{"id":2085,"date":"2020-08-28T07:57:15","date_gmt":"2020-08-28T05:57:15","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/nigeria-geschieht-ein-voelkermord-html\/"},"modified":"2023-02-20T12:38:17","modified_gmt":"2023-02-20T11:38:17","slug":"nigeria-geschieht-ein-voelkermord-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/nigeria-geschieht-ein-voelkermord-html\/","title":{"rendered":"\u201eIn Nigeria geschieht ein V\u00f6lkermord\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"aos-init aos-animate\">Bischof \u00e4u\u00dfert sich nach Ermordung von Entwicklungshelfern.&nbsp;<span>Die Gewalt durch islamistische Milizen und extremistische Fulani-Hirten gegen Christen in Nigeria stellt einen V\u00f6lkermord dar, erkl\u00e4rte Bischof Matthew Hassan Kukah aus Sokoto im Nordwesten Nigerias. Im Gespr\u00e4ch mit KIRCHE IN NOT betonte Kukah, dass auch zahlreiche Muslime der Gewalt zu Opfer fielen.<\/span><\/p>\n<p>Der Bischof \u00e4u\u00dferte sich zum Mordanschlag auf f\u00fcnf Entwicklungshelfer im nordnigerianischen Bundesstaat Borno Ende Juli. Die Terrormiliz \u201eIslamic State West African Province\u201c (ISWAP), eine Splittergruppe von Boko Haram, hatte ein Video ver\u00f6ffentlicht, dass die Ermordung der Entwicklungshelfer zeigt.<\/p>\n<p>Lokale Berichten zufolge seien drei von ihnen Christen gewesen. Der&nbsp;ISWAP&nbsp;hatte erkl\u00e4rt, das Video solle als Warnung gelten \u201ef\u00fcr all jene, die von Ungl\u00e4ubigen benutzt werden, um Muslime zum Christentum zu bekehren\u201c.&nbsp;<span>Im sogenannten \u201eMiddle Belt\u201c, der Zentralregion Nigerias, halten derweil die \u00dcbergriffe militanter Fulani-Hirten an. Bei den Attacken handelt es sich um eine Mischung aus Landkonflikten aufgrund der klimatischen Ver\u00e4nderungen und religi\u00f6sen Auseinandersetzungen.<\/span><\/p>\n<h5>Seit 2015 rund 6000 Christen get\u00f6tet<\/h5>\n<p>Die Kommission der Bischofskonferenzen der Europ\u00e4ischen Union (COMECE) hatte laut \u201eVatican News\u201c im Mai dieses Jahres mitgeteilt, dass in Nigeria seit 2015 rund 6000 Christen get\u00f6tet worden seien, \u201evor allem durch Boko Haram und militante Fulani-Hirten, die Terroranschl\u00e4ge gegen christliche Bauern ver\u00fcbt haben\u201c.&nbsp;<span>Auf die Frage, ob die T\u00f6tung von Christen durch Fulani nach internationalem Recht&nbsp;<\/span>als V\u00f6lkermord eingeordnet<span>&nbsp;werden k\u00f6nne, sagte Kukah: \u201eDas denke ich, ja.\u201c<\/span><\/p>\n<h5>T\u00f6tungen von Christen und Muslimen<\/h5>\n<p>Er wies darauf hin, dass Morde wie diese nicht nur auf Christen eingegrenzt werden d\u00fcrften. Muslime seien gleichfalls betroffen \u2013 oft sogar noch mehr: \u201eDiese T\u00f6tungen waren im vorwiegend muslimischen Norden von Nigeria noch weit schlimmer, etwa in den Bundesstaaten Katsina, Sokoto und Zamfara.\u201c<\/p>\n<p>Bischof Kukah deutete an, dass die&nbsp;nigerianische Regierung&nbsp;am Aufstieg der terroristischen Gruppen Mitverantwortung trage: \u201eEs ist zu bef\u00fcrchten, dass die Regierung diese Gruppen unbeabsichtigt mitfinanziert \u2013 vor allem weil sie die Sicherheitsbeh\u00f6rden infiltriert haben. Die Ineffizienz des Milit\u00e4rs hat die Terroristen mutiger gemacht, und es gibt auch Probleme der Komplizenschaft auf verschiedenen Ebenen des Milit\u00e4rs.\u201c&nbsp;<span>Kukah zufolge k\u00f6nne es \u201e\u00fcberhaupt keine Diskussion dar\u00fcber\u201c geben, dass Nigeria ein sogenannter \u201efailed state\u201c sei \u2013 ein gescheiterter Staat, der seine grundlegenden Funktionen nicht mehr erf\u00fcllen k\u00f6nne. \u201eNigeria l\u00e4sst seine Leute im Stich. Aber die \u00d6lfirmen machen auch noch Gewinne mit dem, was vom Land \u00fcbrig ist.\u201c<\/span><\/p>\n<p>Der Bischof kritisierte auch die westlichen Staaten. Sie h\u00e4tten keine weiteren Anstrengungen unternommen, um Nigeria zu helfen: \u201eWir h\u00f6ren Versprechungen von den USA und Europa, doch sie verlaufen alle im Sande.\u201c<\/p>\n<div class=\"seperator\">&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">KIRCHE IN NOT unterst\u00fctzt die bedr\u00e4ngten Christen Nigerias seit Langem. Das Land ist einer der Schwerpunkte der Hilfen auf dem afrikanischen Kontinent. Unser Hilfswerk f\u00f6rdert die&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">Ausbildung von Priestern<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">&nbsp;und Ordensleuten und sichert ihren&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">Einsatz f\u00fcr die notleidende Bev\u00f6lkerung<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">.<\/span><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 13.008px;\">Auch finanziert KIRCHE IN NOT den Wiederaufbau zerst\u00f6rter kirchlicher Einrichtungen und unterst\u00fctzt die lokalen Bisch\u00f6fe im Einsatz f\u00fcr den Dialog zwischen Christen und Muslimen, der sich angesichts der gemeinsamen Bedrohung noch verst\u00e4rkt hat.&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">Um weiter den Menschen in Nigeria helfen zu k\u00f6nnen, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden. Jetzt <a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/helfen\/Spenden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">online spenden &#8230; hier.<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bischof \u00e4u\u00dfert sich nach Ermordung von Entwicklungshelfern.&nbsp;Die Gewalt durch islamistische Milizen und extremistische Fulani-Hirten gegen Christen in Nigeria stellt einen V\u00f6lkermord dar, erkl\u00e4rte Bischof Matthew Hassan Kukah aus Sokoto im Nordwesten Nigerias. Im Gespr\u00e4ch mit KIRCHE IN NOT betonte Kukah, dass auch zahlreiche Muslime der Gewalt zu Opfer fielen. Der Bischof \u00e4u\u00dferte sich zum Mordanschlag [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2084,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[168],"tags":[6,12,4,130,11],"class_list":["post-2085","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nigeria","tag-afrika","tag-boko-haram","tag-christenverfolgung","tag-fulani","tag-nigeria"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2085","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2085"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2085\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2884,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2085\/revisions\/2884"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2085"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2085"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2085"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}