{"id":2037,"date":"2020-06-23T07:12:41","date_gmt":"2020-06-23T07:12:41","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/ueber-111-mio-eu-fuer-leidende-christen-html\/"},"modified":"2022-12-06T15:32:35","modified_gmt":"2022-12-06T15:32:35","slug":"ueber-111-mio-eu-fuer-leidende-christen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/ueber-111-mio-eu-fuer-leidende-christen-html\/","title":{"rendered":"\u00dcber 111 Mio. \u20ac f\u00fcr leidende Christen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13.008px;\">Das weltweite p\u00e4pstliche Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c (international \u201eAid to the Church in Need\u201c \u2013 ACN) konnte im Jahr 2019 mit 111,2 Millionen Euro Projekte und Aktivit\u00e4ten f\u00fcr verfolgte und notleidende Christen verwirklichen. Das entspricht dem Niveau des Vorjahres (111,1 Millionen Euro). Die Spendengelder flossen vorrangig in mehr als 5 200 Hilfsprojekte in 139 L\u00e4ndern.<\/span><\/p>\n<p>Die 23 Nationalb\u00fcros des Hilfswerks haben \u00fcber 106 Millionen Euro Spenden gesammelt; f\u00fcnf Millionen Euro am Gesamtergebnis stammen aus Vorjahresspenden. Die \u00f6sterreichischen Wohlt\u00e4ter von \u201eKirche in Not\u201c haben mit knapp 2,7 Millionen dazu &nbsp;beitragen. \u201eDie &nbsp;Spendenbereitschaft und Treue unserer Wohlt\u00e4ter machen uns dankbar und dem\u00fctig\u201c, erkl\u00e4rte Herbert Rechberger, Nationaldirektor von &nbsp;\u201eKirche in Not\u201c \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>\u00dcber 80 Prozent der Einnahmen von \u201eKirche in Not\u201c flossen in Projektarbeit, Information \u00fcber die verfolgte Kirche und Gebetsinitiativen \u2013 die drei Hauptaufgaben des Hilfswerks. Die Verwaltungsausgaben lagen bei rund acht Prozent. Elf Prozent wurden f\u00fcr Wohlt\u00e4tergewinnung und -betreuung aufgewendet. Die sachgem\u00e4\u00dfe Mittelverwendung ist von unabh\u00e4ngigen Wirtschaftspr\u00fcfern testiert. \u201eKirche in Not\u201c \u00d6sterreich tr\u00e4gt dar\u00fcber hinaus schon von Anfang an das Spendeng\u00fctesiegel und hat seit 5. Februar 2019 auch die Spendenabsetzbarkeit.<\/p>\n<p><strong>Afrika erh\u00e4lt die meisten Hilfen<\/strong><\/p>\n<p>Dank der stabilen Spendeneinnahmen konnte \u201eKirche in Not\u201c 211 Projekte mehr als 2018 unterst\u00fctzen und war in \u00fcber 1160 Di\u00f6zesen der Weltkirche aktiv \u2013 das ist mehr als ein Drittel der Di\u00f6zesen weltweit.<\/p>\n<p>Schwerpunkt der Hilfen im Jahr 2019 war der afrikanische Kontinent. Fast ein Drittel der Projektausgaben ging dorthin, zum Beispiel in die Demokratische Republik Kongo, nach Nigeria, Kamerun und Burkina Faso. Diese L\u00e4nder werden seit Jahren von fundamentalistischem Terror heimgesucht. \u201eDie Not der Menschen vor allem in den L\u00e4ndern der Sahel-Zone schreit zum Himmel. Sie f\u00fchlen sich von der Weltgemeinschaft im Stich gelassen\u201c, erkl\u00e4rte Rechberger.<\/p>\n<p>Ein Viertel der Projektgelder floss in den Nahen Osten, um die in ihrer Existenz bedrohten Christen zu unterst\u00fctzen. \u201eKirche in Not\u201c leistet Aufbau- und \u00dcberlebenshilfe, zum Beispiel in Syrien und im Irak. Dort hatte das Hilfswerk in den vergangenen Jahren den Wiederaufbau von zerst\u00f6rten Wohnh\u00e4usern in der Ninive-Ebene unterst\u00fctzt. Nun wurde eine neue Phase eingel\u00e4utet: Auch Kirchen und Kl\u00f6ster werden jetzt nach und nach wieder instandgesetzt. Darunter befindet sich auch die Al-Tahira-Kirche in Karakosch (Baghdeda), die gr\u00f6\u00dfte Kirche im Irak.<\/p>\n<p>An dritter Stelle der Hilfsregionen von \u201eKirche in Not\u201c stand auch 2019 Osteuropa. Die mit Abstand meisten Gelder kamen der katholischen Minderheit in der Ukraine zugute. Dort wurden 2019 \u00fcber 300 Projekte realisiert.<\/p>\n<p><strong>Neue Schwerpunkte in Lateinamerika und Asien<\/strong><\/p>\n<p>In Lateinamerika widmete \u201eKirche in Not\u201c besonders Venezuela gesteigerte Aufmerksamkeit. Das Land befindet sich in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Die Kirche in Venezuela ist oft die einzige Anlaufstelle f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung. Neben Brasilien gehen die meisten Hilfsgelder f\u00fcr diese Weltregion dorthin.