{"id":2147,"date":"2020-12-04T08:38:50","date_gmt":"2020-12-04T07:38:50","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/christen-unter-der-scharia-html\/"},"modified":"2023-02-16T16:03:36","modified_gmt":"2023-02-16T15:03:36","slug":"christen-unter-der-scharia-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/christen-unter-der-scharia-html\/","title":{"rendered":"Christen unter der Scharia"},"content":{"rendered":"<p>Die D\u00f6rfer Knayeh und Jacoubieh in der Provinz Idlib, unweit der T\u00fcrkei, stehen noch immer unter der Kontrolle dschihadistischer Gruppen. Dort herrscht das gef\u00fcrchtete Kalifat: Die Scharia ist das Gesetz, Frauen m\u00fcssen einen Schleier tragen, Eigentum wurde konfisziert, christliche Symbole wie etwa Kreuze wurden niedergerissen.<\/p>\n<p>Unter den Bewohnern, die trotz der schrecklichen Zust\u00e4nde in ihrer Heimat geblieben sind, befinden sich sch\u00e4tzungsweise 300 christliche Familien verschiedener Konfessionen und Ethnien. Die Franziskaner Patres Luai Bsharat (40) und Hanna Jallouf (67) k\u00fcmmern sich um sie.<\/p>\n<p>In diesen Regionen sind Christen Verfolgung, Angst, Gewalt, Gefahr und sogar dem Tod ausgesetzt. Die Anwesenheit der Christen und der beiden Franziskanerpatres in diesen D\u00f6rfern sagt viel \u00fcber ihr heldenhaftes Engagement aus: \u201ePater Luai und Pater Hanna blieben trotz der Schwierigkeiten dort. Denn sie glauben, dass diese Region nicht verlassen werden sollte, weil sie in der N\u00e4he von Antiochien liegt, wo der heilige Paulus seine Reisen begann, um das Wort der Bibel zu verbreiten\u201c, erkl\u00e4rt Pater Firas Lutfi ofm, Kustos der Franziskanerprovinz des heiligen Paulus in Syrien, Libanon und Jordanien, im Gespr\u00e4ch mit dem internationalen Hilfswerk KIRCHE IN NOT.<\/p>\n<p>Laut Pater Firas \u201ebegann das Leiden der Christen vor einem Jahrzehnt\u201c. Als militante Gruppen die Kontrolle \u00fcber die Region \u00fcbernahmen und sie zu einem islamischen Staat erkl\u00e4rten, beschlagnahmten sie das Eigentum der Christen, zwangen allen Nicht-Muslimen die islamische Scharia auf und setzten das Recht, sich in den eigenen D\u00f6rfern frei bewegen zu k\u00f6nnen, au\u00dfer Kraft.<\/p>\n<p>Pater Firas berichtete bereits 2017 bei der internationalen Pilgerfahrt zum 70. Jahrestag der Gr\u00fcndung von KIRCHE IN NOT am Wallfahrtsort Fatima in Portugal vom Schicksal der Christen. Er erinnert wieder daran, dass \u201edie Extremisten h\u00e4ufig unsere Br\u00fcder und Schwestern verfolgt, angegriffen und geschlagen, entf\u00fchrt, gefoltert und sogar get\u00f6tet haben\u201c. So etwa im dramatischen Fall von Pater Fran\u00e7ois Murad, \u201eder 2013 enthauptet wurde\u201c, und in j\u00fcngerer Zeit im Fall \u201eeiner Lehrerin, die in Jacoubieh vergewaltigt und get\u00f6tet wurde\u201c.<\/p>\n<p>In der dem portugiesischen B\u00fcro des internationalen Hilfswerks KIRCHE IN NOT k\u00fcrzlich zugesandten Botschaft erinnert Pater Firas daran, dass die Patres daf\u00fcr da sind, all denen zu helfen, die Hilfe, F\u00fchrung und Unterst\u00fctzung brauchen, unabh\u00e4ngig von Religion, Geschlecht, Nationalit\u00e4t, Rasse oder politischer Einstellung. \u201eOft haben die Kl\u00f6ster in Knayeh und Jacoubieh Dutzende von muslimischen Familien aufgenommen und beherbergt, die in den Kirchen Zuflucht suchten\u201c, als die Region zu einem Kampf- und Konfliktfeld wurde.<\/p>\n<div class=\"kin-editor\">\u201eDie Anwesenheit der Franziskaner ist ein Zeichen der Hoffnung inmitten von Dunkelheit und Verzweiflung\u201c, sagt Pater Firas. Aber sie sind auf Unterst\u00fctzung von au\u00dfen angewiesen, vor allem auf Unterst\u00fctzung finanzieller Art, denn die Dorfbewohner k\u00f6nnen weder ihre beschlagnahmte Ernte einfahren noch ihre eigenen Produkte verkaufen. Sie sind auf st\u00e4ndige humanit\u00e4re Hilfe angewiesen.\u201c<\/div>\n<div class=\"seperator\">&nbsp;<\/div>\n<div class=\"kin-editor\">\n<p><em>KIRCHE IN NOT unterst\u00fctzt mehr als f\u00fcnfzig Projekte f\u00fcr Christen in Syrien. Neben Nothilfeprogramme f\u00fcr gef\u00e4hrdete Familien in Aleppo und Damaskus f\u00fchrt es verschiedene Projekte zusammen mit Pater Firas Lufti durch.<\/em><\/p>\n<p><em>Um den bedr\u00e4ngten und verfolgten Christen in Syrien weiterhin helfen zu k\u00f6nnen, bittet \u201eKirche in Not\u201c um Spenden \u2013&nbsp;<span style=\"text-decoration: underline; color: #ffffff;\"><a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/helfen\/spenden\"><span style=\"color: #ffffff; text-decoration: underline;\">online \u2026 hier&nbsp;<\/span><\/a><\/span><\/em><em>oder auf folgendes Konto:<\/em><\/p>\n<p><em>Empf\u00e4nger: KIRCHE IN NOT<br \/>IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600<br \/>BIC: GIBAATWWXXX<br \/>Verwendungszweck: Syrien<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die D\u00f6rfer Knayeh und Jacoubieh in der Provinz Idlib, unweit der T\u00fcrkei, stehen noch immer unter der Kontrolle dschihadistischer Gruppen. 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