{"id":247,"date":"2013-08-29T06:52:23","date_gmt":"2013-08-29T06:52:23","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/patriarch-warnt-vor-intervention-html\/"},"modified":"2022-12-06T15:33:35","modified_gmt":"2022-12-06T15:33:35","slug":"patriarch-warnt-vor-intervention-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/patriarch-warnt-vor-intervention-html\/","title":{"rendered":"Patriarch warnt vor Intervention"},"content":{"rendered":"<p><span>Patriarch Gregor III. Laham von Antiochien, Oberhaupt der melkitisch-katholischen Kirche, meldete sich aus dem Libanon zu Wort, nachdem er sich im Rahmen seiner pastoralen Aufgabe in der konfliktgesch\u00fcttelten syrischen Hauptstadt Damaskus aufgehalten hatte. Wie der Patriarch betonte, seien trotz des anhaltenden Konflikts Initiativen zur Vers\u00f6hnung nach wie vor realisierbar und sollten f\u00fcr alle L\u00e4nder, die sich mit der Krise auseinandersetzten, oberste Priorit\u00e4t haben. <br \/> W\u00e4hrend des Interviews mit dem internationalen katholischen Hilfswerk &#8222;Kirche in Not&#8220; am Dienstag, 27.8., brachte der Patriarch seine Zweifel hinsichtlich der Glaubw\u00fcrdigkeit eines Teils der Beweise, die aus den Konfliktherden Syriens zu Tage treten, zum Ausdruck. Er sagte: &#8222;Wer kann jetzt wissen, wer hinter dem Chemiewaffen-Angriff steckte.&#8220; Weiter kritisierte er die Syrien-Politik der USA: &#8222;Man sollte nicht an einem Tag die Regierung anklagen und am n\u00e4chsten Tag die Opposition. Damit sch\u00fcrt man Gewalt und Hass.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span>&#8222;Die Amerikaner heizen die Situation seit zwei Jahren an.&#8220; W\u00e4hrend der Patriarch die Chemiewaffen-Angriffe verurteilte, zeigte er sich dar\u00fcber besorgt, dass ausl\u00e4ndische K\u00e4mpfer nach Syrien k\u00e4men, ein Problem, das seinen Worten zu Folge, durch die ins Land str\u00f6menden Waffen noch verschlimmert w\u00fcrde. Handlungen, die der Patriarch als &#8222;unmoralisch&#8220; bezeichnete. Er sagte: &#8222;Viele Menschen kommen aus dem Ausland nach Syrien, um im Land zu k\u00e4mpfen. Diese K\u00e4mpfer f\u00f6rdern den Fundamentalismus und Islamismus.&#8220; Nach Ansicht von Patriarch Gregor III. Laham sollten die USA, Russland und andere Weltm\u00e4chte einen Friedensplan aufstellen. &#8222;Es ist an der Zeit, den Waffeneinsatz zu beenden und anstatt zur Gewalt aufzurufen, sollten die internationalen M\u00e4chte sich f\u00fcr den Frieden einsetzen.&#8220; Patriarch Gregor III. Laham, der im Rahmen seiner Syrien-Reise am Sonntag, 25. August, drei Bisch\u00f6fe geweiht hatte, beschrieb die Lage in seinem Land als &#8222;tragisch&#8220;.<\/span><\/p>\n<p><span> Wie der Patriarch erkl\u00e4rte, seien 450.000 syrische Christen &#8211; beinahe ein Drittel aller Christen im Land &#8211; entweder Binnenfl\u00fcchtlinge oder ins Ausland gefl\u00fcchtet. Dar\u00fcber hinaus wies er auf die Probleme in Damaskus hin, dem bisherigen Zufluchtsort f\u00fcr Christen und andere Fl\u00fcchtlinge aus Homs und anderen Gebieten im Norden der Hauptstadt, die unter besonders schweren Akten der Gewalt zu leiden haben. Und der Patriarch berichtete, dass am Nachmittag des 27. August kurz nachdem er das Land verlassen hatte zwei Bomben \u00fcber der Altstadt von Damaskus abgeworfen wurden. In beiden F\u00e4llen ganz in der N\u00e4he des Amtssitzes des Patriarchats der melkitisch-katholischen Kirche. Ein Sprengk\u00f6rper fiel auf ein nur 10 m vom Patriarchat entferntes Pfadfinderzentrum. Zwei unbeteiligte Passanten kamen ums Leben, Kinder wurden nicht verletzt. Der Patriarch: &#8222;Wir wissen nicht, ob die Attent\u00e4ter auf die Kirchen zielen. Es k\u00f6nnte sein, dass wir angegriffen werden, weil in der N\u00e4he eine Milit\u00e4rbasis ist.&#8220; &#8222;Die Extremisten wollen Hass zwischen den Christen und den verschiedenen muslimischen Glaubensbewegungen sch\u00fcren.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span> Patriarch Gregor III. Laham wies auf die Arbeit einer Ende 2011 ins Leben gerufenen Hilfseinrichtung des melkitisch-katholischen Patriarchats hin. Sie versorgt heute 2.800 vertriebenen Familien mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Hilfsleistungen. &#8222;Die Stra\u00dfe von Beirut nach Damaskus ist normalerweise sicher, aber wenn man erst einmal in Damaskus ist, wird es sehr schwierig. In Damaskus kann man jederzeit von einer Bombe getroffen werden.&#8220; Erneut rief der Patriarch zum Gebet auf und erkl\u00e4rte: &#8222;Wir sind froh, dass unser Volk auf diese Situation mit dem Gebet antwortet. W\u00e4hrend der gesamten Krisenzeit sind unsere Kirchen fast bis zum letzten Platz gef\u00fcllt.&#8220; &#8222;Die Menschen sp\u00fcren, dass Gott trotz aller Probleme Wunder f\u00fcr sie&nbsp; bewirkt &#8211; vielen wurde das Leben geschenkt.&#8220; &#8222;Es herrscht eine Mischung aus Hoffnung und Verzweiflung. Die Menschen wissen nicht, wie ihre Zukunft aussehen wird. Sie machen sich gro\u00dfe Sorgen um ihre Kinder und um verletzliche Menschen &#8211; auch behinderte Menschen.&#8220; &#8222;Die Menschen haben Angst, aber trotzdem sind sie stark in ihrem Glauben.&#8220;&nbsp;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Patriarch Gregor III. 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