{"id":2481,"date":"2022-04-04T06:40:54","date_gmt":"2022-04-04T04:40:54","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/ueberfaelle-auf-kamerun-verlagert-html\/"},"modified":"2023-02-23T11:34:45","modified_gmt":"2023-02-23T10:34:45","slug":"ueberfaelle-auf-kamerun-verlagert-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/ueberfaelle-auf-kamerun-verlagert-html\/","title":{"rendered":"\u00dcberf\u00e4lle auf Kamerun verlagert"},"content":{"rendered":"<p>Nach Teilentwaffnung in Nordnigeria greifen K\u00e4mpfe auf benachbarte Regionen \u00fcber.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">W\u00e4hrend in Nigeria die Entwaffnung ehemaliger Mitglieder von Boko Haram und des IS-Ablegers ISWAP (Islamischer Staat Westafrikanische Provinz) erste Erfolge zeigt, melden Projektpartner des weltweiten katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c aus dem benachbarten Kamerun neue Angriffe der Terrormilizen.<\/span><\/p>\n<p>Die Terroreinheiten h\u00e4tten ihren Aktionsradius auf die Gegend um den Tschadsee und das Mandara-Gebirge ausgedehnt. Der Tschadsee liegt zwischen Tschad, Kamerun, Nigeria und Niger, das Mandara-Gebirge zwischen Nigeria und Kamerun. Der Norden Kameruns war auch schon in fr\u00fcheren Jahren von terroristischen Attacken betroffen, diese h\u00e4tten jedoch j\u00fcngst wieder zugenommen, so die Projektpartner. In der Region halten sich zudem zahlreiche Fl\u00fcchtlinge aus Nigeria auf, die vor den Boko-Haram-\u00dcberf\u00e4llen in ihrem Heimatland geflohen sind.<\/p>\n<p><strong>Mord, Pl\u00fcnderung und Zerst\u00f6rung<\/strong><\/p>\n<p>Ein Gemeindeseelsorger, der aus Sicherheitsgr\u00fcnden anonym bleiben muss, berichtet von regelm\u00e4\u00dfigen \u00dcberf\u00e4llen und Anschl\u00e4gen der Terrormilizen auf D\u00f6rfer am Mount Oupay, etwa 20 Kilometer nordwestlich von Mokolo, der Hauptstadt des Bezirks Mayo-Tsanaga im \u00e4u\u00dfersten Norden Kameruns. \u201eWir haben einen weiteren ,Besuch\u2019 von Boko Haram erhalten\u201c, schreibt der Priester in einer Nachricht Ende M\u00e4rz an \u201eKirche in Not\u201c. \u201eDie Milizen haben zwei Menschen get\u00f6tet, brannten die H\u00e4user nieder und raubten Kleidung und Vieh. Wir dachten sie w\u00fcrden uns nicht erreichen, weil unser Dorf auf dem Berg liegt, aber leider haben wir uns geirrt.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00dcberfall im Schlaf<\/strong><\/p>\n<p>Der Gemeindepfarrer beschreibt auch die ver\u00e4nderte Vorgehensweise der Terrormilizen: \u201eFr\u00fcher sind sie unter lautem Kriegsgeschrei in die D\u00f6rfer eingefallen. In j\u00fcngster Zeit kommen sie unauff\u00e4llig in der Nacht, um die Menschen im Schlaf zu \u00fcberraschen. Sie t\u00f6ten Familienv\u00e4ter und junge M\u00e4nner, dann pl\u00fcndern sie den Besitz und zerst\u00f6ren alles, was sie nicht mitnehmen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Seit Mitte Februar seien bereits f\u00fcnf Orte auf seinem Pfarreigebiet \u00fcberfallen worden. Diese seien jetzt \u201enahezu menschenleer. Diejenigen, die bleiben, sind gezwungen im Freien in der K\u00e4lte und unter armseligen Bedingungen zu leben\u201c, beklagte der Priester gegen\u00fcber \u201eKirche in Not\u201c.<\/p>\n<p><strong>\u201eKirche in Not\u201c unterst\u00fctzt Fl\u00fcchtlingslager f\u00fcr Boko-Haram-Opfer<\/strong><\/p>\n<p>Der lokale Ansprechpartner bittet um Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Sicherheit seiner Gemeinde. \u201eDie Situation ist wirklich besorgniserregend. Wir z\u00e4hlen auf Ihre Gebete\u201c, schreibt der Priester. \u201eKirche in Not\u201c hat aktuell Unterst\u00fctzung f\u00fcr ein kirchliches Fl\u00fcchtlingslager in Minawao in Di\u00f6zese Maroua-Mokolo auf den Weg gebracht, um den Opfern von Boko Haram beizustehen.<\/p>\n<p>Seit Ende 2021 k\u00fcndigt die nigerianische Regierung die Entwaffnung von Mitgliedern der Terrororganisation Boko Haram an. Berichten zufolge legen aktuell Tausende von Aufst\u00e4ndischen im Nordosten Nigerias ihre Waffen nieder. Allein in der vorletzten M\u00e4rzwoche h\u00e4tten sich laut einen hochrangigen nigerianischen General 7000 ehemalige Mitglieder von Boko Haram und ISWAP ergeben. Den Berichten der Projektpartner von \u201eKirche in Not\u201c zufolge bedeutet das jedoch noch nicht das vollst\u00e4ndige Aus f\u00fcr die terroristische Gewalt.<\/p>\n<p><em>Unterst\u00fctzen Sie den Einsatz der Kirche f\u00fcr die Menschen in Kamerun mit Ihrer Spende &#8211; online unter:&nbsp;<span style=\"text-decoration: underline;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.kircheinnot.at\/helfen\/spenden\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">www.kircheinnot.at\/helfen\/spenden\/<\/a><\/strong><\/span><\/em><\/p>\n<p>(Bild: Amcaja\/wikipedia)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Teilentwaffnung in Nordnigeria greifen K\u00e4mpfe auf benachbarte Regionen \u00fcber.&nbsp;W\u00e4hrend in Nigeria die Entwaffnung ehemaliger Mitglieder von Boko Haram und des IS-Ablegers ISWAP (Islamischer Staat Westafrikanische Provinz) erste Erfolge zeigt, melden Projektpartner des weltweiten katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c aus dem benachbarten Kamerun neue Angriffe der Terrormilizen. 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