{"id":2169,"date":"2021-01-12T13:00:16","date_gmt":"2021-01-12T12:00:16","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/mord-zwei-jungen-christinnen-html\/"},"modified":"2023-02-20T12:31:21","modified_gmt":"2023-02-20T11:31:21","slug":"mord-zwei-jungen-christinnen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/mord-zwei-jungen-christinnen-html\/","title":{"rendered":"Mord an zwei jungen Christinnen"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie skrupellose Ermordung von Abida und Sajida ist eine Trag\u00f6die, die zeigt, wie das Leben religi\u00f6ser Minderheiten in Pakistan an einem d\u00fcnnen Faden h\u00e4ngt oder wertlos ist. Vergewaltigung, Entf\u00fchrung, erzwungene Bekehrung und sogar Mord an christlichen M\u00e4dchen sind besorgniserregende Ph\u00e4nomene. Die Regierung darf dies nicht ignorieren und hat die Pflicht, die Gewalt gegen Christen zu stoppen. &#8222;Dies sagte Nasir Saeed, Direktor des Centre for Legal Aid Assistance &amp; Settlement (CLAAS) in einer Mitteilung an Fides zum j\u00fcngsten antichristlicher Gewalt in Pakistan.<\/p>\n<p> Zwei junge christliche Schwestern, Abida (26) und Sajida (28), die in der christlichen Kolonie Makhan in der N\u00e4he von Lahore leben, wurden im vergangenen Dezember ermordet, nachdem sie sich geweigert hatten, zum Islam zu konvertieren. Die Polizei verhaftete zwei muslimische M\u00e4nner, Mumtaz Khan und Muhammad Naeem, die verd\u00e4chtigt wurden, die Frauen get\u00f6tet zu haben. Wie Mushtaq Masih, Sajidas Ehemann, berichtet haben beide Schwestern in einer Pharmafabrik gearbeitet und waren seit dem 26. November 2020 verschwunden. Die Familien meldeten das Verschwinden und die Verd\u00e4chtigen der Polizei. Beide Schwestern hatten wiederholt berichtet, dass sie von ihren beiden Arbeitskollegen Muhammad Naeem und Mumtaz Khan sexuell bel\u00e4stigt wurden, die sich auch aufgefordert hatten zum Islam zu konvertiert.<\/p>\n<p> Die Nachricht von dem Mord wurde erst in den letzten Tagen von der Polizei best\u00e4tigt. Nach Angaben der Beamten, die die Leichen gefunden hatten, wurden beide Schwestern auf die gleiche Weise get\u00f6tet: Sie wurden mit Handschellen gefesselt und erw\u00fcrgt. Die Ermittler vermuten, dass die beiden festgenommenen M\u00e4nner die Schwestern entf\u00fchrt und get\u00f6tet haben und f\u00fchren entsprechende Ermittlungen durch.<\/p>\n<p> Doch nach Ansicht von Nasier Saeed, gibt es, obwohl auch der Premierminister der Provinz Punjab, Usman Buzdar, einen Untersuchungsbericht vom Generalinspektor der Polizei angefordert hat, &#8222;wenig Hoffnung, dass die Familie jemals Gerechtigkeit bekommen wird, denn Gerechtigkeit ist in Pakistan sehr teuer, die Gerichtsverfahren sind langwierig und arme Familien k\u00f6nnen sich die Anwaltskosten nicht leisten. Und wenn der T\u00e4ter eines Verbrechens ein Muslim und das Opfer ein Christ ist, ist es noch viel schwieriger, die Richter zu \u00fcberzeugen, da die Religion eine Rolle in allen Lebensbereichen in Pakistan spielt&#8220;.<\/p>\n<p> Der protestantische Pastor Amir Salamat Masih, der der Familie der Opfer begleitet, berichtet gegen\u00fcbere Fides, dass der gr\u00f6\u00dfte Teil der Bev\u00f6lkerung der Makhan-Kolonie aus Armen und Analphabeten besteht, die &#8222;keine andere Wahl haben, als als Arbeiter in den umliegenden Fabriken zu arbeiten , um Kleidung, Schuhe, Medikamente und verschiedene Materialien herzustellen&#8220;. &#8222;Christliche Arbeiter werden misshandelt, sehen sich Hass gegen\u00fcber und gelten als minderwertig gegen\u00fcber Muslimen, w\u00e4hrend christliche M\u00e4dchen &#8211; besonders attraktive junge Frauen &#8211; bel\u00e4stigt werden und zum Objekt muslimischer M\u00e4nner werden\u201c, so der protestantische Geistliche. \u201eDer Fall von Sajida und Abida es ist kein Einzelfall, zeigt aber eine sehr verbreitete Praxis am Arbeitsplatz\u201c, beklagt der Papstor abschlie\u00dfend, \u201eSolche F\u00e4lle treten t\u00e4glich in verschiedenen Teilen des Landes auf, werden aber kaum gemeldet. Diese beiden Schwestern starben nur, weil sie Christinnen waren, weil sie ihren Glauben an Christus bis zum Ende nicht aufgeben wollten.&#8220;<\/p>\n<p> Chiosa Nazir. S. Bhatti, Direktor der lokalen \u201ePakistan Christian Post\u201c, sagt zu dem Fall: &#8222;Theoretisch und auf dem Papier genie\u00dfen Minderheiten in Pakistan die in der Verfassung verankerten Gleichberechtigungen. Der pakistanische Premierminister Imran Khan hat sich dazu verpflichtet Minderheiten in Pakistan ein Leben in Sicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Wenn wir jedoch immer wieder F\u00e4lle Missbrauch des Blasphemiegesetzes, Entf\u00fchrung, erzwungener Bekehrung und Ermordung christlicher M\u00e4dchen sehen, muss betont werden, dass dies in der Praxis noch lange nicht der Fall ist und dass der Zustand der Christen in der Gesellschaft eher schlechte wird&#8220;. (Quelle: Fidesdienst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie skrupellose Ermordung von Abida und Sajida ist eine Trag\u00f6die, die zeigt, wie das Leben religi\u00f6ser Minderheiten in Pakistan an einem d\u00fcnnen Faden h\u00e4ngt oder wertlos ist. Vergewaltigung, Entf\u00fchrung, erzwungene Bekehrung und sogar Mord an christlichen M\u00e4dchen sind besorgniserregende Ph\u00e4nomene. 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