{"id":2375,"date":"2021-10-20T12:00:51","date_gmt":"2021-10-20T10:00:51","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/daten-zur-taetigkeit-christlicher-missionare-html\/"},"modified":"2023-02-16T15:45:25","modified_gmt":"2023-02-16T14:45:25","slug":"daten-zur-taetigkeit-christlicher-missionare-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/daten-zur-taetigkeit-christlicher-missionare-html\/","title":{"rendered":"Daten zur T\u00e4tigkeit christlicher Missionare"},"content":{"rendered":"<p><span>Die christlichen Kirchen \u00fcben Kritik dem Vorhaben der Regierung des indischen Bundesstaates Karnataka, k\u00fcnftig besondere Untersuchung und Erhebung von Daten zur T\u00e4tigkeit von Missionaren und Mitarbeitern christlicher Kirchen durchzuf\u00fchren. Dies bekr\u00e4ftigt auch Erzbischof Peter Machado von Bangalore, der Hauptstadt des riesigen s\u00fcdindischen Staates, gegen\u00fcber Fides. Am 13. Oktober ordnete die Regierungsbeh\u00f6rde &#8222;Backward Classes and Minorities Welfare&#8220;, die sich mit der F\u00f6rderung und Entwicklung von benachteiligten Bev\u00f6lkerungsgruppen befasst, eine Umfrage \u00fcber das Personal der in Karnataka t\u00e4tigen christlichen Kirchen an. Christen betonen, daf\u00fcr gebe es keinen Grund und bef\u00fcrchten Hintergedanken.<br \/><\/span><br \/><span>&#8222;Warum ist die Regierung nur im Falle von christlichen Gemeinden an einer Erhebung \u00fcber das religi\u00f6se Personal und die Gottesh\u00e4user interessiert&#8220;, fragt sich Erzbischof Machado. &#8222;Wir halten dieses Vorgehen f\u00fcr sinnlos, unn\u00f6tig und gef\u00e4hrlich&#8220;, sagte er. &#8222;Es wird nichts Gutes dabei herauskommen. Vor dem Hintergrund des Schreckgespenstes der angeblichen Zwangskonvertierung und der zunehmenden antireligi\u00f6sen Stimmung ist es in der Tat gef\u00e4hrlich, solche Umfragen durchzuf\u00fchren. Zu den Aktivit\u00e4ten in den Gottesh\u00e4usern unserer Gemeinde sowie die T\u00e4tigkeit von Pfarrer, Seelsorger und Ordensfrauen wird ermittelt und sie k\u00f6nnten damit leicht zur Zielscheibe werden. Wir haben bereits von sporadischen Zwischenf\u00e4llen im Norden und in Karnataka geh\u00f6rt&#8220;, so der Erzbischof.<br \/><\/span><br \/><span>&#8222;Die Missionare arbeiten f\u00fcr das Wohl aller Menschen in diesem Land\u201c, so der Pr\u00e4lat weiter. \u201eDie Regierung und alle anderen sind sich dessen wohl bewusst. Keiner lebt oder arbeitet im Verborgenen. Die Arbeiten sind zu sehen. Wir verstehen den Zweck einer solchen religi\u00f6sen Profilierung allein von Christen und ihren Einrichtungen nicht&#8220;. &#8222;Die Regierung sollte die von christlichen Missionaren betriebenen Bildungseinrichtungen und Gesundheitszentren z\u00e4hlen. Dies w\u00fcrde eine faire Vorstellung von dem Dienst geben, den die christliche Gemeinschaft f\u00fcr die Gesellschaft leistet&#8220;, f\u00fcgt er hinzu.<br \/><\/span><br \/><span>Die Erhebung \u00fcber die Missionare wird als Teil eines Plans gesehen, der von der regierenden pro-hinduistischen Bharatiya Janata Party (BJP) gef\u00f6rdert wird, um eine pro-hinduistische politische Agenda umzusetzen, die Christen und Muslime, religi\u00f6se Minderheiten in Indien, ins Visier nimmt und ausgrenzt.<br \/><\/span><br \/><span>Christliche Kirchenvertreter erinnern daran, dass die Gl\u00e4ubigen in Karnataka gezielter Gewalt und Verfolgung ausgesetzt sind. In einigen F\u00e4llen wird von gewaltsamen Unterbrechungen von Gebetsgottesdiensten und der Zerst\u00f6rung von christlichen Geb\u00e4uden berichtet. Solche Angriffe werden oft von radikalen Hindu-Gruppen ver\u00fcbt, die mit Unterst\u00fctzung der Regierung und der Polizeikr\u00e4fte meist straffrei bleiben.<br \/><\/span><br \/><span>Zuvor hatte die Regierung des Bundesstaates bekannt gegeben, dass sie die Verabschiedung eines Gesetzentwurfs im Parlament des Bundesstaates erw\u00e4gt, der religi\u00f6se Konversion verbieten soll. Die katholischen Bisch\u00f6fe von Karnataka trafen sich daraufhin zu Gespr\u00e4chen mit Premierminister Basavaraj Bommai und brachten ihre Bedenken in dieser Angelegenheit zum Ausdruck und forderten die Exekutive auf, &#8222;dem Druck fundamentalistischer Gruppen, die den Frieden, die Harmonie und das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft st\u00f6ren wollen, nicht nachzugeben&#8220;.<br \/><\/span><br \/><span>Acht indische Bundesstaaten haben bereits solche Gesetze zum Verbot religi\u00f6ser Konversionen erlassen. Diese Gesetze, so stellen die Kirchen fest, widersprechen dem Geist der Verfassung, die die Freiheit der Verk\u00fcndigung, der Aus\u00fcbung und des Bekenntnisses der eigenen Religion garantiert.&nbsp;<\/span><span>In Karnataka sind 84 % der 61 Millionen Einwohner Hindus, w\u00e4hrend Muslime 13 % und Christen 2 % dr Gesamtbev\u00f6lkerung ausmachen. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS\/wikipedia)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die christlichen Kirchen \u00fcben Kritik dem Vorhaben der Regierung des indischen Bundesstaates Karnataka, k\u00fcnftig besondere Untersuchung und Erhebung von Daten zur T\u00e4tigkeit von Missionaren und Mitarbeitern christlicher Kirchen durchzuf\u00fchren. Dies bekr\u00e4ftigt auch Erzbischof Peter Machado von Bangalore, der Hauptstadt des riesigen s\u00fcdindischen Staates, gegen\u00fcber Fides. Am 13. 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