{"id":2235,"date":"2021-04-14T11:38:58","date_gmt":"2021-04-14T09:38:58","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/islamisierung-im-ostkongo-html\/"},"modified":"2023-02-24T09:55:30","modified_gmt":"2023-02-24T08:55:30","slug":"islamisierung-im-ostkongo-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/islamisierung-im-ostkongo-html\/","title":{"rendered":"Islamisierung im Ostkongo"},"content":{"rendered":"<p>Bisch\u00f6fe machen auf Islamisierung im Ostkongo aufmerksam.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">Die katholischen Bisch\u00f6fe der Demokratischen Republik Kongo haben deutlich wie selten zuvor die Sicherheitslage im von Rebellenmilizen heimgesuchten Osten des Landes beklagt. \u201eDie Situation der Unsicherheit im Osten ist eine echte Trag\u00f6die, die das ganze Land betrifft. Wir k\u00f6nnen nicht auf die Entwicklung dieses Landes hoffen, solange der Osten unter der Kontrolle von Raubtieren bleibt\u201c, hei\u00dft es in dem am 8. April ver\u00f6ffentlichten Kommuniqu\u00e9, das dem p\u00e4pstlichen Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) vorliegt.<\/span><\/p>\n<p>Dabei fordern sie von den politischen Verantwortlichen eine komplette Neuausrichtung der politischen, milit\u00e4rischen und humanit\u00e4ren Strategie des Landes, um die Krise im Osten zu bek\u00e4mpfen. Das Papier fasst die Ergebnisse einer Recherchereise einer gemeinsamen Delegation der kongolesischen Bischofskonferenz und der Vereinigung der Bischofskonferenzen Zentralafrikas (ACEAC) zusammen. Die Gruppe hatte im Januar diesen Jahres die Provinzen Nord-Kivu und Ituri besucht.<\/p>\n<p>Der Stellungnahme zufolge haben die Gespr\u00e4chspartner der Bisch\u00f6fe in der Region Beni-Butembo (Provinz Nord-Kivu) dabei auf den auch religi\u00f6sen Charakter des Konflikts verwiesen. Sie sehen in der Islamisierung der Region eine Art tiefere Strategie, um langfristig auf die allgemeine Politik des Landes Einfluss nehmen zu k\u00f6nnen. Gefangene, die der islamistischen Miliz ADF (Allied Democratic Forces) entkommen konnten, best\u00e4tigten den Bisch\u00f6fen, dass sie gezwungen worden seien, sich zum Islam zu bekennen.<\/p>\n<p>Die Bisch\u00f6fe machen auf die verschiedenartigen Interessender Angreifer aufmerksam. Sie nutzten \u201edie Schwachstellen der regul\u00e4ren Streitkr\u00e4fte, um ihr politisches oder religi\u00f6ses Ziel zu erreichen: die Besetzung von Land, die illegale Ausbeutung nat\u00fcrlicher Ressourcen, die ungerechtfertigte Bereicherung, die Islamisierung der Region auf Kosten der Religionsfreiheit, usw.\u201c<\/p>\n<p>Dem Bericht zufolge geht die Zahl der Opfer in die Tausende. So habe es in Beni-Butembo seit 2013 mehr als 6000 Tote gegeben und mehr als 2000 in Bunia allein im Jahr 2020. Au\u00dferdem seien mindestens 3 Millionen Menschen vertrieben und rund 7500 Personen entf\u00fchrt worden.<\/p>\n<p>Die Bisch\u00f6fe beklagen besonders die Abwesenheit jeglicher staatlichen Autorit\u00e4t. \u201eDie Bev\u00f6lkerung f\u00fchlt sich verlassen. Die Versprechen der Zentralregierung zur raschen Wiederherstellung des Friedens sind zahlreich, aber in vielen F\u00e4llen oft unbeachtet geblieben\u201c, so das Papier.<\/p>\n<p>Auch die Friedensmission der Vereinten Nationen MONUSCO wird von der Bev\u00f6lkerung der Passivit\u00e4t und sogar der Mitschuld beschuldigt, erkl\u00e4ren die Bisch\u00f6fe. Ihre Anwesenheit errege immer mehr Misstrauen und Skepsis, weil es nicht gelungen sei, die Massaker zu stoppen, selbst wenn sie nur wenige Meter von Positionen der UN-Streitkr\u00e4fte entfernt stattgefunden h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Nach blutigen Massakern an Zivilisten hatte der katholische Bischof von Butembo-Beni bereits im Januar an die Weltgemeinschaft appelliert, den \u201eSchrei des Leidens\u201c aus seinem Land zu h\u00f6ren. In einer dem p\u00e4pstlichen Hilfswerk KIRCHE IN NOT International \u00fcbermittelten Videobotschaft sagte Bischof Melchis\u00e9dech Sikuli Palukuw\u00f6rtlich: \u201eIch hoffe, dass den armen Menschen hier geholfen werden kann. Wir f\u00fchlen uns angesichts des Kreuzwegs, den wir seit Jahren erleben m\u00fcssen, verlassen\u201c.<\/p>\n<p>Seit Jahren wird das ressourcenreiche Gebiet im Osten der Demokratischen Republik Kongo von urspr\u00fcnglich aus Uganda stammenden Rebellen der Miliz \u201eAllied Democratic Forces\u201c ADF heimgesucht. Hinzu kommen zahlreiche weitere Milizengruppen. Kongolesischem Milit\u00e4r und der UN-Friedensmission MONUSCO gelingt es seit Jahren nicht, die Region zu befrieden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bisch\u00f6fe machen auf Islamisierung im Ostkongo aufmerksam.&nbsp;Die katholischen Bisch\u00f6fe der Demokratischen Republik Kongo haben deutlich wie selten zuvor die Sicherheitslage im von Rebellenmilizen heimgesuchten Osten des Landes beklagt. \u201eDie Situation der Unsicherheit im Osten ist eine echte Trag\u00f6die, die das ganze Land betrifft. 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