{"id":2275,"date":"2021-05-28T06:27:39","date_gmt":"2021-05-28T04:27:39","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/priester-seit-einer-woche-verschleppt-html\/"},"modified":"2023-02-16T15:56:55","modified_gmt":"2023-02-16T14:56:55","slug":"priester-seit-einer-woche-verschleppt-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/priester-seit-einer-woche-verschleppt-html\/","title":{"rendered":"Priester seit einer Woche verschleppt"},"content":{"rendered":"<p>Bischof Matthew Hassan Kukah aus Sokoto im Nordwesten Nigerias hat best\u00e4tigt, dass seitens seiner Di\u00f6zese Kontakte zu den Entf\u00fchrern aufgenommen wurden, die am 21. Mai den 75-j\u00e4hrigen Priester Joseph Keke verschleppt haben. \u201eEs ist eine der schmerzhaftesten Erfahrungen, mit Kriminellen und M\u00f6rdern zu verhandeln, die in einer zivilisierten Umgebung eigentlich f\u00fcr immer weggesperrt sein sollten, von deren Gnade wir aber jetzt abh\u00e4ngig sind\u201c, sagte Kukah dem weltweiten katholischen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c (ACN).<\/p>\n<p>Die Entf\u00fchrer h\u00e4tten zun\u00e4chst umgerechnet knapp 200.000 Euro L\u00f6segeld verlangt; sp\u00e4ter h\u00e4tten sie ihre Forderungen auf an die 100.000 Euro reduziert, berichtete der Bischof. Die Verhandlungen dauerten noch an. Die Kidnapper nutzten einheimische Kollaborateure oft als Informanten. Sie w\u00e4hlten nur \u201eweiche Ziele\u201c aus, also wehrlose Personen oder leicht zug\u00e4ngliche Orte, so Kukah: \u201eIhre einzige Motivation ist das Geld.\u201c<\/p>\n<p><strong>Junger Pfarrer get\u00f6tet \u2013 Proteste gegen zunehmende Entf\u00fchrungen<\/strong><\/p>\n<p>Am Freitag vor Pfingsten war Joseph Keke zusammen mit seinem Amtsnachfolger Pfarrer Alphonsus Bello in der Pfarrei St. Vinzenz Ferrer in Malunfashi im nordnigerianischen Bundesstaat Katsina gefangen genommen worden. Bello wurde am n\u00e4chsten Morgen in der N\u00e4he get\u00f6tet aufgefunden. Wie internationale Medien berichteten, wurde der Priester nur 30 Jahre alt. \u201ePfarrer Bellos Tod ist Teil der sinn- und endlosen Verluste, die unsere Nation verschlingen\u201c, sagte Bischof Kukah.<\/p>\n<p>Wie die Nachrichtagentur \u201eFides\u201c berichtet, hatten am Pfingstmontag in der nigerianischen Hauptstadt Abuja hunderte Menschen gegen die zunehmenden Entf\u00fchrungen demonstriert, die alle Teile der Gesellschaft und alle religi\u00f6sen Gruppen betreffen. Kirchenvertreter hatten zu Pfingsten erneut die Unt\u00e4tigkeit des Staates kritisiert, der den anhaltenden dschihadistischen \u00dcberf\u00e4llen, Entf\u00fchrungen durch kriminelle Banden und \u00dcbergriffen radikalisierter Hirten nichts entgegensetze.<\/p>\n<p>Massive Kritik kommt auch von Bischof Kukah. Die Regierung sei in das zunehmende Chaos verstrickt, erkl\u00e4rte er gegen\u00fcber \u201eKirche in Not\u201c: \u201eSie wollen kein egalit\u00e4res und geeintes Land schaffen. Ihr Fokus liegt auf dem Aufstieg eines Islam, den selbst 80 Prozent der Muslime nicht guthei\u00dfen. Wir sind im W\u00fcrgegriff der salafistischen Form des Islam.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bischof Matthew Hassan Kukah aus Sokoto im Nordwesten Nigerias hat best\u00e4tigt, dass seitens seiner Di\u00f6zese Kontakte zu den Entf\u00fchrern aufgenommen wurden, die am 21. 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