{"id":2051,"date":"2020-07-15T10:40:08","date_gmt":"2020-07-15T10:40:08","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/eu-engagement-fuer-religionsfreiheit-html\/"},"modified":"2022-12-06T15:32:35","modified_gmt":"2022-12-06T15:32:35","slug":"eu-engagement-fuer-religionsfreiheit-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/eu-engagement-fuer-religionsfreiheit-html\/","title":{"rendered":"EU: Engagement f\u00fcr Religionsfreiheit"},"content":{"rendered":"<p>EU bekr\u00e4ftigt ihr Engagement f\u00fcr Religionsfreiheit. Das Amt des EU-Sonderbeauftragten f\u00fcr Religionsfreiheit bleibt erhalten.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">Das weltweite p\u00e4pstliche Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c begr\u00fc\u00dft die Entscheidung der EU-Kommission, wonach das Amt des EU-Sonderbeauftragten f\u00fcr Religionsfreiheit nun doch erhalten bleiben soll. \u201eDie Notwendigkeit war gro\u00df, da seit Beginn der Corona-Krise viele Menschenrechte bedroht waren und die Religionsfreiheit in vielen L\u00e4ndern beschnitten wurde\u201c, erkl\u00e4rte Thomas Heine-Geldern, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Pr\u00e4sident von \u201eKirche in Not\u201c International. \u201eDie Europ\u00e4ische Union bekr\u00e4ftigt nun ihr Engagement in Sachen Religionsfreiheit, das vor wenigen Wochen gef\u00e4hrdet schien.\u201c<\/span><\/p>\n<p>Die EU-Kommission hatte Mitte Juni angek\u00fcndigt, das Amt des Sonderbeauftragten f\u00fcr Religionsfreiheit nicht weiter zu besetzen. Nach Protesten zahlreicher Parlamentarier und Organisationen zog die Kommission diese Entscheidung nun zur\u00fcck.<\/p>\n<p>\u201eWir hoffen, dass jetzt so schnell wie m\u00f6glich ein Sonderbeauftragter benannt wird, bevor der Schaden weiter zunimmt\u201c, erkl\u00e4rte Heine-Geldern. Das Amt ist bereits seit November 2019 vakant. Alle Verletzungen der Religionsfreiheit, die der Sonderbeauftragte auf der Agenda hatte, waren seitdem in der Schwebe: Das betrifft zum Beispiel Christen und andere religi\u00f6se Minderheiten in Pakistan, die wegen angeblicher Blasphemie inhaftiert wurden, entf\u00fchrte christliche M\u00e4dchen in Nigeria oder die Lage der muslimischen Uiguren in China.<\/p>\n<p><strong>Dauerhaftes statt j\u00e4hrliches Mandat?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eManchmal bewirkt es schon Wunder und h\u00e4lt die Hoffnung aufrecht, wenn die Betroffenen wissen, dass sich jemand im Westen um die Opfer religi\u00f6ser Verfolgung k\u00fcmmert. Wir von ,Kirche in Not\u00b4 w\u00fcrden es sehr begr\u00fc\u00dfen, wenn der oder die neue Sonderbeauftragte ein dauerhaftes Mandat erh\u00e4lt und keiner j\u00e4hrlichen \u00dcberpr\u00fcfung unterliegt\u201c, sagte Heine-Geldern. Einige EU-Mitgliedsstaaten haben bereits Interesse bekundet, das Amt zu besetzen. Die Entscheidung liegt ausschlie\u00dflich bei Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen. Der Sonderbeauftragte hat den Auftrag, f\u00fcr den Schutz und die F\u00f6rderung des Grundrechts auf Glaubens-, Gewissens- und Religionsfreiheit einzutreten. Auch gilt er als \u201eH\u00fcter\u201c \u00fcber die Umsetzung der EU-Richtlinien f\u00fcr Glaubens- und Religionsfreiheit und soll sich bei au\u00dfereurop\u00e4ischen Eins\u00e4tzen mit Glaubensgemeinschaften und Kirchen abstimmen.<\/p>\n<p>\u201eAufgrund dieser Br\u00fcckenfunktion war und ist der Sonderbeauftragte f\u00fcr ,Kirche in Not\u00b4 sehr wichtig\u201c, erkl\u00e4rte Heine-Geldern. \u201eUnsere Projektpartner in L\u00e4ndern, wie zum Beispiel Myanmar, Irak, Indonesien, Nigeria, der Zentralafrikanischen Republik oder der Demokratischen Republik Kongo, brauchen jemanden, den sie direkt ansprechen k\u00f6nnen und dem sie vertrauen k\u00f6nnen, dass er ihre Botschaft dorthin bringt, wo in Europa die au\u00dfenpolitischen Entscheidungen getroffen werden.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u201eBetroffene brauchen jemand, dem sie vertrauen k\u00f6nnen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das Amt des EU-Sonderbeauftragten f\u00fcr Religionsfreiheit war erst 2016 eingerichtet worden; erster Amtsinhaber war der slowakische Europapolitiker Jan Figel. Betroffene wie Aktivisten sch\u00e4tzten seine Arbeit, insbesondere den Einsatz f\u00fcr die pakistanische Christin Asia Bibi. Sie war unter dem falschen Vorwurf der Blasphemie zum Tode verurteilt und durch das h\u00f6chste pakistanische Gericht im November 2018 freigesprochen worden; ein halbes Jahr sp\u00e4ter konnte sie aus ihrer Heimat ausreisen. Figel hatte zahlreiche L\u00e4nder besucht, in denen religi\u00f6se Spannungen zunehmen, zum Beispiel Indonesien und \u00c4gypten. Beobachter konstatierten, dass der Einsatz der EU einen Beitrag geleistet hat, die dortigen Spannungen abzubauen.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngste Entscheidung n\u00e4hre die Hoffnung, dass diese erfolgreiche Mission fortgesetzt werden k\u00f6nne, erkl\u00e4rte Heine-Geldern abschlie\u00dfend: \u201e,Kirche in Not\u00b4 informiert die politischen Entscheidungstr\u00e4ger regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Situation unserer Projektpartner. Das soll den Politikern und ihren Mitarbeitern helfen, Fragen der Religionsfreiheit anzusprechen, sich ein Bild \u00fcber die Folgen religi\u00f6ser Verfolgung zu machen und daran ihre Entscheidungen zur Katastrophenhilfe, Entwicklungs-, Au\u00dfen-, Bildungs- und Wirtschaftspolitik zu orientieren.\u201c (Bild:&nbsp;<span>European Parliament, EPP Group)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EU bekr\u00e4ftigt ihr Engagement f\u00fcr Religionsfreiheit. 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