{"id":2363,"date":"2021-10-04T07:27:16","date_gmt":"2021-10-04T05:27:16","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/schleichender-genozid-christen-html\/"},"modified":"2023-02-16T15:46:42","modified_gmt":"2023-02-16T14:46:42","slug":"schleichender-genozid-christen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/schleichender-genozid-christen-html\/","title":{"rendered":"\u201eSchleichender Genozid\u201c an Christen"},"content":{"rendered":"<p>Die katholische Kirche in Nigeria reklamiert, dass die Christen in ihrem Land Opfer eines Prozesses der ethnischen S\u00e4uberung durch die Fulani-Muslime seien, unter Beteiligung des Staates.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">W\u00e4hrend eines von KIRCHE IN NOT International (ACN) durchgef\u00fchrten Webinars best\u00e4tigten mehrere Referenten, darunter ein Bischof und einige Priester aus Nigeria, dass die Gewalt, unter der das Land seit mehreren Jahren leidet, nicht ausschlie\u00dflich auf \u201eZusammenst\u00f6\u00dfe\u201c zwischen muslimischen Viehhirten und christlichen Bauern zur\u00fcckzuf\u00fchren sei.<\/span><\/p>\n<p>\u201eEs geht nicht nur um Fragen der Beweidung. F\u00fcr mich ist das ein Religionskrieg\u201c, sagt Bischof Wilfred Anagbe von der Di\u00f6zese Makurdi im Bundesstaat Benue.<\/p>\n<p>\u201eSie haben eine Agenda und diese ist die Islamisierung dieses Landes. Und sie setzen das um, indem sie vorsichtig alle Christen beseitigen und das Land besetzen. Wenn es um Beweidung ginge, warum w\u00fcrden dann Menschen umgebracht? Und warum deren H\u00e4user niedergebrannt?\u201c, fragt der Bischof.<\/p>\n<p>Johan Viljoen, Direktor des \u201eDenis Hurley Peace Institute of South Africa\u201c, das sich f\u00fcr die F\u00f6rderung von Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit einsetzt und sich mit den Angriffen der bewaffneten Fulani-Milizen im S\u00fcdosten Nigerias befasst, spricht von einer \u201ekonzertierten, gut geplanten Besetzung\u201c. \u201eDies alles geschieht unter dem Deckmantel der \u201eMiyetti Allah\u201c, deren Schirmherr Pr\u00e4sident Buhari ist\u201c, sagt er und bezieht sich dabei auf eine Organisation, die behauptet, die Rechte der Fulani-Hirten zu verteidigen.<\/p>\n<p>Hohe staatliche Beteiligung ist ein Grund, warum die Streitkr\u00e4fte nicht bereit sind, einzugreifen und die Gewalt einzud\u00e4mmen. \u201eIch glaube nicht, dass die Armee versucht, irgendetwas zu l\u00f6sen. Wenn \u00fcberhaupt, w\u00fcrde sie versuchen, es zu f\u00f6rdern\u201c, sagt Viljoen. Er erinnert an eine k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrte Informationsreise nach Nigeria, bei der Mitarbeiter seines Institutes alle f\u00fcnf Kilometer von Soldaten, allesamt Fulani, angehalten wurden, die sich bedrohlich verhielten und Gewehre auf sie richteten. Nach Jahren der Gewalt \u201eist kein einziger Fulani f\u00fcr die Gewalt belangt worden\u201c, f\u00fcgt er hinzu.<\/p>\n<p>Bischof Wilfred hebt hervor, dass alle Streitkr\u00e4fte der direkten Kontrolle des Pr\u00e4sidenten unterst\u00fcnden und zudem \u201esind alle Chefs der Marine, der Armee, der Luftwaffe und der Polizei Muslime\u201c.<\/p>\n<p>Offizielle Zahlen sprechen von etwa 3000 Toten durch diese Welle der Gewalt in den letzten Jahren, aber diejenigen, die vor Ort sind, sagen, dass es bis zu 36 000 Tote sein k\u00f6nnten; hinzu kommen viele weitere vertriebene, v\u00f6llig verarmte oder durch das Erlittene tief traumatisierte Menschen. Da viele Nichtregierungsorganisationen die Gefahrenzonen verlassen haben, ist die katholische Kirche mit ihren Einrichtungen, mit denen KIRCHE IN NOT International eng zusammenarbeitet, der einzige zuverl\u00e4ssige Ansprechpartner, um den Menschen vor Ort Hilfe zu bringen.<\/p>\n<p>Die Kirchenvertreter bitten die Menschen im Westen, bei der Bereitstellung von Hilfsg\u00fctern zu helfen, aber auch auf andere Weise. \u201eWir m\u00fcssen den Diskurs \u00e4ndern, wir k\u00f6nnen nicht dem Narrativ der nigerianischen Regierung folgen\u201c, sagt Pater Remigius Ihyula, ebenfalls aus der Di\u00f6zese Makurdi. \u201eSie haben \u00fcberall auf der Welt ihre Getreuen in den Botschaften platziert, so dass der Mythos am Leben gehalten wird, in Nigeria passiere nichts\u201c, beklagt er w\u00e4hrend des von KIRCHE IN NOT veranstalteten Webinars.<\/p>\n<p>Pater Joseph Fidelis aus der Di\u00f6zese Maiduguri erkl\u00e4rt, es sei \u00e4rgerlich, dass die Leute von \u201eZusammenst\u00f6\u00dfen\u201c oder \u201eKonflikten\u201c zwischen gegnerischen Gruppen sprechen. \u201eDas sind keine Zusammenst\u00f6\u00dfe, das ist ein langsamer Genozid. Menschen aus ihrer angestammten Heimat zu vertreiben, ihnen die Lebensgrundlage zu entziehen und sie abzuschlachten ist eine Form von V\u00f6lkermord.\u201c&nbsp;<\/p>\n<p>Nigeria ist das bev\u00f6lkerungsreichste Land Afrikas. Es gibt keine offiziellen Zahlen, aber Sch\u00e4tzungen gehen von einer gleichm\u00e4\u00dfigen Aufteilung zwischen Muslimen und Christen aus, wobei erstere im Norden und letztere im S\u00fcden dominieren. Die Gewalt hat sich jedoch inzwischen auf das ganze Land ausgeweitet und bedroht die Stabilit\u00e4t der Nation. (Bild: OpenDoors)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die katholische Kirche in Nigeria reklamiert, dass die Christen in ihrem Land Opfer eines Prozesses der ethnischen S\u00e4uberung durch die Fulani-Muslime seien, unter Beteiligung des Staates.&nbsp;W\u00e4hrend eines von KIRCHE IN NOT International (ACN) durchgef\u00fchrten Webinars best\u00e4tigten mehrere Referenten, darunter ein Bischof und einige Priester aus Nigeria, dass die Gewalt, unter der das Land seit mehreren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2362,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[168],"tags":[6,92,130,8,11],"class_list":["post-2363","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nigeria","tag-afrika","tag-angriff","tag-fulani","tag-islamisierung","tag-nigeria"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2363"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2363\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2745,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2363\/revisions\/2745"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2362"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}