{"id":2059,"date":"2020-07-22T08:25:52","date_gmt":"2020-07-22T06:25:52","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/christentum-meist-verfolgte-religion-html\/"},"modified":"2023-02-23T10:21:13","modified_gmt":"2023-02-23T09:21:13","slug":"christentum-meist-verfolgte-religion-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/christentum-meist-verfolgte-religion-html\/","title":{"rendered":"Christentum meist verfolgte Religion"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13.008px;\">Das Christentum ist als die am meisten verfolgte Religion der Welt. Das betont der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sident des internationalen p\u00e4pstlichen Hilfswerks &#8222;Kirche in Not&#8220;, Thomas Heine-Geldern. \u00dcber 250 Millionen Christen leben demnach in L\u00e4ndern, wo es Verfolgung und Diskriminierung gibt, &#8222;wo sie B\u00fcrger zweiter Klasse sind&#8220;, wie Heine-Geldern im Interview f\u00fcr die Wiener Kirchenzeitung &#8222;Der Sonntag&#8220; und &#8222;Radio klassik Stephansdom&#8220; betont. Religi\u00f6se Minderheiten seien h\u00e4ufig unterdr\u00fcckt und &#8222;Christen sind in vielen L\u00e4ndern eine solche&#8220;, erl\u00e4utert der Jurist. Auch die Botschaft Jesu Christi werde oft in sich &#8222;als \u00c4rgernis&#8220; gesehen.<\/span><\/p>\n<p>Die Aufgabe des international t\u00e4tigen katholischen Hilfswerks sei es daher, Missst\u00e4nde rund um Religionsfreiheit aufzuzeigen, &#8222;nicht um den Graben zu vertiefen und Hass und Zwiespalt zu sehen, sondern um diesen Menschen eine Stimme zu verleihen&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;Kirche in Not&#8220; legt alle zwei Jahre einen Bericht zur Religionsfreiheit weltweit vor, der \u00fcber den Zustand der verfolgen Christen, aber auch anderer religi\u00f6ser Minderheiten informiert. Heine-Geldern: &#8222;Es geht uns um das Menschenrecht Religionsfreiheit. Da geht es nicht nur um Unterst\u00fctzung von Christen, sondern auch um Buddhisten, Hindus und Muslime, ob die in einem Land verfolgt oder diskriminiert werden.&#8220;<\/p>\n<p>Die Erkenntnisse des rund 800-Seiten starken Berichts seien die Basis f\u00fcr Gespr\u00e4che mit Politikern und Entscheidungstr\u00e4gern, erl\u00e4uterte Heine-Geldern. &#8222;Kirche in Not&#8220; poche dabei auf die Forderung, dass &#8222;Religionsfreiheit, die Freiheit zur Aus\u00fcbung einer Religion, oder zur Nichtaus\u00fcbung einer Religion ein fundamentales Menschenrecht ist, das gesch\u00fctzt werden muss&#8220;.<\/p>\n<p>Zwar k\u00f6nnten Menschenrechte prinzipiell nur von staatlichen oder internationalen Organisationen gesch\u00fctzt werden, die kirchliche Stiftung k\u00f6nne jedoch hinweisen, &#8222;dass es ein absolut sch\u00fctzenswertes Gut ist und bleiben soll&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Internationale Brennpunkte<\/strong><\/p>\n<p>Aktuelles Schwerpunktland von &#8222;Kirche in Not&#8220; ist Pakistan. Dort machen die Christen zwar nur zwei Prozent der Bev\u00f6lkerung aus, z\u00e4hlen aber wegen der hohen Bev\u00f6lkerungszahl einige Millionen Menschen. Sie &#8222;stehen sie auf der Sozialstufe sehr weit unten und sind daher diskriminiert&#8220;. Speziell in der Zeit der Corona-Krise bringe dies negative Auswirkungen mit sich, so seien Christen etwa von den normalen Hilfestellungen des Staates ausgenommen. &#8222;Kirche in Not&#8220; betreibt laut Heine-Geldern in Pakistan derzeit &#8222;Existenzhilfe&#8220; f\u00fcr christliche Familien, &#8222;damit sie \u00fcberleben&#8220;.<\/p>\n<p>In anderen L\u00e4ndern sei Hilfe wiederum unm\u00f6glich. Als Beispiel nannte der &#8222;Kirche in Not&#8220;-Chef den Iran. Dort d\u00fcrften anerkannte christliche Minderheiten wie die Armenisch-apostolische Kirche ihre Religion zwar weitgehend aus\u00fcben, jedoch nicht missionieren. Pastorale Projekte seien darum nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Eine massive Verschlechterung der Situation f\u00fcr Christen nimmt Heine-Geldern aktuell in der Sahelzone Afrikas wahr. In L\u00e4ndern wie Burkina Faso, Mali, Niger oder Nigeria sch\u00fcrten fremde islamistische Prediger Hass gegen Minderheiten. &#8222;Es kommt verst\u00e4rkt zu Zwischenf\u00e4llen, wo Christen Kollateralgesch\u00e4digte sind, weil es um die Zerst\u00f6rung der Institutionen des Staates, der Schulen und des Gesundheitswesens geht.&#8220; Und: &#8222;Immer mehr kommen die dort lebenden Christen aber auch ins Fadenkreuz der Banden.&#8220;<\/p>\n<p>Das gesamte Interview mit Thomas Heine-Geldern ist auf &#8222;Radio klassik Stephansdom&#8220;&nbsp; am 26. Juli um 17.30 Uhr zu h\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Christentum ist als die am meisten verfolgte Religion der Welt. 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