{"id":203,"date":"2013-07-23T07:04:00","date_gmt":"2013-07-23T07:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/menschenrechtslage-verschlechtert-sich-html\/"},"modified":"2022-12-06T15:34:00","modified_gmt":"2022-12-06T15:34:00","slug":"menschenrechtslage-verschlechtert-sich-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/menschenrechtslage-verschlechtert-sich-html\/","title":{"rendered":"Menschenrechtslage verschlechtert sich"},"content":{"rendered":"<p>In den vergangenen 18 Monaten verschlechterte sich in Pakistan die Menschenrechtslage, insbesondere im Hinblick auf die Achtung der Religionsfreiheit. Darunter leiden vor allem religi\u00f6se Minderheiten, wie Schiiten, Christen, Hindu, Sihk und Ahmadi, die zunehmend Opfer von Gewalt werden. Dies dokumentiert der Bericht der US-amerikanischen Internationalen Kommission f\u00fcr Religionsfreiheit (USCIRF). Der Bericht fasst die Ergebnisse des \u201ePakistan Religious Violence Projekt\u201c zusammen, das die Kommission von Januar 2012 bis Juni 2013 durchf\u00fchrte. Insgesamt werden 203 gewaltsame sektiererische \u00dcbergriffe dokumentiert, deren Opfer insgesamt 1.800 Personen waren, von denen \u00fcber 700 ums Leben kamen.<\/p>\n<p>Wie aus dem Bericht hervorgeht, wurden allein insgesamt 77 schwere Anschl\u00e4ge auf schiitische Muslime ver\u00fcbt. Von Januar 2012 bis Juni 2013 kam es au\u00dferdem zu 16 \u00dcbergriffen auf Hindus und 3 auf Sikh, bei denen zwei Hindus und ein Sikh starben. Sieben hinduistische Frauen wurden vergewaltigt. Christen, so der Bericht weiter, wurden in 37 F\u00e4llen Opfer gezielter Angriffe, bei denen 11 Menschen starben und 36 verletzt wurden, au\u00dferdem wurden f\u00fcnf christliche Frauen vergewaltigt. Zu den \u00dcbergriffen auf Christen geh\u00f6rt auch der Anschlag auf die \u201eJoseph Colony\u201c in Lahore im M\u00e4rz 2013 (180 Wohnungen wurde verw\u00fcstet) und \u00dcbergriffe auf die Franziskuskirche in Karachi oder die presbyterianische Kirche in Faisalabad. In verschiedenen F\u00e4llen liegen den \u00dcbergriffen Anklagen der Blasphemie zugrunde.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund, so der Bericht, \u201egestaltet sich die Zukunft f\u00fcr die neue Regierung unter Premierminister Nawaz Sharif schwierig\u201c, denn \u201ef\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der zunehmenden Gewalt werden konkrete Ma\u00dfnahmen und entschlossenes Handeln notwendig sein, damit die Verantwortlichen festgenommen und vor Gericht gestellt werden\u201c. Obschon viele \u00dcbergriffe auf religi\u00f6se Minderheiten die Tat privater oder extremistischer Gruppen seien \u201edie Regierenden nicht unschuldig\u201c. \u201ePolizeibeamte haben oft bei Massenanschl\u00e4gen weggeschaut oder sie nahmen Anzeigen nicht an, wenn es sich bei den Opfern um Angeh\u00f6rige religi\u00f6ser Minderheiten handelt\u201c, hei\u00dft es in dem Bericht. \u201eDas Klima der Straffreiheit, das f\u00fcr alle pakistanischen B\u00fcrger unabh\u00e4ngig von deren Glauben eine Bedrohung darstellt\u201c, so der Bericht abschlie\u00dfend, \u201ewird auch durch das Blasphemiegesetz und dessen Missbrauch gef\u00f6rdert\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangenen 18 Monaten verschlechterte sich in Pakistan die Menschenrechtslage, insbesondere im Hinblick auf die Achtung der Religionsfreiheit. Darunter leiden vor allem religi\u00f6se Minderheiten, wie Schiiten, Christen, Hindu, Sihk und Ahmadi, die zunehmend Opfer von Gewalt werden. 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