{"id":2077,"date":"2020-08-23T22:00:00","date_gmt":"2020-08-23T20:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/bibeluebersetzer-ermordet-html\/"},"modified":"2023-02-22T11:08:23","modified_gmt":"2023-02-22T10:08:23","slug":"bibeluebersetzer-ermordet-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/bibeluebersetzer-ermordet-html\/","title":{"rendered":"Bibel\u00fcbersetzer ermordet"},"content":{"rendered":"<p>Im zentralafrikanischen Kamerun ist erneut ein Bibel\u00fcbersetzer bei einem Anschlag get\u00f6tet worden. Das best\u00e4tigte die Pressesprecherin der auf Bibel\u00fcbersetzungen spezialisierten Missionsgesellschaft Wycliff, Ramona Eibach (Burbach bei Siegen), auf Nachfrage gegen\u00fcber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Der \u00dcberfall auf den Pastor Christopher Tanjoh ereignete sich bereits am 7. August in seinem Heimatdorf Guzang im Nordwesten Kameruns. Medienberichten zufolge entf\u00fchrten Unbekannte den Bibel\u00fcbersetzer und Alphabetisierungslehrer aus seinem Haus und schossen ihm einige Stunden sp\u00e4ter ins Bein. Der 55-J\u00e4hrige verblutete daraufhin. Er hinterl\u00e4sst eine Ehefrau und sieben Kinder. Tanjoh war beim Bibel\u00fcbersetzungs- und Alphabetisierungsprojekt CABTAL t\u00e4tig. Die Vereinigung ist Teil des internationalen Dachverbandes der Wycliff-Organisationen. Wie der Generalsekret\u00e4r von CABTAL, Keyeh Emmanuel, erkl\u00e4rte, gibt es in der Region immer wieder Unruhen. Auch Mitarbeiter des \u00dcbersetzungsprojekts seien deswegen bereits weggezogen. Tanjoh jedoch habe das Neue Testament in der Sprache \u201eMoghamo\u201c fertigstellen wollen. Neben seiner T\u00e4tigkeit als Bibel\u00fcbersetzer arbeitete Tanjoh auch f\u00fcr die Kameruner Gemeinschaftsinitiative f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (COMINSUD).<\/p>\n<p><strong>UN: Immer wieder Gewalt gegen Entwicklungshelfer<\/strong><\/p>\n<p>Siti Batoul Oussein (Jaunde) vom Amt der Vereinten Nationen f\u00fcr die Koordinierung humanit\u00e4rer Angelegenheiten (OCHA) verurteilte den Mord ebenfalls scharf. Entwicklungshelfer w\u00fcrden in S\u00fcdwest- und Nordwest-Kamerun regelm\u00e4\u00dfig Opfer von Gewalt. Die UN-Mitarbeiterin rief dazu auf, jegliche \u00dcbergriffe oder Behinderungen von Mitarbeitern von Hilfsorganisationen zu beenden.<\/p>\n<p><strong>Dritter Mord innerhalb weniger Monate<\/strong><\/p>\n<p>Es ist bereits der dritte Mord an einem Bibel\u00fcbersetzer innerhalb weniger Monate in Kamerun. Am 23. Oktober 2019 hatten mehrere Personen \u2013 Einheimische sprechen von muslimischen Fulani-Hirten \u2013 den Bibel\u00fcbersetzer Benjamin Tem (48) in seinem Haus in der Region Wum (Nordwest-Provinz) die Kehle durchgeschnitten. Nur zwei Monate zuvor war sein Kollege Angus Abraham Fung (60) mit einer Machete get\u00f6tet worden. Der Ehefrau des Opfers schnitten die unbekannten Angreifer eine Hand ab. Beide M\u00e4nner hatten bis 2016 bei einem Wycliff-Projekt zur \u00dcbersetzung des Neuen Testaments in die Sprache des Stamms der Aghem gearbeitet. In dem Land gibt es mehrere Konfliktherde: Zwei englischsprachige Regionen streben die Unabh\u00e4ngigkeit an, weil sie sich von der frankophonen Mehrheit ausgegrenzt f\u00fchlen. Bei den K\u00e4mpfen sind mittlerweile mehr als 3.000 Menschen ums Leben gekommen. Ferner sind in den Grenzgebieten islamistische Terrorgruppen aktiv. Von den 23,3 Millionen Einwohnern Kameruns sind jeweils etwa 25 Prozent evangelisch bzw. katholisch. 20 Prozent geh\u00f6ren dem Islam an. Weiterhin gibt es Anh\u00e4nger von animistischen Religionen. (Quelle: idea)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im zentralafrikanischen Kamerun ist erneut ein Bibel\u00fcbersetzer bei einem Anschlag get\u00f6tet worden. Das best\u00e4tigte die Pressesprecherin der auf Bibel\u00fcbersetzungen spezialisierten Missionsgesellschaft Wycliff, Ramona Eibach (Burbach bei Siegen), auf Nachfrage gegen\u00fcber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Der \u00dcberfall auf den Pastor Christopher Tanjoh ereignete sich bereits am 7. August in seinem Heimatdorf Guzang im Nordwesten Kameruns. 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