{"id":2219,"date":"2021-03-18T08:19:58","date_gmt":"2021-03-18T07:19:58","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/terror-corona-cholera-html\/"},"modified":"2023-02-16T15:59:41","modified_gmt":"2023-02-16T14:59:41","slug":"terror-corona-cholera-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/terror-corona-cholera-html\/","title":{"rendered":"Terror, Corona, Cholera"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mosambiks Norden blutet aus allen Wunden.&nbsp;<\/strong><em style=\"font-size: 13.008px;\">KIRCHE IN NOT unterst\u00fctzt kirchliche Fl\u00fcchtlingsarbeit mit 160.000 Euro Nothilfe.&nbsp;<\/em><span style=\"font-size: 13.008px;\">\u201eFast w\u00f6chentlich erreichen KIRCHE IN NOT (ACN) neue Horrormeldungen aus Mosambik. Weitgehend unbeachtet von der Welt\u00f6ffentlichkeit spielt sich dort eine humanit\u00e4re Katastrophe nach der anderen ab\u201c, erkl\u00e4rt Ulrich Kny, der f\u00fcr das Land im S\u00fcdosten Afrikas zust\u00e4ndige Projektreferent beim internationalen katholischen Hilfswerk mit Sitz in K\u00f6nigstein im Taunus.<\/span><\/p>\n<p>Seit 2017 wird Mosambik von dschihadistischen Angriffen \u00fcberrannt. Die eigentlichen Absichten der Terroreinheiten liegen im Dunkeln, Beobachter vermuten eine Mischung aus wirtschaftlichen, politischen und religi\u00f6sen Interessen. Am 10. M\u00e4rz stufte die US-Regierung die Gruppierung als Ableger des \u201eIslamischen Staates\u201c (IS) sowie als globale Terrororganisation ein und verh\u00e4ngte Sanktionen. Angesichts der Undurchschaubarkeit der Protagonisten und ihrer Hinterm\u00e4nner d\u00fcrften diese jedoch wohl kaum Wirkung entfalten. Augenzeugen berichten US-Medien zufolge von Massenenthauptungen und unvorstellbarer Gewalt gegen die Zivilbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der dschihadistische Terror sich in der Region im Grenzgebiet zu Tansania immer weiter vorw\u00e4rts frisst und das Fl\u00fcchtlingselend vergr\u00f6\u00dfert, wird das Land aktuell von der Corona-Pandemie gebeutelt. \u201eWar die erste Welle noch vergleichsweise glimpflich verlaufen, sind die Zahlen der Infizierten seit Januar stark angestiegen. Die stark steigenden Todeszahlen sind besorgniserregend\u201c, sagt der Projektreferent von KIRCHE IN NOT. Dazu kommt, dass sich Cholera-Infektionen weiter ausbreiten \u2013 eine Folge der katastrophalen hygienischen Zust\u00e4nde in den Fl\u00fcchtlingscamps, in denen der Zugang zu sauberem Wasser fehlt.<\/p>\n<p><strong>Mehr als 600 000 Menschen auf der Flucht<\/strong><\/p>\n<p>Kny berichtet von einem Gespr\u00e4ch mit der Ordensfrau Aparecida Ramos Queiroz, die in der Di\u00f6zese Pemba im Norden Mosambiks f\u00fcr die Koordination der Hilfsprojekte zust\u00e4ndig ist. In der Hauptstadt der Provinz Cabo Delgado und den umliegenden Gemeinden haben hunderttausende Fl\u00fcchtlinge aus dem Norden des Landes Zuflucht gefunden. UN-Angaben zufolge waren bis Ende 2020 fast 670 000 Menschen auf der Flucht.<\/p>\n<p>Von den 17 Distrikten der Provinz Cabo Delgado wurden mittlerweile neun angegriffen. Die Gewalt trifft die ganze Gesellschaft, nicht nur die Christen, berichtete Schwester Aparecida: \u201eEs werden muslimische wie christliche Einrichtungen angegriffen. Wir Christen sind nicht das Hauptziel der Aufst\u00e4ndischen.\u201c<\/p>\n<p>Dennoch leidet auch die Kirche massiv unter den Folgen der Gewalt, schilderte die Ordensfrau: Mehrere Kirchen seien vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt worden; sechs der insgesamt 23 Pfarren der Di\u00f6zese Pemba sind verwaist \u2013 die Lage ist zu unsicher, die meisten Gl\u00e4ubigen geflohen. Dennoch k\u00fcmmern sich an einem der verlassenen Pfarrorte eine Schwester und ein junger Pfarrvikar um die Menschen, die selbst zur Flucht zu arm sind.<\/p>\n<p><strong>Priester und Ordensleute k\u00fcmmern sich um Fl\u00fcchtlinge<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMittlerweile hat die Regierung begonnen, die Fl\u00fcchtlinge aus Pemba auf andere Orte in der Region umzusiedeln. Viele kommen privat unter, andere in neuen Fl\u00fcchtlingssiedlungen\u201c, beschreibt Ulrich Kny die Situation. Die meisten Priester und Ordensschwestern aus den Kampfregionen seien mit ihren Gl\u00e4ubigen gefl\u00fcchtet. \u201eSie versuchen nun dort, wo sie untergekommen sind, die Seelsorge unter den Fl\u00fcchtlingen aus ihren Gemeinden fortzusetzen, und werden dabei von den kirchlichen Mitarbeitern vor Ort nach Kr\u00e4ften unterst\u00fctzt.\u201c<\/p>\n<p>Weil trotz internationaler Hilfen eine akute Nahrungsmittelknappheit herrscht und viele Menschen Hunger leiden, hat KIRCHE IN NOT eine Nothilfe von 160.000 Euro zur Verf\u00fcgung gestellt. \u201eDank dieser Unterst\u00fctzung k\u00f6nnen die Priester und Ordensleute vor Ort Lebensmittel an die Fl\u00fcchtlinge verteilen\u201c, berichtet Kny. Ein weiteres Projekt widmet sich der psychosozialen Begleitung der Fl\u00fcchtlinge, von denen die meisten nach dem unvorstellbaren Leid durch den Terror und durch die Flucht stark traumatisiert sind. Inzwischen wurden in Pemba \u00fcber 120 pastorale Mitarbeiter und Freiwillige psychologisch geschult.<\/p>\n<p>\u00dcber die Nothilfe hinaus finanziert KIRCHE IN NOT in Mosambik Existenzhilfen f\u00fcr Priester und Ordensleute und die Ausbildung von Seminaristen und angehenden Ordensschwestern, den Ausbau der kirchlichen Infrastruktur, die kirchliche Medienarbeit und anderes mehr.<\/p>\n<p>Kny erkl\u00e4rt: \u201eDie Kirche in Mosambik ist ein Anker der Hoffnung und der N\u00e4chstenliebe in einem Meer von Leid und Gewalt. Darum hat das Land f\u00fcr uns Priorit\u00e4t. Jede Unterst\u00fctzung lindert das Leid der geschundenen und entwurzelten Menschen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mosambiks Norden blutet aus allen Wunden.&nbsp;KIRCHE IN NOT unterst\u00fctzt kirchliche Fl\u00fcchtlingsarbeit mit 160.000 Euro Nothilfe.&nbsp;\u201eFast w\u00f6chentlich erreichen KIRCHE IN NOT (ACN) neue Horrormeldungen aus Mosambik. 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