{"id":2095,"date":"2020-09-16T11:59:57","date_gmt":"2020-09-16T09:59:57","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/auf-gefaehrlicher-mission-html\/"},"modified":"2023-02-20T12:37:29","modified_gmt":"2023-02-20T11:37:29","slug":"auf-gefaehrlicher-mission-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/auf-gefaehrlicher-mission-html\/","title":{"rendered":"Auf gef\u00e4hrlicher Mission"},"content":{"rendered":"<p>Ishaku Manawa arbeitet als Pastor in einer f\u00fcr Christen sehr gef\u00e4hrlichen Gegend: In Adamawa, einem Bundesstaat im Nordosten Nigerias. Zu Spitzenzeiten des Terrors von&nbsp;<em>Boko Haram<\/em>&nbsp;befanden sich hier ganze Landstriche unter islamistischer Kontrolle. Sie hatten zeitweise sogar Mubi und Yola, zwei gro\u00dfe St\u00e4dte des Bundesstaates, eingenommen.<\/p>\n<p>Regierungstruppen befreiten die Gegend zwar im Jahr 2015, doch die Gewalt gegen Christen h\u00e4lt weiter an.&nbsp;<em>Boko Haram<\/em>&nbsp;gewinnt erneut an Kraft, w\u00e4hrend zudem islamistische Hirten aus dem Fulani-Stamm &nbsp;christliche D\u00f6rfer ungestraft angreifen. Und das ist auch der Grund daf\u00fcr, warum Ishaku hier seinen Dienst tut: \u201eIch will dorthin gehen, wo es den Menschen schlecht geht oder sie noch nie etwas von Jesus geh\u00f6rt haben\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Ishakus Familie lebt zurzeit in Mubi, aber drei bis vier Tage die Woche f\u00e4hrt er \u00fcber Nacht in die umliegenden D\u00f6rfer, um den Gl\u00e4ubigen dort beizustehen. Er wei\u00df, dass er damit jedes Mal sein Leben riskiert. Und der Schmerz, enge Freunde zu verlieren, ist Ishaku nur allzu vertraut. Er sch\u00e4tzt, dass islamistische Terroristen etwa 50 Menschen umgebracht haben, um die er sich gek\u00fcmmert hat, allein 37 davon geh\u00f6rten zu einer Gemeinde, die er leitet. Seine Trauer wird meist etwas abgemildert durch das Wissen, dass es Menschen waren, die eng mit Jesus verbunden waren. \u201eAber bei anderen macht mir ihr Tod wirklich sehr zu schaffen\u201c, erkl\u00e4rt er. \u201eWeil sie nicht so fest im Glauben standen.\u201c<\/p>\n<p>Ishaku konnte sogar miterleben, dass Mitglieder von&nbsp;<em>Boko Haram<\/em>&nbsp;Christen wurden \u2013 wie beispielsweise ein 17-j\u00e4hriges M\u00e4dchen. \u201eAls sie die Gute Nachricht von Jesus h\u00f6rte, kehrte sie um. Auch wenn ihr Vater nicht begeistert davon ist, es war ihre Entscheidung\u201c, erz\u00e4hlt er. Damit sie in ihrer Beziehung zu Jesus wachsen kann, half Ishaku ihr, zu einer christlichen Frau in einen anderen Bundesstaat zu ziehen.<\/p>\n<p>Als 2014 Hunderttausende von&nbsp;<em>Boko Haram<\/em>&nbsp;vertrieben wurden, gr\u00fcndete er eine Gemeinde unter den Fl\u00fcchtlingen jenseits der Grenze in Kamerun. K\u00fcrzlich brachte er Bauern aus Adamawa, die vor islamistischen Fulani-K\u00e4mpfern geflohen waren, Lebensmittel. \u201eWo auch immer es n\u00f6tig ist, gehe ich hin und ermutige die Christen\u201c, erkl\u00e4rt er. \u201eUnd ich k\u00fcmmere mich darum, dass sie einen Ort finden, an dem sie gemeinsam Gottesdienst feiern k\u00f6nnen \u2013 selbst wenn es unter einem Baum ist. Ich besuche sie regelm\u00e4\u00dfig und bete mit ihnen.\u201c<\/p>\n<p>Obwohl seine Arbeit von ihm verlangt, dass er viel Zeit getrennt von seiner Familie verbringt, unterst\u00fctzen ihn seine Frau und seine sieben Kinder. \u201eMeine Frau spornt mich immer wieder an\u201c, erkl\u00e4rt er. \u201eJedes Mal, wenn ich von Menschen in Not h\u00f6re, sagt sie mir, dass ich mich zu ihnen auf den Weg machen soll.\u201c Seine \u00e4lteste Tochter begleitet ihn sogar gelegentlich auf seinen Reisen.<\/p>\n<p>Ishaku glaubt, dass er dazu berufen ist, diese gef\u00e4hrliche Arbeit zu tun. Als \u201enormaler\u201c Pastor w\u00e4re er nicht gl\u00fccklich. \u201eIch kann nicht einfach nur herumsitzen und mich am\u00fcsieren\u201c, erkl\u00e4rt er. Er sp\u00fcrt, wie Gott ihn f\u00fcr diese besondere Aufgabe ausr\u00fcstet. So, wie andere Christen dazu bef\u00e4higt werden, ihre jeweilige Aufgabe im Leib Christi auszuf\u00fcllen \u2013 zum Beispiel f\u00fcr Ishaku zu beten.&nbsp;<span>(Quelle: HMK)&nbsp;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ishaku Manawa arbeitet als Pastor in einer f\u00fcr Christen sehr gef\u00e4hrlichen Gegend: In Adamawa, einem Bundesstaat im Nordosten Nigerias. Zu Spitzenzeiten des Terrors von&nbsp;Boko Haram&nbsp;befanden sich hier ganze Landstriche unter islamistischer Kontrolle. Sie hatten zeitweise sogar Mubi und Yola, zwei gro\u00dfe St\u00e4dte des Bundesstaates, eingenommen. 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