{"id":2385,"date":"2021-11-09T14:20:40","date_gmt":"2021-11-09T13:20:40","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/gesetz-zum-schutz-abgelehnt-html\/"},"modified":"2023-02-16T15:44:23","modified_gmt":"2023-02-16T14:44:23","slug":"gesetz-zum-schutz-abgelehnt-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/gesetz-zum-schutz-abgelehnt-html\/","title":{"rendered":"Gesetz zum Schutz abgelehnt"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Wir m\u00fcssen uns alle zusammenschlie\u00dfen, um den vorgeschlagenen Gesetzesentwurf zum Schutz von Frauen religi\u00f6ser Minderheiten vor Zwangsbekehrungen durchzusetzen. Wir wollen nicht nur, dass dieser Vorschlag Gesetz wird, sondern auch, dass er umgesetzt wird. Die Ablehnung des Gesetzentwurfs zur Verhinderung von Zwangskonvertierungen ist ein Versto\u00df gegen die Menschenrechte. Diese Ablehnung hat unsere Gef\u00fchle verletzt, insbesondere die von Frauen, die religi\u00f6sen Minderheiten in Pakistan angeh\u00f6ren. Es liegt in der Verantwortung des Staates, seinen B\u00fcrgern, insbesondere Frauen und Kindern, Schutz zu gew\u00e4hren, wenn ihr Leben und ihr Seelenfrieden bedroht sind&#8220;, so Tabassum Yousaf, eine katholische Anw\u00e4ltin aus Kartschi, gegen\u00fcber Fides. Sie unterst\u00fctzt die Protestkampagne nach der Ablehnung des Gesetzentwurfs zum Schutz gef\u00e4hrdeter Frauen die dem Ph\u00e4nomen der Entf\u00fchrung und Zwangskonvertierung ausgesetzt sind.<\/p>\n<p> Tabassum Yousaf im Karachi Press Club an einer Protestaktion teilnahm betont in diesem Zusammenhang: &#8222;Es gibt bereits das Gesetz gegen Kinderheirat, das die Heirat von Kindern unter 18 Jahren verbietet; aber wenn ein minderj\u00e4hriges M\u00e4dchen, das einer religi\u00f6sen Minderheit (Christen oder Hindus) angeh\u00f6rt, entf\u00fchrt und gewaltsam konvertiert und gezwungen wird, einen Mann zu heiraten, der zwei oder drei Mal so alt ist wie sie, wird dieses Gesetz nicht angewandt. Dies ist ein deutliches Zeichen daf\u00fcr, dass das Gesetz nicht ordnungsgem\u00e4\u00df umgesetzt wird, wenn es um nicht-muslimische Frauen geht. Es handelt sich um eine selektive Anwendung des Gesetzes. Das ist eine schwerwiegende Diskriminierung&#8220;.<\/p>\n<p> Der Christ Shabir Shafaqat, Vorsitzender der Christian National Party, der den Protest im Karachi Press Club gegen die Ablehnung des Gesetzes anf\u00fchrte, erkl\u00e4rt gegen\u00fcber Fides: &#8222;Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr unsere Grundrechte und appellieren an den Premierminister, die Justiz und den Chef der pakistanischen Armee, den Schutz unserer Frauen vor Entf\u00fchrungen zum Zweck der Zwangskonvertierung und Zwangsverheiratung zu gew\u00e4hrleisten&#8220;. Er stellt dabei fest: &#8222;Christen und Hindus f\u00fchlen sich unsicher, weil die Zahl der Entf\u00fchrungen von M\u00e4dchen im Teenageralter, die religi\u00f6sen Minderheiten in Pakistan angeh\u00f6ren, zum Zweck der Zwangsverheiratung und Zwangskonvertierung rapide zunimmt. Der Staat muss eingreifen&#8220;.<\/p>\n<p> Verschiedene Minderheitsaktivisten haben f\u00fcr den 13. November 2021 neue friedliche Proteste in verschiedenen St\u00e4dten Pakistans angek\u00fcndigt. Am 13. Oktober 2021 lehnte die parlamentarische Kommission f\u00fcr Zwangsbekehrungen einen vom Ministerium f\u00fcr Menschenrechte einen Gesetzentwurf zum Schutz vor Zwangsverheiratung und \u2013bekehrung von Frauen und M\u00e4dchen aus religi\u00f6sen Minderheiten als &#8222;unislamisch&#8220; ab.<\/p>\n<p> Der Artikel 3 des Gesetzentwurfs besagte, dass jeder Nicht-Muslim, der zu einer anderen Religion konvertieren will, eine &#8222;Konversionsbescheinigung&#8220; beim erstinstanzlichen Richter des Gebiets beantragen soll, in dem er seinen gew\u00f6hnlichen Wohnsitz hat oder seine T\u00e4tigkeit aus\u00fcbt. Der Richter muss den Termin f\u00fcr die Anh\u00f6rung innerhalb von sieben Tagen nach Eingang des Antrags festlegen, und an dem angegebenen Tag muss Personal anwesend sein, um sicherzustellen, dass die religi\u00f6se Konversion aus freien St\u00fccken und nicht aufgrund von Zwang, T\u00e4uschung oder betr\u00fcgerischen Angaben erfolgt. Zudem soll der Richter auf Antrag des nicht-muslimischen B\u00fcrgers Treffen mit Gelehrten oder religi\u00f6sen F\u00fchrern der Religion, zu der die Person konvertieren m\u00f6chte, organisieren k\u00f6nnen und er soll eine Frist von 90 Tagen gew\u00e4hren, um eine vergleichende Aufkl\u00e4rung \u00fcber die entsprechenden Religionen durchzuf\u00fchren. Schlie\u00dflich wird davon ausgegangen, dass der nicht-muslimische B\u00fcrger nur aufgrund der vom Richter ausgestellten &#8222;Konversionsbescheinigung&#8220; offiziell seinen Glauben wechseln soll. In Artikel 4 des Gesetzentwurfs zum Verbot der Zwangskonvertierung hei\u00dft es dazu: &#8222;Wer eine Person mit krimineller Gewalt zu einer anderen Religion bekehrt, begeht das Verbrechen der Zwangskonvertierung und wird mit einer Strafe von mindestens f\u00fcnf und h\u00f6chstens zehn Jahren und einer Geldstrafe von mindestens 100.000 pakistanischen Rupien bestraft&#8220;. In Artikel 6 des Gesetzentwurfs hei\u00dft es, dass niemand die Religion wechseln kann, bevor er oder sie vollj\u00e4hrig ist, und wenn ein Minderj\u00e4hriger behauptet, die Religion gewechselt zu haben, bevor er oder sie die Vollj\u00e4hrigkeit erreicht hat, wird diese Erkl\u00e4rung nicht als g\u00fcltig angesehen. (Quelle: Fidesdienst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wir m\u00fcssen uns alle zusammenschlie\u00dfen, um den vorgeschlagenen Gesetzesentwurf zum Schutz von Frauen religi\u00f6ser Minderheiten vor Zwangsbekehrungen durchzusetzen. 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