{"id":2269,"date":"2021-05-25T08:11:05","date_gmt":"2021-05-25T06:11:05","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/katholische-kirche-unter-beschuss-html\/"},"modified":"2023-02-20T12:21:29","modified_gmt":"2023-02-20T11:21:29","slug":"katholische-kirche-unter-beschuss-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/katholische-kirche-unter-beschuss-html\/","title":{"rendered":"Katholische Kirche unter Beschuss"},"content":{"rendered":"<p>Am 23.5. griffen die Soldaten der birmanischen Armee das 7 km von Loikaw, der Hauptstadt des Bundesstaates Kayah, entfernte Dorf Kayan Tharyar mit Artilleriegeschossen an, um dort gegen mutma\u00dfliche Rebellengruppen vorzugehen. Eine der M\u00f6rsergranaten traf die katholische Kirche des Dorfes und t\u00f6tete mindestens zwei Frauen und verwundete mehrere andere Vertriebene, die dort Zuflucht gesucht hatten. Dies berichteten die Jesuiten in Myanmar. Die Bewohner des Dorfes Kayan Tharyar glaubten, dass die Pfarrkirche ein &#8222;Ort sein w\u00fcrde, an dem die Vertriebenen eine sichere Zuflucht finden&#8220;, schreiben die Jesuiten.<\/p>\n<p> Auch die Herz-Jesu-Kathedrale von Pekhon (etwa f\u00fcnfzehn Kilometer von Loikaw entfernt) wurde durch Artilleriegeschosse besch\u00e4digt. Die Jesuiten verurteilen diese &#8222;abscheulichen Verbrechen auf das Sch\u00e4rfste&#8220; und fordern, dass &#8222;das birmanische Milit\u00e4r zur Rechenschaft gezogen wird\u201c. Das Milit\u00e4r so die Ordensleute m\u00fcsse die Angriffe auf Zivilisten und Kirchen sofort stoppen. Die Bomben haben die Geb\u00e4ude in Schutt und Asche gelegt, mit Bildern, die an einen Kriegsschauplatz erinnern.<br \/> Der Bundesstaat Kayah, in dem 75% der Einwohner ethnischen Minderheiten angeh\u00f6ren, ist der birmanische Bundesstaat mit dem h\u00f6chsten Anteil an Christen. In der Region kamen Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Missionare des P\u00e4pstlichen Instituts f\u00fcr Auslandsmissionen (PIME) an. Heute gibt es \u00fcber 90.000 Katholiken der Kayah, fast ein Drittel der 355.000 Einwohner des Staates.<\/p>\n<p> Unterdessen steigt das Ausma\u00df der Gewalt in Myanmar, nachdem Milit\u00e4rputsches am vergangenen 1. Februar, dem ein breiter Protest der Bev\u00f6lkerung folgte. Bis zum 23. Mai sind mindestens 818 Opfer zu beklagen sind. Der in Italien lebende birmanischer Priester der Missionare der N\u00e4chstenliebe, Pfarrer Maurice Moe Haung erkl\u00e4rt gegen\u00fcber Fides: &#8222;Heute wird die Aufgabe der katholischen Gl\u00e4ubigen in Myanmar immer schwieriger. Viele wehrlose unschuldige Menschen erleben eine beispiellose Trag\u00f6die, und die Menschen versuchen sich mit handwerklichen Waffen zu sch\u00fctzen. Es gibt einen unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Einsatz von Waffengewalt, der die Spirale der Gewalt n\u00e4hrt. Heute schlie\u00dfen wir uns deshalb dem Papst an, um noch einmal ein Ende der Gewalt zu fordern&#8220;.<\/p>\n<p> Unterdessen l\u00f6ste die Milit\u00e4r-Junta e die Nationale Liga f\u00fcr Demokratie (NLD) wegen Wahlbetrugs auf und teilte mit, man werde gegen die \u201eVerr\u00e4ter\u201c vorgehen, die die Wahl im November manipuliert haben, aus der die Partei von Aung San Suu Kyi als Sieger hervorgegangen war. (Quelle: Fidesdienst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23.5. griffen die Soldaten der birmanischen Armee das 7 km von Loikaw, der Hauptstadt des Bundesstaates Kayah, entfernte Dorf Kayan Tharyar mit Artilleriegeschossen an, um dort gegen mutma\u00dfliche Rebellengruppen vorzugehen. Eine der M\u00f6rsergranaten traf die katholische Kirche des Dorfes und t\u00f6tete mindestens zwei Frauen und verwundete mehrere andere Vertriebene, die dort Zuflucht gesucht hatten. 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