<\/p>\n<p>In Asien stehen besonders Pakistan und Indien im Fokus, wo &nbsp;islamistischer Fundamentalismus beziehungsweise ein \u00fcbersteigerter hinduistischer Nationalismus das Leben der Christen bedrohen. K\u00fcrzlich hat \u201eKirche in Not\u201c ein Hilfsprojekt gestartet, damit pakistanische Christen w\u00e4hrend der Corona-Krise mit den lebensnotwendigsten Dingen versorgt werden k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n<p>In allen Weltregionen hat \u201eKirche in Not\u201c 2019 die Unterst\u00fctzung f\u00fcr angehende Priester und Ordensleute verst\u00e4rkt. Mehr als 13 000 Ordensfrauen und -m\u00e4nner in Kriegsgebieten, den Elendsvierteln gro\u00dfer Metropolen und unwegsamen Regionen Afrikas, Lateinamerikas oder Asiens erhielten Hilfe f\u00fcr ihren Einsatz. \u201eKirche in Not\u201c unterst\u00fctzte auch jeden siebten angehenden Priester weltweit bei der Ausbildung \u2013 insgesamt \u00fcber 16 000 Seminaristen.<\/p>\n<p>\u201eEine gro\u00dfe Unterst\u00fctzung und geistliche Verbundenheit sind Messstipendien\u201c, die ca. ein Drittel der Spenden in \u00d6sterreich ausmachen,\u201c erkl\u00e4rte Rechberger. \u00dcber 1,3 Millionen Gaben f\u00fcr die Feier der heiligen Messe in einem bestimmten Anliegen konnte \u201eKirche in Not\u201c 2019 an mittellose Priester weiterleiten. Die meisten von ihnen verwenden die Mess-Stipendien nicht nur f\u00fcr ihren eigenen Unterhalt, sondern auch f\u00fcr pastorale und soziale Aufgaben.<\/p>\n<p><strong>\u201eKirche in Not\u201c als Anwalt f\u00fcr verfolgte Christen und Religionsfreiheit<\/strong><\/p>\n<p>\u201eKirche in Not\u201c steht verfolgten und notleidenden Christen nicht nur unterst\u00fctzend bei, sondern verleiht ihnen auch eine Stimme in Politik und \u00d6ffentlichkeit. Das Hilfswerk vermittelt regelm\u00e4\u00dfig ranghohe Kirchenvertreter zu Gespr\u00e4chen vor EU- und UN-Institutionen. Publikationen wie der alle zwei Jahre erscheinende Bericht \u201eReligionsfreiheit weltweit\u201c oder die Studie \u201eVerfolgt und vergessen?\u201c informieren aktuell \u00fcber die Lage benachteiligter Christen und machen sich f\u00fcr das Menschenrecht auf Religionsfreiheit stark.<\/p>\n<p>Auch die Aktion \u201eRed Wednesday (\u201eRoter Mittwoch\u201c) erweckt &nbsp;immer mehr Aufmerksamkeit: 2019 wurden in \u00d6sterreich dutzende Kirchen und Geb\u00e4ude rot angestrahlt, um auf die schwierige Lage der Religionsfreiheit hinzuweisen und zum Gebet f\u00fcr verfolgte Christen einzuladen.&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr alle diese Aktivit\u00e4ten hofft Nationaldirektor Herbert Rechberger weiterhin auf Unterst\u00fctzung, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung: \u201eDie Corona-Pandemie betrifft uns alle; Christen in Kriegs- und Krisenregionen aber st\u00fcrzt sie noch weiter ins Elend. Wir konnten umfangreiche Hilfen bereitstellen, damit Priester und Ordensleute die Krise schultern und f\u00fcr die ihnen anvertrauten Menschen da sein k\u00f6nnen \u2013 materiell wie geistlich. Dazu z\u00e4hlen wir auf die Gro\u00dfherzigkeit unserer Wohlt\u00e4ter, die uns auch im vergangenen Jahr nicht im Stich gelassen haben.\u201c<\/p>\n<p><em>Das Hilfswerk wurde 1947 vom niederl\u00e4ndischen Pr\u00e4monstratenser Werenfried van Straaten (1913-2003) gegr\u00fcndet. Um die Not der heimatvertriebenen Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg zu lindern, organisierte Pater Werenfried in Belgien und den Niederlanden Hilfe f\u00fcr die verhassten Feinde von gestern und rief zur Vers\u00f6hnung auf. Da er anfangs bei den fl\u00e4mischen Bauern vor allem Speck sammelte, nannte man ihn bald den \u201eSpeckpater\u201c.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das weltweite p\u00e4pstliche Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c (international \u201eAid to the Church in Need\u201c \u2013 ACN) konnte im Jahr 2019 mit 111,2 Millionen Euro Projekte und Aktivit\u00e4ten f\u00fcr verfolgte und notleidende Christen verwirklichen. Das entspricht dem Niveau des Vorjahres (111,1 Millionen Euro). Die Spendengelder flossen vorrangig in mehr als 5 200 Hilfsprojekte in 139 L\u00e4ndern. 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