{"id":2025,"date":"2020-06-08T07:02:44","date_gmt":"2020-06-08T07:02:44","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/27-tote-bei-ueberfall-auf-christliche-doerfer-html\/"},"modified":"2023-02-20T12:40:12","modified_gmt":"2023-02-20T11:40:12","slug":"27-tote-bei-ueberfall-auf-christliche-doerfer-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/27-tote-bei-ueberfall-auf-christliche-doerfer-html\/","title":{"rendered":"27 Tote bei \u00dcberfall auf christliche D\u00f6rfer"},"content":{"rendered":"<p>Mutma\u00dflich islamische Extremisten haben im westafrikanischen Mali bei Angriffen auf drei \u00fcberwiegend von Christen bewohnte D\u00f6rfer mindestens 27 Menschen get\u00f6tet. Einige der Opfer wurden lebendig verbrannt, berichtet die Online-Zeitung \u201eChristian Post\u201c. Demnach \u00fcberfielen bewaffnete M\u00e4nner auf Motorr\u00e4dern zwischen dem 2. und 3. Juni die D\u00f6rfer Bankass, Koro und Till\u00e9 (Region Mopti\/Zentral-Mali). Lokalen Beamten zufolge k\u00f6nnte es sich bei den M\u00e4nnern um Dschihadisten gehandelt haben. Diese h\u00e4tten behauptet, die Hirten aus dem Volk der Fulani vor den Bauern des Minderheitenstammes der Dogon besch\u00fctzen zu wollen. Der \u00fcberwiegende Teil der Dogon sind Muslime. Rund elf Prozent sind Christen. In den vergangenen Jahren kam es in Mali immer wieder zu gewaltt\u00e4tigen Eskalationen zwischen Dogon-Bauern und halbnomadisch lebenden Fulani-Hirten mit Opfern auf beiden Seiten.<\/p>\n<p><strong>Kampf um Vormachtstellung<\/strong><\/p>\n<p>Laut der christlichen Hilfsorganisation \u201eBarnabus Aid\u201c f\u00fchren seit 2016 Dschihadisten einen \u201eKrieg\u201c um die Vorherrschaft in Nord- und Zentral-Mali. Erkl\u00e4rtes Ziel sei die landesweite Durchsetzung des islamischen Rechts (Scharia). Extremisten verw\u00fcsteten immer wieder christliche D\u00f6rfer und vertrieben Bewohner. Bei einem Angriff im Juli vergangenen Jahres auf das Dorf Sobame Da (Region Mopti) starben bis zu 135 Menschen \u2013 darunter Frauen und Kinder. Der Staat Mali stand lange weithin f\u00fcr einen gem\u00e4\u00dfigten Islam. 2012 \u00fcbernahmen radikale Islamisten im Norden zeitweise die Macht, konnten aber zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden. Seit 2013 sichern UN-Soldaten die Region. Nach Angaben des christlichen Hilfswerks Open Doors ist der Einfluss der islamischen Extremisten weiter sp\u00fcrbar. Zum einen h\u00e4tten sie die dort lebende muslimische Bev\u00f6lkerung radikalisiert, zum anderen stelle ihr fortw\u00e4hrender Aufstand insgesamt eine Bedrohung f\u00fcr die Christen im Land dar. Von den etwa 17,9 Millionen Einwohnern Malis sind \u00fcber 95 Prozent Muslime und knapp f\u00fcnf Prozent Christen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mutma\u00dflich islamische Extremisten haben im westafrikanischen Mali bei Angriffen auf drei \u00fcberwiegend von Christen bewohnte D\u00f6rfer mindestens 27 Menschen get\u00f6tet. Einige der Opfer wurden lebendig verbrannt, berichtet die Online-Zeitung \u201eChristian Post\u201c. Demnach \u00fcberfielen bewaffnete M\u00e4nner auf Motorr\u00e4dern zwischen dem 2. und 3. Juni die D\u00f6rfer Bankass, Koro und Till\u00e9 (Region Mopti\/Zentral-Mali). 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