Dschihadistische Gruppen in Mosambik"},"content":{"rendered":"<p>Dschihadistische Gruppen hissen die schwarze Flagge in Mosambik.&nbsp;\u201eWas hier geschieht, ist eine Schande\u201c, klagt der Bischof von Pemba nach dem j\u00fcngsten Angriff in seiner Di\u00f6zese.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">Am vergangenen Montag, den 23. M\u00e4rz, hat eine bewaffnete Gruppe die Stadt Moc\u00edmboa da Praia, die Bezirkshauptstadt der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks mit etwa zwanzigtausend Einwohnern, angegriffen und besetzt. Der Angriff ging \u00fcber mehrere Stunden.<\/span><\/p>\n<p>Nach Angaben lokaler Medien steckten die Angreifer \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude in Brand, lie\u00dfen H\u00e4ftlinge aus dem \u00f6rtlichen Gef\u00e4ngnis frei und patrouillierten sogar frei auf den Stra\u00dfen. Als weiteres Zeichen ihrer Machtdemonstration hissten die Aufst\u00e4ndischen die schwarze Flagge, Kennzeichen dschihadistischer Gruppen.<\/p>\n<p>In einem Telefongespr\u00e4ch mit dem international Hilfswerk KIRCHE IN NOT best\u00e4tigte Bischof Luiz Fernando Lisboa von Pemba die Vorkommnisse: \u201eSie gingen ein und aus, wie sie wollten. Es gab keine entschlossene Reaktion der Sicherheitskr\u00e4fte. Viele der Sicherheitskr\u00e4fte flohen, weil die Angreifer zahlreicher waren, so dass diese Kleidung, Waffen, Lebensmittel, Autos und Milit\u00e4rkleidung mitnehmen konnten. Einige [der Angreifer] waren mit milit\u00e4rischen [Uniformen] bekleidet. Die so genannte Verst\u00e4rkung der Verteidigungskr\u00e4fte kam erst, nachdem sich die Angreifer zur\u00fcckgezogen hatten\u201c, sagte der Bischof gegen\u00fcber KIRCHE IN NOT.<\/p>\n<p>\u201eEs ist ein Skandal. Was in Mosambik geschieht, ist eine Schande. Es ist wirklich traurig, dass unsere Bev\u00f6lkerung auf diese Weise gedem\u00fctigt wird\u201c, betonte der Bischof.<\/p>\n<p><strong>Ein Wendepunkt?<\/strong><\/p>\n<p>Der Angriff k\u00f6nnte einen Wendepunkt in der wachsenden Instabilit\u00e4t darstellen, die im Norden Mosambiks seit Oktober 2017 zu sp\u00fcren ist. Bislang fanden die Angriffe vor allem in l\u00e4ndlichen oder d\u00fcnn besiedelten Gebieten statt. Diesmal haben die Aufst\u00e4ndischen eine Machtdemonstration in der Bezirkshauptstadt gewagt.<\/p>\n<p>In Folge dessen hat die Angst in der Bev\u00f6lkerung zugenommen: \u201eSie haben die Botschaft hinterlassen, dass sie zur\u00fcckkehren werden\u201c, unterstrich der Bischof. \u201eDie Menschen haben Angst. Nachdem Moc\u00edmboa, die gr\u00f6\u00dfte Stadt in dieser Region, angegriffen wurde, f\u00fchlt sich [die Bev\u00f6lkerung] von Palma, von Mueda, von Macomia in Gefahr. Die Menschen haben Angst; sie hatten zwar schon vorher Angst, aber jetzt ist es noch schlimmer geworden.\u201c<\/p>\n<p>Lokalen Presseberichten zufolge gab es w\u00e4hrend der Macht\u00fcbernahme in Moc\u00edmboa Szenen von \u201eChaos und Panik\u201c, als die Angreifer selbst an den wichtigsten Geb\u00e4uden schwarze Flaggen hissten, die die Gruppen als Dschihadisten ausweisen.<\/p>\n<p>Die Terrorgruppe Islamischer Staat hat k\u00fcrzlich die Verantwortung f\u00fcr weitere Anschl\u00e4ge in der Provinz Cabo Delgado \u00fcbernommen. Anfang M\u00e4rz bekannte sie sich \u00fcber das Internet nach Zusammenst\u00f6\u00dfen mit Regierungstruppen schuldig am Tod von mosambikanischen Armeesoldaten. Und am 19. Februar wurden mindestens vier Soldaten in dem Dorf Chiculua im Bezirk Palma get\u00f6tet, wo der Islamische Staat vermeintlich mehrere H\u00e4user niederbrannte und einige Gesch\u00e4fte pl\u00fcnderte.<\/p>\n<p>Die katholische Kirche verfolgt die Entwicklung nat\u00fcrlich mit Sorge. \u201eDer Angriff in dieser Woche hat das Gef\u00fchl der Unsicherheit noch verst\u00e4rkt. Die katholische Kirche wird weiterhin den Menschen zur Seite stehen, trotz des offensichtlichen Risikos weiterer bewaffneter Zwischenf\u00e4lle\u201c, sagte Bischof Luiz Fernando gegen\u00fcber KIRCHE IN NOT. (Bild: TUBS\/wikipedia)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dschihadistische Gruppen hissen die schwarze Flagge in Mosambik.&nbsp;\u201eWas hier geschieht, ist eine Schande\u201c, klagt der Bischof von Pemba nach dem j\u00fcngsten Angriff in seiner Di\u00f6zese.&nbsp;Am vergangenen Montag, den 23. 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