{"id":2361,"date":"2021-09-27T22:00:00","date_gmt":"2021-09-27T20:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/sorge-ueber-geplantes-antikonversionsgesetz-html\/"},"modified":"2023-02-16T15:48:18","modified_gmt":"2023-02-16T14:48:18","slug":"sorge-ueber-geplantes-antikonversionsgesetz-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/sorge-ueber-geplantes-antikonversionsgesetz-html\/","title":{"rendered":"Sorge \u00fcber geplantes Antikonversionsgesetz"},"content":{"rendered":"<p>Die zehn katholischen Bisch\u00f6fe des s\u00fcdindischen Bundesstaates Karnataka \u00e4u\u00dferten sich besorgt gegen\u00fcber dem Premierminister des Bundesstaates, Basavaraj Bommi, im Hinblick auf ein geplantes Gesetz, das religi\u00f6se Bekehrungen im Bundesstaat verbieten soll. Zusammen mit einer Delegation, die am 22. September mit dem Premierminister zusammentraf, legte Erzbischof Peter Machado von Bangalore ein Memorandum zu verschiedenen Themen vor, die das Leben der Christen in Karnataka betreffen. Erzbischof Machado zufolge ist das Heraufbeschw\u00f6ren des Schreckgespensts der so genannten &#8222;Zwangskonvertierung&#8220; sch\u00e4dlich und unn\u00f6tig, weshalb die katholische Kirche ihre Entt\u00e4uschung dr\u00fcber zum Ausdruck brachte.<\/p>\n<p>Die christliche Glaubensgemeinschaft unterh\u00e4lt in diesem Bundesstaat Hunderte von Schulen, Hochschulen und Krankenh\u00e4usern in verschiedenen Di\u00f6zesen. Und Millionen von Studenten besuchen Bildungseinrichtungen, die von Christen geleitet werden. Millionen von Menschen profitieren von diesen Einrichtungen. \u201eKeinem von ihnen&#8220;, so betonten die Bisch\u00f6fe, &#8222;wird geraten, das Christentum anzunehmen. In einigen F\u00e4llen mag das vorgekommen sein, aber diese wurden \u00fcberproportional aufgebauscht\u201c, sagte Erzbischof Machado. &#8222;Das Antikonversionsgesetz zielt darauf ab, das Christentum zu diffamieren&#8220;, betonte der Erzbischof. Tats\u00e4chlich \u00fcbernimmt die christliche Gemeinschaft die volle moralische Verantwortung, sich nicht auf erzwungene einzulassen: &#8222;Wir zwingen niemanden&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>In dem Memorandum an den Premierminister weisen die Bisch\u00f6fe darauf hin, dass jedes Antikonversionsgesetz &#8222;Probleme in den Beziehungen zwischen den Gemeinschaften und unn\u00f6tige Unruhen&#8220; verursachen und zu kontroversen Aussagen und Reaktionen f\u00fchren k\u00f6nnte, die Gesellschaft und die Religionsgemeinschaften in Aufruhr versetzen.<\/p>\n<p>Am 21. September brachte Goolihatti Shekhar, Mitglied des Parlements des Bundesstaates und der hindu-nationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP), das Thema zur Sprache: &#8222;Evangelikale christliche Missionare f\u00fchren in meinem Wahlkreis Hosadurga eine z\u00fcgellose Kampagne zur religi\u00f6sen Bekehrung durch. Sie haben etwa 20.000 Hindus zum Christentum bekehrt&#8220;. Der Sprecher der gesetzgebenden Versammlung, Visheshwara Hegde Kageri, sagte daraufhin, dass viele Bundesstaaten in Indien bereits Gesetze zur Eind\u00e4mmung religi\u00f6ser Konversionen erlassen h\u00e4tten und schlug vor, dass Karnataka ein \u00e4hnliches Gesetz erlassen k\u00f6nnte. In der Debatte sagte Innenminister Araga Jnanedra, die Regierung von Karnataka werde sich mit entsprechenden Gesetze in anderen Bundesstaaten befassen und eine eigene Version erarbeiten. Die Landesregierung beabsichtige, die Angelegenheit zu untersuchen, um religi\u00f6sen Bekehrungen durch Gewalt und andere Anreize ein Ende zu setzen, sagte er.<\/p>\n<p>Die indische Verfassung sieht vor, dass die B\u00fcrger die Freiheit haben, \u201csich zu einer Religion zu bekennen, sie zu praktizieren und zu verbreiten&#8220;. Allerdings haben mehrere Bundesstaaten in der Indischen F\u00f6deration Gesetze oder Verordnungen eingef\u00fchrt und erlassen, um religi\u00f6sen Konversionen zu unterbinden oder sie zu verbieten: dazu geh\u00f6ren Odisha, Uttar Pradesh, Arunachal Pradesh, Chhattisgarh, Gujarat, Jharkhand, Himachal Pradesh, Madhya Pradesh und Uttrakhand.<\/p>\n<p>Karnataka wird von der BJP-Partei regiert, deren Mitglieder und Politiker religi\u00f6sen Minderheiten gegen\u00fcber feindselig eingestellt sind. Nach einer in der BJP weit verbreiteten Ideologie (der so genannten &#8222;Hindutva&#8220;) m\u00f6chten Teile der Partie Indien sogar von einem s\u00e4kularen Land in einen theokratischen Hindu-Staat verwandeln. (Quelle: Fidesdienst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zehn katholischen Bisch\u00f6fe des s\u00fcdindischen Bundesstaates Karnataka \u00e4u\u00dferten sich besorgt gegen\u00fcber dem Premierminister des Bundesstaates, Basavaraj Bommi, im Hinblick auf ein geplantes Gesetz, das religi\u00f6se Bekehrungen im Bundesstaat verbieten soll. Zusammen mit einer Delegation, die am 22. 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