{"id":2521,"date":"2022-06-23T07:22:22","date_gmt":"2022-06-23T05:22:22","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/morde-jesuiten-erschuettern-mexiko-html\/"},"modified":"2023-02-23T12:25:37","modified_gmt":"2023-02-23T11:25:37","slug":"morde-jesuiten-erschuettern-mexiko-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/morde-jesuiten-erschuettern-mexiko-html\/","title":{"rendered":"Morde an Jesuiten ersch\u00fcttern Mexiko"},"content":{"rendered":"<p><span>Papst Franziskus hat den Mord an zwei Jesuiten und einem weiteren Mann in Mexiko scharf verurteilt. Er wolle seine &#8222;Trauer und Abscheu&#8220; dar\u00fcber zum Ausdruck bringen, sagte Franziskus am Ende der Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan. Dem Orden, dem er selbst angeh\u00f6rt, sei er mit Zuneigung und Gebeten nahe. Zugleich betonte er, dass Gewalt keine Probleme l\u00f6se.<\/span><\/p>\n<p><span>Die beiden Jesuiten Javier Campos Morales (79) und Joaqu\u00edn Cesar Mora Salazar (81) waren am Montag im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua erschossen worden. Sie sollen einem Mann, der vor Bewaffneten floh, Schutz in ihrer Kirche geboten haben. Dabei handelte es sich offenbar um einen lokalen Touristenf\u00fchrer, der kurz zuvor entf\u00fchrt worden war. Unbekannte er\u00f6ffneten in der Folge das Feuer auf den Mann und die beiden Geistlichen. Ein Tatverd\u00e4chtiger soll aus Auftragsm\u00f6rderkreisen stammen, die einer Gruppe angeh\u00f6rt, die f\u00fcr das Sinaloa-Drogenkartell arbeitet. Die genauen Hintergr\u00fcnde sind noch unklar.<\/span><\/p>\n<p><span>Laut mexikanischen Jesuiten wurden die Leichen der Priester von den T\u00e4tern mitgenommen. Der Orden fordert deren Herausgabe sowie Schutz f\u00fcr die Gemeinde. Im ganzen Land finden Gottesdienste statt, die an die Opfer des \u00dcberfalls erinnern. Nicht nur die Mexikanische Bischofskonferenz ist ersch\u00fcttert. Dass nun selbst Geistliche in einer Kirche niedergeschossen werden, offenbart, wie sehr ganz Mexiko unter der anhaltenden Gewalt im Land leidet.<\/span><\/p>\n<p><strong>Gewalt &#8222;zerrei\u00dft&#8220; die Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p><span>&#8222;Wir verurteilen diese Gewalttaten und fordern Gerechtigkeit&#8220;, hie\u00df es laut Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA) in einer am Dienstag \u00fcber Soziale Netzwerke verbreiteten Stellungnahme des Jesuitenordens. Der Orden werde &#8222;angesichts der Realit\u00e4t, die die Gesellschaft zerrei\u00dft, nicht schweigen&#8220;, sagte der Provinzial der mexikanischen Jesuiten, Luis Gerardo Moro Madrid, nach dem Attentat. Es seien umfassende Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung notwendig.<\/span><\/p>\n<p><span>Den beiden Jesuiten-Patres seien &#8222;die Risiken, die mit der Verpflichtung verbunden sind, in Gebieten zu arbeiten, die durch Gewalt und Drogenhandel gef\u00e4hrdet sind&#8220;, bewusst gewesen, sagte Moro Madrid der Zeitung &#8222;El Universal&#8220;. Die Ermordung der beiden Jesuiten sei &#8222;ein Spiegelbild dessen, was im ganzen Land passiert&#8220;. Es habe keine Morddrohung gegen die Betroffenen gegeben, aber eine st\u00e4ndige latente Gefahr. In dem Gebiet seien kriminelle Gruppen aktiv, die sich dem Drogenhandel verschrieben h\u00e4tten.<\/span><\/p>\n<p><strong>84 Morde pro Tag<\/strong><\/p>\n<p><span>Der Vorfall hat auch eine politische Dimension, denn Mexikos amtierender linkspopulistischer Pr\u00e4sident Andres Manuel Lopez Obrador hatte die Sicherheitslage zu einem zentralen Thema seiner Pr\u00e4sidentschaft gemacht. Erst am Montag hatte das Portal &#8222;CNN en Espanol&#8220; berichtet, es seien zwischen J\u00e4nner und Mai bereits mehr als 12.700 gewaltsame Todesf\u00e4lle registriert worden. Das entspricht einem Durchschnitt von derzeit 84 Morden pro Tag. Dabei konzentriere sich die Mehrzahl der Taten auf sechs besonders gewaltt\u00e4tige mexikanische Bundesstaaten. Acht der gef\u00e4hrlichsten 50 St\u00e4dte der Welt befinden sich in Mexiko. Kritiker werfen Lopez Obrador vor, seine Strategie der &#8222;Umarmung statt Sch\u00fcsse&#8220; gegen\u00fcber den Drogenkartellen habe keinen Erfolg gebracht.<\/span><\/p>\n<p><span>Bischof Juan Jose Gonzalez Sandoval sagte der Tageszeitung &#8222;Milenio&#8220; laut KNA, die Beh\u00f6rden m\u00fcssten &#8222;ihre Aufgabe erf\u00fcllen, die Verantwortlichen zu finden und all denen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, die in den letzten zehn Jahren Opfer dieser Welle des Terrors und der Angst geworden sind&#8220;. Der Vertreter der Vereinten Nationen in Mexiko, Guillermo Fernandez-Maldonado, erkl\u00e4rte: &#8222;Der Mord an diesen beiden bekannten Priestern erinnert uns an die Situation extremer Gewalt und Verletzlichkeit, mit der die Gemeinden der Sierra Tarahumara in Chihuahua konfrontiert sind.&#8220; Der mexikanische Senat sprach von &#8222;feigen Morden&#8220;. (Quelle: kathpress)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Papst Franziskus hat den Mord an zwei Jesuiten und einem weiteren Mann in Mexiko scharf verurteilt. Er wolle seine &#8222;Trauer und Abscheu&#8220; dar\u00fcber zum Ausdruck bringen, sagte Franziskus am Ende der Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan. Dem Orden, dem er selbst angeh\u00f6rt, sei er mit Zuneigung und Gebeten nahe. 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