{"id":233,"date":"2013-08-16T10:34:37","date_gmt":"2013-08-16T10:34:37","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/islamisten-raechen-sich-christen-html\/"},"modified":"2022-12-06T15:33:35","modified_gmt":"2022-12-06T15:33:35","slug":"islamisten-raechen-sich-christen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/islamisten-raechen-sich-christen-html\/","title":{"rendered":"\u201eIslamisten r\u00e4chen sich an Christen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\u00c4gyptens Christen sind nach Mursis Sturz besorgt und hoffnungsfroh zugleich.&nbsp;<span>\u201eDie Islamisten r\u00e4chen sich an uns Christen\u201c. Mit diesen Worten hat der koptisch-katholische Bischof von Assiut, Kyrillos William Samaan, gegen\u00fcber dem internationalen katholischen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c die j\u00fcngsten islamistischen \u00dcbergriffe gegen Christen und christliche Einrichtungen in \u00c4gypten kommentiert (Montag). Der Bischof bezog sich dabei unter anderem auf Ereignisse in den St\u00e4dten Suhag, Fayum und Beni Suef sowie auf der Sinai-Halbinsel. Dort wurden Kirchen von Islamisten angegriffen und Christen bedroht. Auch Todesopfer waren zu beklagen. In der Stadt Suhag sollen muslimische Extremisten die schwarze Flagge von Al Kaida auf einer Kirche gehisst haben.<\/span><\/p>\n<p><span>Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri hatte \u00c4gyptens Christen beschuldigt, zusammen mit dem Milit\u00e4r und Kr\u00e4ften des Mubarak-Regimes f\u00fcr den Sturz des islamistischen Staatschefs Muhammad Mursi am 3. Juli mitverantwortlich zu sein. \u201eDas ist nat\u00fcrlich absurd. 33 Millionen \u00c4gypter haben seinen R\u00fccktritt verlangt. Wir Christen haben ja nicht allein gegen Mursi demonstriert\u201c, so Bischof Kyrillos. Er zeigte sich angesichts der gegenw\u00e4rtigen Sicherheitslage zwar beunruhigt, Vorw\u00fcrfe gegen die Ordnungskr\u00e4fte wollte er aber nicht erheben. \u201eDie Polizei und die anderen staatlichen Organe sind momentan voll damit besch\u00e4ftigt, die Islamisten unter Kontrolle zu halten.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>Der Bischof betonte, dass sich die Atmosph\u00e4re f\u00fcr die Christen \u00c4gyptens nach Mursis Sturz wesentlich ver\u00e4ndert habe. \u201eWir f\u00fchlen uns in \u00c4gypten wieder zu Hause\u201c, so Kyrillos. Weiter betonte er, dass sich mittlerweile auch nicht-christliche Publizisten f\u00fcr die Christen einsetzen w\u00fcrden, indem sie betonten, dass die Christen nicht den Preis f\u00fcr die Demokratisierung bezahlen d\u00fcrften. Als positives Zeichen wertete der Bischof auch, dass etwa in Suhag oder Assiut moderate Muslime christliche Kirchen gegen demonstrierende Islamisten verteidigt h\u00e4tten. \u201eDas ist das wahre \u00c4gypten: Christen und Muslime sind vereint\u201c, so Bischof Kyrillos weiter.<\/span><br \/><span>\u2003<\/span><br \/><span>Sehr positiv ist nach seinen Worten zudem die diesj\u00e4hrige Botschaft von Papst Franziskus zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan aufgenommen worden. Erstmals hatte der Papst sich zu diesem Anlass pers\u00f6nlich an die Muslime weltweit gewandt. In den Jahren zuvor war das Schreiben vom P\u00e4pstlichen Rat f\u00fcr den interreligi\u00f6sen Dialog im Namen des Papstes ver\u00f6ffentlicht worden.<\/span><\/p>\n<p><span>Der Bischof warf den von der Macht verdr\u00e4ngten Muslimbr\u00fcdern vor, die Vers\u00f6hnungsangebote der neuen Regierung nicht anzunehmen. \u201eDas Problem ist, dass sie nach wie vor einen islamischen Staat wollen. Die Mehrheit der \u00c4gypter ist aber froh, dass es nicht so weit gekommen ist\u201c, so Bischof Kyrillos. Optimistisch \u00e4u\u00dferte sich der Bischof deshalb in Bezug auf die k\u00fcnftige Verfassung \u00c4gyptens. Demn\u00e4chst wird ein 50-k\u00f6pfiges Gremium die unter dem Pr\u00e4sidenten Mursi erarbeitete und in einem Referendum angenommene Verfassung \u00fcberarbeiten. Auch Vertreter der \u00e4gyptischen Christen werden daran mitarbeiten. \u201eAlle gesellschaftlichen Kr\u00e4fte werden daran mitwirken. Ich bin zuversichtlich, dass Staat und Religion getrennt werden. Denn deren Vermischung ist die Quelle vieler \u00dcbel.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>Der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II., das Oberhaupt der gr\u00f6\u00dften Kirche \u00c4gyptens, hat dazu aufgerufen, angesichts der konfessionellen Spannungen weiteres Blutvergie\u00dfen zu vermeiden. Medienberichten zufolge hat der Patriarch die w\u00f6chentlichen Audienzen in seiner Kairoer Kathedrale aus Furcht vor Anschl\u00e4gen unterbrochen. Zuvor hatten 16 \u00e4gyptische Menschenrechtsgruppen den Islamisten vorgeworfen, seit dem 30. Juni, dem Tag der Massenproteste gegen Mursi, gegen \u00c4gyptens Christen zu hetzen. Gleichzeitig kritisierten sie den Staat, nicht genug f\u00fcr den Schutz christlicher Einrichtungen und Personen zu tun.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c4gyptens Christen sind nach Mursis Sturz besorgt und hoffnungsfroh zugleich.&nbsp;\u201eDie Islamisten r\u00e4chen sich an uns Christen\u201c. Mit diesen Worten hat der koptisch-katholische Bischof von Assiut, Kyrillos William Samaan, gegen\u00fcber dem internationalen katholischen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c die j\u00fcngsten islamistischen \u00dcbergriffe gegen Christen und christliche Einrichtungen in \u00c4gypten kommentiert (Montag). 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